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Polizeibericht 28. Mai: Räuberische Erpressung in Gohlis, Falscher Polizeibeamter, Verkehrsunfall

Am Mittwochabend klingelte bei einem 73-jährigen Mann das Telefon. Es meldete sich ein Unbekannter mit sächsischem Dialekt und gab sich als Polizeibeamter aus+++Als ein 34-Jähriger mit seiner Freundin (34) den Heimweg antrat, näherten sich plötzliche drei Unbekannte. Einer der Täter forderte unter dem Vorhalt eines Messers, die Herausgabe der Geldbörsen, Bargeld und Mobiltelefone.

Räuberische Erpressung in Gohlis – Zeugenaufruf

Ort: Leipzig (Gohlis-Süd), Magdeburger Straße/Schachtstraße, Zeit: 28.05.2020, gegen 00:30 Uhr

Als ein 34-Jähriger mit seiner Freundin (34) den Heimweg antrat, näherten sich plötzliche drei Unbekannte. Einer der Täter forderte unter dem Vorhalt eines Messers, die Herausgabe der Geldbörsen, Bargeld und Mobiltelefone. Die beiden Geschädigten kamen der Aufforderung nach und übergaben die verlangten Gegenstände.

Es entstand ein Stehlschaden im oberen dreistelligen Bereich. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen wegen des räuberischen Diebstahls aufgenommen. Die Täter waren dunkel bekleidet, schlank und trugen einen dunklen Mundschutz. Die Person mit dem Messer konnte wie folgt beschrieben werden:

1. Person

  • ca. Mitte/Ende 20
  • ausländischer Akzent
  • gebrochenes Deutsch
  • dunkle Augen
  • ca. 1,80 m bis 1,85 m
  • dunklere Hautfarbe
  • dunkle Strickjacke mit Kaputze

Es werden Zeugen gesucht, die Hinweise zu der Gruppierung geben können. Wurden die Personen in der Umgebung wahrgenommen? Zeugen, die Hinweise zum Sachverhalt geben können, werden gebeten, sich bei der Kripo, Dimitroffstraße 1 in 04107 Leipzig, Tel. (0341) 966 4 6666, zu melden.

Diebstahl aus Supermarkt – Zeugenaufruf

Ort: Groitzsch, Schusterstraße, Zeit: 26.05.2020, gegen 19:30 Uhr

Drei Männer befanden sich in der Filiale eines Lebensmitteldiscounters und hatten einen Einkaufswagen bei sich, in dem sich mehrere Artikel aus dem Supermarkt befanden. Anschließend verließen zwei der Männer den Discounter über den regulären Ausgang. Der Dritte verließ die Filiale durch den Eingang, der von den zwei anderen Männern von außen durch Aktivieren einer Lichtschranke geöffnet wurde.

Die drei Männer verließen den Ort schließlich mit einem Renault Mégane mit dem amtlichen polnischen Kennzeichen PKE58Y1. Was genau entwendet wurde und wie hoch der Stehlschaden ist, ist bisher nicht bekannt.

Eine Mitarbeiterin (39) des Discounters wurde durch Kunden des Supermarktes auf die drei Männer und den Sachverhalt aufmerksam gemacht. Die Kunden waren beim Eintreffen der Polizeibeamten jedoch nicht mehr vor Ort.

Die Polizei sucht nun insbesondere diese Kunden und weitere Zeugen, die Hinweise zum Sachverhalt oder zu den drei unbekannten Tatverdächtigen geben können. Diese werden gebeten, sich beim Polizeirevier Borna, Grimmaische Straße 1a in 04552 Borna, Tel. (03433) 244-0 zu melden.

Zigarettenautomat gesprengt

Ort: Trossin, Dahlenberger Straße, Zeit: 28.05.2020, gegen 02:25 Uhr

Heute Nacht vernahm ein Anwohner einen lauten Knall. Er schaute aus dem Fenster und bemerkte eine männliche Person, die gerade Gegenstände von der Straße aufhob. Dann lief der Mann zur Dommitzscher Allee und der Zeuge hörte, wie ein Pkw in Richtung Dommitzsch davonfuhr. Die flüchtige Person beschrieb er als 1,75 m bis 1,80 m großen Mann, mit sportlicher Figur, dunkel gekleidet und einer Kapuze über dem Kopf.

Polizeibeamte stellten am Tatort fest, dass der Unbekannte wahrscheinlich mittels Pyrotechnik einen Zigarettenautomaten gesprengt hatte, aus welchem er Bargeld und Tabakwaren in unbekannter Menge und Höhe entwendete. Aufgrund der Detonation wurde der Automat völlig zerstört. Die Höhe des Gesamtschadens ist noch unklar. Beamte der Kriminalpolizei ermitteln wegen des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion.

Falscher Polizeibeamter

Fall 1

Ort: Leipzig (Lützschena-Stahmeln), Stahmelner Straße, Zeit: 27.05.2020, gegen 18:00 Uhr

Am Mittwochabend klingelte bei einem 73-jährigen Mann das Telefon. Es meldete sich ein Unbekannter mit sächsischem Dialekt und gab sich als Polizeibeamter aus. Er erzählte dem Geschädigten eine ähnliche Geschichte, die in der Vergangenheit bereits mehrere falsche Polizisten ihren Opfern aufgetischt hatten: Es sollen rumänische Einbrecher festgenommen worden sein, bei denen ein Notizbuch aufgefunden wurde, in welchem neben vielen anderen Adressen sein Name und seine Anschrift standen. Es wurde gezielt nach Bargeld und Schmuck gefragt.

Doch der Geschädigte schenkte ihm keinen Glauben und legte auf. Er rief die Polizei. Die Beamten des Polizeireviers Leipzig-Nord ermitteln wegen des Betrugs.

Die Polizei weist in diesem Zusammenhang ausdrücklich darauf hin, dass Kriminal- oder Polizeibeamte sowie Mitarbeiter der Justiz am Telefon niemals nach Bankdaten, Kontoständen oder Wertgegenständen im Haushalt fragen, niemals Geld fordern und auch niemals aus Ermittlungsakten Vernehmungen oder Zeugenaussagen vorlesen oder Gesprächsmitschnitte vorspielen. Legen Sie sofort auf und rufen Sie den Notruf 110.

Fall 2

Ort: Leipzig (Marienbrunn), Arno-Nitzsche-Straße, Zeit: 27.05.2020, gegen 19:15 Uhr

Ebenfalls am Mittwochabend rief ein Unbekannter bei einer 91-jährigen Frau an. Er stellte sich als „Polizeibeamter Krüger“ vor. Jener hatte Fragen zu einem bereits begangenen Einbruch und sie solle auf ihre Wertsachen Acht geben. Als sie ihm sagte, dass sie Opfer eines Handtaschenraubes in der Nähe geworden war, verwickelte der Anrufer sie in ein umfangreiches Gespräch. Dann äußerte er, dass er einen Kollegen vorbeischicken würde, um ihr Bargeld zu prüfen.

Gegen 20:00 Uhr erschien eine männliche Person, sie ließ den Mann in ihre Wohnung. Er wies sich aus. Sie übergab ihm daraufhin eine niedrige vierstellige Summe. Er gab an, das Geld unten im Auto prüfen zu müssen. Dann verschwand er und kehrte nicht wieder. Die Geschädigte vertraute sich einem Nachbarn an, welcher die Polizei in Kenntnis setzte. Die Polizei hat die Ermittlungen wegen des Betrugs aufgenommen.

Die Polizei weist in diesem Zusammenhang ausdrücklich darauf hin, dass Kriminal- oder Polizeibeamte sowie Mitarbeiter der Justiz am Telefon niemals nach Bankdaten, Kontoständen oder Wertgegenständen im Haushalt fragen, niemals Geld fordern und auch niemals aus Ermittlungsakten Vernehmungen oder Zeugenaussagen vorlesen oder Gesprächsmitschnitte vorspielen. Legen Sie sofort auf und rufen Sie den Notruf 110. (bh)

Mit Betäubungsmitteln ertappt

Ort: Wurzen, Crostigall, Zeit: 28.05.2020, gegen 01:30 Uhr

In der Nacht zum Donnerstag wollten Polizisten in Wurzen einen jungen Mann auf einem Fahrrad kontrollieren. Der fuhr jedoch davon. Die Beamten folgten ihm und stellten den 22-Jährigen einige Meter weiter. Bei der Durchsuchung fanden sie in seinem Rucksack eine Tabakdose mit Betäubungsmitteln. Diese wurde sichergestellt. Gegen ihn wurde Anzeige wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz gefertigt.

Verkehrsunfall – Fahrradfahrer leicht verletzt

Ort: Leipzig (Zentrum-Süd), Karl-Liebknecht-Straße, Zeit: 27.05.2020, gegen 14:55 Uhr

Der Fahrer (37) eines VW Caddy und ein Fahrradfahrer (27) hatten die Absicht von der Riemannstraße nach links in die Karl-Liebknecht-Straße, in stadtauswärtiger Richtung, abzubiegen. Der VW-Fahrer musste dabei wegen Fußgängern abbremsen, welche die Straße bei Grün überquerten. Der Fahrradfahrer fuhr direkt hinter dem VW und bemerkte dessen Anhalten wahrscheinlich nicht rechtzeitig. Dadurch kam es zu einem Zusammenstoß bei dem der Fahrradfahrer leicht verletzt wurde. An dem Pkw, an dem unter anderem die Heckscheibe zu Bruch ging, entstand ein Sachschaden in Höhe von etwa 4.000 Euro.

Mittwoch, der 27. Mai 2020: Fast 2.000 Soloselbstständige in Leipzig haben Corona-Hilfe beantragt

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