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Polizeibericht, 30. August: Sexuelle Übergriffe, Versuchter Totschlag, Holz angezündet

Am 26. und 28. August 2019 kam es in Leipzig zu zwei Sexualdelikten, welche im Zusammenhang stehen könnten. Am Montag, den 26. August, wurde eine 17-Jährige Opfer in der Radiusstraße 5 in Neulindenau und am Mittwoch, den 28. August, wurde in der Bothestraße in Leipzig-Gohlis eine 19-jährige Frau ebenfalls von einem unbekannten Mann verfolgt +++ Im Bürgermeister-Müller-Park kam es zu einer tätlichen Auseinandersetzung, wobei ein 23-Jähriger mit einem spitzen Gegenstand schwer verletzt wurde +++ In Grimma wurde durch Unbekannte ein großer Holzstapel des Staatsbetriebes Sachsenforst in Brand gesteckt – In allen Fällen sucht die Polizei nach Zeugen.

Zwei junge Frauen in Leipzig angegriffen

Fall 1: Ort: Leipzig (Neulindenau), Radiusstraße 5, Zeit: 26.08.2019, gegen 13:30 Uhr
Fall 2: Ort: Leipzig (Gohlis-Süd), Bothestraße 25, Zeit: 28.08.2019, gegen 20:45 Uhr

Am 26. und 28. August 2019 kam es in Leipzig zu zwei Sexualdelikten, welche im Zusammenhang stehen könnten. Am Montag, den 26. August 2019, wurde eine 17-Jährige gegen 13:30 Uhr Opfer in der Radiusstraße 5 in Neulindenau. Sie wurde auf der Radiusstraße von einem ihr unbekannten Mann verfolgt. Nach einem körperlichen Angriff ging die junge Frau benommen zu Boden. Der Mann führte sexuelle Handlungen an ihr durch (kein versuchter oder vollendeter Geschlechtsverkehr). Durch einen hinzukommenden Zeugen gestört, ließ der unbekannte Täter von ihr ab und flüchtete.

Seitens der Kriminalpolizei Leipzig werden Zusammenhänge zu einem weiteren Delikt vom Mittwoch, den 28. August 2019 gegen 20:40 Uhr, gesehen: In der Bothestraße in Leipzig-Gohlis wurde eine 19-jährige Frau ebenfalls von einem unbekannten Mann verfolgt. Im Haus versuchte der Täter, sexuelle Handlungen an ihr durchzuführen. Dadurch, dass die junge Frau laut schrie, wurden Nachbarn auf das Geschehen aufmerksam, woraufhin der unbekannte Täter auch hier flüchtete.

Die Personenbeschreibung wird nachfolgend getrennt aufgeführt, wobei es sich trotz bestehender Unterschiede um den gleichen noch unbekannten deutschen Täter handeln könnte.

Fall 1: Radiusstraße 5

  • Deutscher
  • scheinbares Alter: 35–40 Jahre
  • 1,75–1,80 m groß
  • kurze, ca. 2 cm lange, dunkelblonde Haare – zerzaust, oben länger als an den Seiten
  • helle Haut
  • schmale Kopfform
  • spitzes Kinn
  • trug ein dunkelblaues, wollähnliches T-Shirt mit weißen Punkten, kurze (dunkelblaue) Hosen und vermutlich Turnschuhe
  • führte ein klappriges Fahrrad mit rostigem Lenker und schwarzen Gummigriffen
  • am Lenker hing ein dunkler Rucksack.

Fall 2: Bothestraße 25

  • Deutscher
  • scheinbares Alter: 20–30 Jahre
  • 1,65– 1,75 m groß
  • kurzes dunkelblondes bis braunes Haar
  • schlanke Gestalt
  • helle Haut
  • schmale Lippen
  • kleine, dunkle Augen
  • längliches Gesicht
  • Bartstoppeln
  • trug ein T-Shirt, kurze Hosen und Turnschuhe
  • fuhr ein altes Fahrrad
  • hatte einen Rucksack oder eine Tasche bei sich und trug kleine, schwarze In-Ear-Kopfhörer.

Zusammenhänge zum Sachverhalt im Rosental aus dem Jahr 2017 sind ausgeschlossen!

Wer erkennt den Täter anhand der Beschreibungen oder hat ihn an den beschriebenen Tagen an den Tatorten gesehen? Zeugen und Hinweisgeber werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei, Dimitroffstraße 1 in 04107 Leipzig, Tel. (0341) 966 4 6666, zu melden.

Polizei sucht Zeugen nach versuchtem Tötungsdelikt

Ort: Leipzig (Zentrum-Ost), Willy-Brandt-Platz, Zeit: 29.08.2019, gegen 02:30 Uhr

Der Polizeidirektion Leipzig wurde über Notruf mitgeteilt, dass es zunächst zu einer verbalen Auseinandersetzung zwischen einer Personengruppe im Bürgermeister-Müller-Park kam. In der weiteren Folge lösten sich zwei Männer aus dieser Gruppe. Zwischen diesen beiden kam es zu einer tätlichen Auseinandersetzung, wobei einer den anderen mit einem spitzen Gegenstand verletzte. Ein Zeuge, der in das Geschehen einschreiten konnte, flüchtete mit dem schwer verletzten Geschädigten (23) in den Hauptbahnhof. Beamte der Bundespolizei eilten zur Hilfe, ein Notarzt wurde umgehend zur Erstversorgung hinzugezogen.

Anschließend wurde der lebensgefährlich verletzte Eritreer in ein Krankenhaus gebracht und notoperiert. Der Tatverdächtige (25) konnte durch Einsatzkräfte der Bundespolizei in Tatortnähe vorläufig festgenommen werden. Die Kriminalpolizei hat zusammen mit der Staatsanwaltschaft Leipzig die weiteren Ermittlungen übernommen. Kriminaltechniker waren noch in den gestrigen Vormittagsstunden mit der Spurensuche und Sicherstellung am Tatort beschäftigt. Die umfangreichen Ermittlungen dauern an. Die Staatsanwaltschaft hat den Erlass eines Haftbefehls wegen des dringenden Tatverdachts des versuchten Totschlags gegen den 25-jährigen nigerianischen Tatverdächtigen beantragt.

Im Zuge der inzwischen gewonnenen Erkenntnisse, sucht die Polizei nun nach weiteren Tatzeugen. Während der Tathandlungen am Willy-Brandt-Platz und im Bürgermeister-Müller-Park ist ersichtlich, dass sich mehrere tatunbeteiligte Personengruppen in unmittelbarer Nähe des Opfers (23) und des Tatverdächtigen (25) aufgehalten haben.

Zur Rekonstruktion des Geschehens werden diese Zeugen dringend gebeten, sich bei der Polizei zu melden. Jede Wahrnehmung und sei sie für denjenigen noch so unbedeutend, kann den Kriminalisten helfen, die Tat lückenlos aufzuklären. Zeugen und Hinweisgeber werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei, Dimitroffstraße 1 in 04107 Leipzig, Tel. (0341) 966 4 6666, zu melden.

Holz angezündet

Ort: Grimma (Kieselwitz), Braunkohlenweg, Zeit: 29.08.2019, gegen 07:00 Uhr

Eine 48-jährige Hinweisgeberin teilte der Rettungsleitstelle mit, dass ein Holzstapel in Brand geraten war. 28 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren Mutzschen, Kössern, Zschoppach waren mit sechs Fahrzeugen schnell am Brandort. Die Flammen und der Rauch stiegen mitten aus dem Holzstapel schon ca. 3 Meter nach oben. Der zuständige Revierförster war ebenfalls vor Ort und organisierte einen Bagger mit Holzladeschaufel, der dann mit dem Abtragen des Holzstapels begann. Zusammen mit den Kameraden der Feuerwehr konnte das Feuer gelöscht werden.

Die ersten Ermittlungen dazu ergaben, dass durch unbekannten Täter ein großer (20 m x 6 m x 2 m) Holzstapel des Staatsbetriebes Sachsenforst in Brand gesteckt wurde. Dabei wurden durch das Feuer mindestens 100 Raummeter Nadelholz vernichtet. Die Beamten gehen derzeitig von Brandstiftung aus. Der Sachschaden wurde mit ca. 2.000 Euro beziffert.

Zeugen, die Hinweise zum Sachverhalt oder den unbekannten Tätern geben können, werden gebeten, sich beim Polizeirevier Grimma, Köhlerstraße 3 in 04668 Grimma, Tel. (03437) 708925-100 zu melden.

Oma, ich will ein Auto kaufen

Ort: Leipzig (Mölkau), Zeit: 29.08.2019, gegen 16:20 Uhr

Donnerstagnachmittag rief auch in Leipzig ein unbekannter Mann bei einer älteren Frau (85) an und meinte, er wolle ein Auto kaufen. Das Gefährt solle beachtliche 75.000 Euro kosten und er fragte seine „Oma“, ob sie ihm das Geld vorschießen könne. „Oma“ war über diese dreiste Frage nicht sehr erfreut und erklärte ihm, dass sie so viel Geld schlecht aus dem Ärmel schütteln könne. Und so verhandelten die beiden und kamen bei einem Betrag von 25.000 Euro an. Tollkühn fragte der Anrufer auch, wie viel Geld genau die 85-Jährige in der Wohnung hätte und erwiderte schnippisch, wer ihr denn wichtiger sei, das Geld oder ihr Enkel, als sie darauf nicht antworten wollte. Spätestens an dieser Stelle war sich die Dame sicher, dass ihr echter Enkel niemals so mit ihr sprechen würde und legte auf. Sie versicherte sich danach noch mit einem weiteren Anruf, dass ihr Enkel tatsächlich nicht angerufen hatte und informierte daraufhin die Polizei. Die wiederum nahm die Ermittlungen wegen versuchten Betruges auf.

Diebstahl eines Fahrzeuges

Ort: Leipzig (Zentrum-West), Käthe-Kollwitz-Straße, Zeit: 28.08.2019, gegen 10:00 Uhr bis 29.08.2019, gegen 20:00 Uhr

Unbekannte Täter entwendeten den Pkw VW Golf (amtliches Kennzeichen EF-XY 808) des 45-jährigen Geschädigten in einem Zeitwert von ca. 10.000 Euro.

Leerstehendes Fabrikgebäude angezündet

Ort: Leipzig (Lindenau), Lützner Straße, Zeit: 29.08.2019, gegen 14:15 Uhr

Ein 16-jähriger Hinweisgeber informierte die Rettungsleitstelle darüber, dass er während der Fahrt mit dem Fahrrad über die Brücke auf Höhe der Lützner Straße 171 eine Rauchentwicklung am betreffenden Gebäude feststellte. Als die Beamten am Ereignisort eintrafen waren die Kameraden der Feuerwehr Leipzig-West bereits am Löschen. Um an das Objekt heranzukommen, mussten die Kameraden allerdings einen Zaun aufflexen, um sich über einen Garagenkomplex der Wiprechtstraße Zugang zum Gelände zu verschaffen.

Um 14:50 Uhr war das Feuer gelöscht. Die ersten Ermittlungen ergaben, dass ein unbekannter Täter im ersten Obergeschoss des leerstehenden Fabrikgebäudes diverse Holzbretter und Unrat anzündete, welche lediglich starken Rauch entwickelten. Das Haus wurde durch das Feuer nicht beschädigt oder zerstört, da dieses rechtzeitig durch die Feuerwehr bekämpft wurde. Angaben zur Schadenshöhe liegen nicht vor.

Steuerentzug

Ort: Leipzig (Neustadt-Neuschönefeld), Bussestraße, Zeit: 19.08.2019, gegen 10:00 Uhr bis 29.08.2019, gegen 12:30 Uhr

Autodiebe schlugen rechtsseitig die hintere Dreiecksscheibe eines am Straßenrand geparkten schwarzen BMW 118d ein und stahlen im Anschluss das eingebaut Lenkrad, inklusive Airbag. Stehl- und Sachschaden haben die Höhe eines mittleren dreistelligen Geldbetrags.

Der E-Scooter gehört versichert!

Ort: Leipzig (Volkmarsdorf), Eisenbahnstraße/Idastraße, Zeit: 30.08.2019, gegen 02:30 Uhr

Am 6. Juni 2019 trat die Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung in Kraft. (Hier nachlesbar) Diese regelt die Nutzung und Inbetriebnahme von sogenannten E-Scootern – Elektro-Rollern. Neben Licht und Bremsen, die so ein Roller haben muss, wird ebenso unmissverständlich festgelegt, dass ein E-Scooter versichert sein muss. (Nachlesbar: §2 Abs. 1 Nr.2) Das bedeutet, dass das elektronische Gefährt eine Versicherungsplakette besitzen muss – ähnlich der für Mopeds.

In der letzten Nacht wurde allerdings ein Leipziger (37) auf der Eisenbahnstraße mit einem E-Scooter kontrolliert, der keine Versicherung besaß. Der 37-Jährige zeigte sich hochgradig uneinsichtig und meinte, er würde doch schon eine ganze Weile mit dem Roller fahren und es wäre nie etwas passiert. Nun wurde ihm im Zuge der Gefahrenabwehr der Roller entzogen und sichergestellt. Sobald der Scooter ordentlich versichert ist, kann er ihn im Revier wieder abholen. Bis dahin muss er sich jedoch mit einer Anzeigen wegen des Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz konfrontiert sehen.

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