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Kindernachtrennen zum Selberfahren sammelt dank 320 Teilnehmern 3.000 Euro für den guten Zweck

Besondere Zeiten erfordern besondere Ideen. Das dachten sich auch die Organisatoren des beliebten Kindernachtrennens des SC DHfK Leipzig und starteten in diesem Jahr Corona-bedingt eine Variante zum Selberfahren. 320 kleine und große Teilnehmer folgten dem Aufruf, strampelten auf ihrer eigenen Runde, sicherten sich damit ihre Heldenurkunde und taten mit ihrer Startgebühr gleichzeitig noch Gutes. Den Erlös von 3.000 Euro spendete der SC DHfK auch in diesem Jahr an zwei gemeinnützige Leipziger Einrichtungen.

„Auch, wenn wir mit 320 Teilnehmern zwar nicht die Zahlen aus den vergangenen Jahren knacken konnten, sind wir glücklich, dass wir trotzdem so viele Kinder zum Radfahren animieren konnten“, blickt Roland Hempel, Abteilungsleiter Radsport des SC DHfK Leipzig, auf das diesjährige Kindernachtrennen zum Selberfahren zurück. Aufgrund der COVID-19-Pandemie war ein Kindernachtrennen mit tausenden Zuschauern auf der Leipziger Radrennbahn nicht denk- und umsetzbar gewesen. Zufrieden geben wollten sich die Organisatoren des SC DHfK damit nicht.

Kurzerhand bastelten sie das beliebte Radsport-Ferienhighlight um und verlagerten es für alle Kinder auf ihre jeweilige Lieblingsrunde. „Wir wollten den Kindern und ihren Familien für die tollen Veranstaltungen der vergangenen Jahre etwas zurückgeben und hoffen natürlich, dass wir sie im nächsten Jahr wieder auf der Radrennbahn begrüßen können“, sagt Andreas Frank, Initiator des Kindernachtrennens, und fügt an: „Und wer weiß: Vielleicht haben ja auch ein paar Kinder Lust auf mehr bekommen und absolvieren ein Probetraining beim SC DHfK Leipzig.“

320 kleine und große Radler hatten sich in diesem Jahr online für ihre private Radrunde angemeldet und konnten nach Abholung ihres Starterbeutels mit Startnummer, limitierter Kindernachtrennen-Trinkflasche und vielen Sponsoren-Goodies auf zwei Rädern durchstarten. Das Ergebnis ihrer Strecke – die Länge lag zwischen 400 und 3.000 Metern – trugen sie anschließend online ein, um sich die verdiente Heldenurkunde ausdrucken zu können.

„Die gesamte Organisation war nur umsetzbar dank der tatkräftigen Unterstützung unserer ehrenamtlichen Helfer, die tagtäglich dafür sorgten, dass die Starterbeutel zu familienfreundlichen Zeiten im Verein abgeholt werden konnten“, sagte Roland Hempel, „Ein großer Dank gilt zudem unseren Sponsoren, die uns trotz der Krise die Treue gehalten und für einen gut gefüllten Starterbeutel mit tollen Überraschungen gesorgt haben.“

Stolz und dankbar sind die Organisatoren zudem, welche Summe für den guten Zweck auch in diesem Jahr zusammengekommen ist. Durch die Teilnehmergebühr und großzügige Sponsorenspenden wurde eine Gesamtsumme von 3.000 Euro erreicht. Davon gehen 2.000 Euro an Straßenkinder e.V. und 1.000 Euro an Zukunft für Kinder e.V. Beide gemeinnützige Vereine bekamen die Spendenschecks persönlich überreicht.

Gabi Edler von Straßenkinder e.V., die in Leipzig vielerorts nur als Tante E. bekannt ist, kam aus dem Schwärmen nicht mehr heraus und gab bei der Übergabe viele Einblicke in ihre tägliche Arbeit. Auch Heidi Lehmann, Beisitzerin im Zukunft für Kinder e.V., freute sich über die Summe: „Das ist für uns enorm viel Geld und jeder Euro hilft unserer Heimförderung.“

Der Termin für das Kindernachtrennen im kommenden Jahr steht übrigens auch schon. Am 3. September 2021 wird die Leipziger Radrennbahn hoffentlich wieder mit hunderten (Lauf-)Rädern und strahlenden Kinderaugen zum Leben erweckt.

Über Zukunft für Kinder e.V.:

Zukunft für Kinder e.V. verfolgt bei der Förderung einen Zwei-Säulen-Ansatz: Er fördert sowohl Kinder und Jugendliche, die in Leipziger Einrichtungen leben („Heimförderung“) als auch Jugendliche, die diese Einrichtung mit Eintritt der Volljährigkeit verlassen müssen („Verselbstständigung“). Das Verselbstständigungsprojekt ist im Oktober 2012 gestartet.

Mehr Infos unter: http://www.zukunft-fuer-kinder-leipzig.de/

Über Straßenkinder e.V.:

Auf eine private Initiative engagierter Bürger und Unternehmen hin wurde der Verein im Jahre 2003 gegründet, um Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die in Obdachlosigkeit leben bzw. von Obdachlosigkeit bedroht sind, zu unterstützen.

Mehr Infos unter: https://strassenkinder-leipzig.de 

Die neue „Leipziger Zeitung“ Nr. 83: Zwischen Ich und Wir

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