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Spielbericht EXA IceFighters: Nichts für schwache Nerven

Das zweite Heimspiel der EXA IceFighters gegen die ESC Wohnbau Moskitos aus Essen endete mit exakt dem gleichen Ergebnis wie das Erste. Unsere Mannschaft konnte mit 5 – 4 nach regulärer Spielzeit den Sieg einfahren. Vor dem Spiel kündigte Coach Sven Gerike eine hart umkämpfte und knappe Partie an. Doch was die gut 1400 Zuschauer zu sehen bekamen war mehr. Es war einfach alles geboten, was diesen Sport so auszeichnet. Dabei konnten wir im Kader unserer Eiskämpfer einen neuen Mann begrüßen. Ryan Warttig zeigte, dass er eine echte Bereicherung für uns sein kann.

Die ersten Minuten der Begegnung gehörten mehr den Gästen. Aber sie kamen bei ihren Angriffsversuchen nicht entscheidend durch, weil die Defensive der Hausherren stabil und gut sortiert wirkte. Ein Mal hatten wir dabei Glück, dass die Linienrichter auf Abseits entschieden, als ein Spieler der Moskitos schon allein auf Eric Hoffmann zulief.

Die erste Strafe und die erste Überzahlmöglichkeit verstrichen folgenlos. Ab der Mitte des ersten Drittels kamen unsere Mannen besser ins Spiel und hatten erste Chancen. Doch vorerst kam kein Tor dabei heraus. Das änderte sich in der 16. Minute. Nach Vorarbeit von Antti Paavilainen und Neuzugang Ryan Warttig war es Michal Velecky, der den Zirkus zum ersten Mal laut werden ließ.

Allerdings waren die Fans und der Stadionsprecher noch damit beschäftigt das Tor zu zelebrieren, als die Moskitos eine Antwort fanden. Ganze 14 Sekunden nach der 1 – 0 Führung erzielten sie den Ausgleich. Das war bitter und unnötig. Mit diesem Zwischenstand ging es in die erste Pause.

Das zweite Drittel begann mit Chancen auf unserer Seite, die wir aber leider nicht nutzen konnten. Und dann wurde es ganz schwer. Erek Virch wollte seinen Check zu Ende fahren, erwischte Moskitos-Spieler Carsten Gosdeck aber voll am Knie. Gosdeck schlug dann auch noch am Torpfosten ein und blieb liegen. Der Routinier musste ins Elisabeth-Krankenhaus gebracht werden. Wir wünschen ihm auch an dieser Stelle gute Besserung.

Erek Virch verließ direkt mit einer 5 plus Spieldauerstrafe das Eis. Und dann wurde es hektisch. Beide Mannschaften spürten, dass jetzt eine ganz wichtige Phase kam. Das Unterzahlspiel war sehr stark. Es wurde gefightet und Schüsse wurden geblockt. 3 Minuten waren überstanden, dann jubelten die Essener. Doch der Hauptschiedsrichter entschied auf kein Tor.

Vehement protestierten die Gäste und erhielten dafür eine 2 Minuten-Strafe. Doch während diese Strafe angesagt wurde, revidierte der Unparteiische sein vorheriges Urteil und gab den Treffer der Moskitos. Die Strafe gegen Essen blieb trotzdem bestehen. Im Anschluss konnte erneut Michal Velecky im Nachschuss in der 30. Minute den Ausgleich erzielen. Danach gab es weitere Strafen für Essen und unsere IceFighters, sodass kein Rhythmus mehr entstehen konnte. In die zweite Pause ging es mit dem 2 – 2 Zwischenstand.

Das letzte Drittel sollte nicht weniger dramatisch werden. Erst erzielte Dimitri Komnik einen vermeintlichen Treffer, der nicht gegeben wurde. Dann nutzten die Gäste einen Aufbaufehler unserer Jungs eiskalt zum erneuten Führungstreffer in der 44. Minute. Die Antwort kam prompt. Leon Lilik traf Gästekeeper Cerveny und der Puck trudelte ins Tor.

Doch auch diesen Treffer gab der Unparteiische nicht. Der Zirkus kochte. Doch genau in dieser aufgeheizten Stimmung übernahmen die EXAs das Spiel komplett. Michal Velecky erzielte in der 49. Minute seinen dritten Treffer gegen seinen Ex – Verein. Eine Minute später gelang Florian Eichelkraut der 4 – 3 Führungstreffer. Der Zirkus bebte.

Gästecoach Frank Gentges nahm eine Auszeit. Das half aber nicht. Die Eiskämpfer blieben tonangebend und sorgten bei der nächsten Powerplaychance für die Entscheidung. Michal Velecky bediente Florian Eichelkraut perfekt am langen Pfosten. Der Kapitän hatte in der 55. Minute keine Mühe das 5 – 3 zu erzielen. Das späte 4. Tor der Gäste neun Sekunden vor Schluss war dann nur noch Ergebniskosmetik. Fans und Mannschaft feierten diesen insgesamt verdienten, aber hart erkämpften Sieg zu Recht.

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