Der SC DHfK Leipzig hat gestern im Rahmen seiner Sportlerehrung im Mediencampus „Villa Ida“ die besten (Nachwuchs)-Sportlerinnen, Sportler, Mannschaften und Trainer des Jahres 2025 gekürt. Über die Auszeichnungen freuen durften sich Kanutin Ivana Schuck, Handballer Anton Voß, die Finswimmer Nadja Barthel und Max Poschart, die Finswimming-Männerstaffel sowie Trainer Lutz Riemann. Vor 150 Gästen im Saal und 600 Zuschauern im Livestream gab es viele weitere Auszeichnungen, emotionale Videobeiträge und berührende Musik- und Akrobatikauftritte.

Leipzig. Der SC DHfK Leipzig hat seine Sportlerinnen und Sportler des Jahres 2025 gekürt! Über 150 Gäste aus Sport, Wirtschaft und Politik blickten gestern gemeinsam im Mediencampus „Villa Ida“ auf das Sportjahr 2025 zurück und verfolgten gespannt die Ehrungen der erfolgreichsten Athletinnen und Athleten, Trainerinnen und Trainer sowie Mannschaften des Vereins. Zuvor hatten die 21 Abteilungen die Möglichkeit erhalten, ihre erfolgreichsten Sportlerinnen und Sportler des Jahres 2025 zu nominieren. In einer vereinsinternen Wahl wurden anschließend die Siegerinnen und Sieger ermittelt.

„Wir sind sehr stolz auf die Leistungen von euch, unseren Sportlerinnen und Sportlern – seien es die sechs Medaillen unserer Finswimmer bei den World Games oder die vielen internationalen und nationalen Erfolge im Nachwuchs und bei den Erwachsenen in all unseren Abteilungen“, sagte SC DHfK-Präsident Bernd Merbitz in seiner Begrüßung und dankte zudem allen Unterstützern, Sponsoren und Ehrenamtlichen für ihr Engagement.

Sportler des Jahres: Max Poschart siegt vor Martin Schulz

Bei der Wahl zum Sportler des Jahres setzte sich erstmals Finswimmer Max Poschart vor Paratriathlet Martin Schulz und Bob-Anschieber Felix Straub durch.

Poschart hatte 2025 mit drei Gold- und einer Silbermedaille bei den World Games gekrönt, dem höchsten Wettbewerb für nicht-olympische Sportarten. Zudem wurde er fünffacher Europameister und stellte über die 50 Meter Finswimming einen Weltrekord auf. Dabei hatte seine Teilnahme an den World Games nach einer Knie-OP zwischenzeitlich auf der Kippe gestanden. Dank der Unterstützung des renommierten Leipziger Physiotherapeuten Alexander Sekora schaffte der 31-Jährige das kaum für möglich Gehaltene und setzte seiner Karriere ein großartiges Ende.

Alexander Sekora war es auch, der Poschart in einer Videobotschaft überraschte und ihm gemeinsam mit Max’ Ehefrau Elena und Sohn Till den Sieg verkündete. Poschart zeigte sich tief dankbar: „Nach den schwierigen Voraussetzungen bin ich umso glücklicher und dankbarer, dass wir das am Ende noch einmal drehen konnten und auch als Männerstaffel um Justus und Niklas so gut abgeschnitten haben. Ich denke, das gibt den Sportlern noch einmal einen Push für die nächsten vier Jahre.“ 2029 werden die World Games dann in Deutschland (Karlsruhe) stattfinden.

Sportlerin des Jahres: Nadja Barthel

Bei der Wahl zur Sportlerin des Jahres gewann mit Nadja Barthel ebenfalls eine Flossenschwimmerin – hauchdünn mit zwei Punkten Vorsprung vor Kanumarathon-Europameisterin Annette Wehrmann. Platz drei belegte Radsportlerin Romy Kasper, die unter anderem bei der Gravel-EM Sechste und bei der Gravel-WM Zehnte wurde.

Nadja Barthel gelangen bei der Europameisterschaft drei Medaillen, darunter die erste Goldmedaille für eine deutsche Finswimming-Frauenstaffel. „Ich habe die letzten zehn, fünfzehn Meter nur noch geschrien und vor Aufregung aufs Wasser gehauen“, blickte die 21-Jährige auf den emotionalen Moment zurück. „Es war etwas ganz Besonderes, das erste Mal ganz oben auf dem Podium zu stehen.“ Nach den EM-Erfolgen erzielte Nadja Barthel zudem zwei achte Plätze mit den Frauenstaffeln bei den World Games. Als ihre Eltern und ihre Schwester ihr die Siegesbotschaft übermittelten, zeigte sich die Flossenschwimmerin sichtlich gerührt.

Nachwuchssportlerin des Jahres: Ivana Schuck

In der Kategorie Nachwuchssportlerin des Jahres gewann Kanutin und Vize-Juniorenweltmeisterin Ivana Schuck. Die 18-Jährige erhielt die Siegesbotschaft durch ihren Athletiktrainer Peter Pausch und ihre Familie. „Jeder Erfolg hat seine Wurzeln. Ein Teil deines Wurzelwerks hat sich heute hier versammelt, um dir zu gratulieren“, sagte ihre Mutter Anett Schuck – Trainerin und zweifache Kanu-Olympiasiegerin – in einer Videobotschaft, die sie gemeinsam mit ihren Eltern – ebenfalls ehemalige Kanuten – sendete.

Ivana ist bereits die vierte Generation der Wassersportler der erfolgreichen Familie Schuck. Die Kajakfahrerin hatte sich mit dem deutschen Vierer-Kajak in einem hochspannenden Rennen mit vier Hundertstel Vorsprung Junioren-WM-Silber gesichert.

Platz zwei bei der Sportlerehrung belegte Finswimmerin Kyra Säbisch, Dritte wurde Wasserspringerin Jule Eisenberg.

Nachwuchssportler des Jahres: Anton Voß

Bei den Nachwuchssportlern setzte sich U19-Handball-Weltmeister Anton Voß durch. Der 18-Jährige gewann vor den beiden punktgleichen Kjell Arved Brandt (Junioren-Europameister Triathlon) und Radsportler Bruno Keßler (zweifacher U23-Vize-Europameister Bahn). Dritter wurde Wasserspringer Louis Förster.

Zahlreiche Wegbegleiter – von der ersten Trainerin über Freunde und Familie bis hin zu Teamkollegen – überraschten Anton Voß mit der Videobotschaft, in dem sie ihm den Sieg verkündeten. Während SC DHfK-Handballer Franz Semper kurz darauf mit dem deutschen Nationalteam EM-Silber holte, sagte Voß nach seinen Zielen gefragt: „Natürlich ist mein Ziel, ganz nach oben in die A-Nationalmannschaft und in die Bundesliga zu kommen.“

Finswimming-Herrenstaffel wird Mannschaft des Jahres

Den Titel Mannschaft des Jahres gewann die Finswimming-Männerstaffel um Niklas Loßner, Justus Mörstedt und Max Poschart. Gemeinsam mit dem Erfurter Marek Leipold hatte das Quartett zwei Siege bei den World Games und der EM geholt und darüber hinaus zweimal einen neuen Weltrekord aufgestellt. Für ihre errungenen World-Games-Medaillen wurden die Drei anschließend in den „Club der Legenden“ des SC DHfK Leipzig aufgenommen. Der zur 70-Jahrfeier des Vereins gegründete Club, dem bislang alle olympischen und paralympischen Medaillengewinner angehören, wurde damit erstmals um World-Games-Medaillengewinner erweitert.

Über Platz zwei bei der Mannschaft des Jahres freuten sich die Floorball-Männer, die den Aufstieg in die 1. Floorball-Bundesliga geschafft hatten und dort zum Ende der Hinrunde sogar Tabellenführer waren. Auch aktuell liegen sie auf Playoff-Kurs. Platz drei ging an die U20-Leichtathletik-Sprintstaffel mit Jasmin Rothe, Lilly Heilmann, Mia Besser und Charlotte Wasser.

Sieg für Finswimming-Trainer Lutz Riemann

In der Kategorie Trainer/in des Jahres siegte Lutz Riemann aus der Abteilung Finswimming. Seine Trainingsgruppe hatte ein kreatives Video als Dank zusammengestellt. Riemann erhielt die Auszeichnung nach dem erfolgreichsten Jahr der Finswimming-Geschichte im SC DHfK: 3x Gold und 3x Silber bei den World Games sowie u.a. neun Europameistertitel holten seine Sportlerinnen und Sportler, schwammen dazu noch mehrere Welt- und Europarekorde.

Riemann zeigte sich dankbar über die Auszeichnung und sagte: „Wir leben in einem Verein, der den nicht-olympischen Sport sehr pflegt und hochachtet. Und wir leben in einer Stadt und in einem Bundesland, die den nicht-olympischen Sport ebenfalls sehr hochhalten. Das ist nicht so gewöhnlich in Deutschland. Die nicht-olympischen Sportarten tauchen immer wieder an zweiter, dritter, vierter Stelle auf und sind meiner Ansicht nach genauso wertvoll wie olympische Sportarten.“

Die Plätze 2 und 3 gingen an Ruben Seilnacht (Floorball) und Anett Schuck (Kanurennsport).

Juniorteam-Ehrung für den Nachwuchs

Neben den sechs Ehrungskategorien wurden erneut auch 22 junge Nachwuchsportlerinnen und -sportler des Vereins ins „SC DHfK Juniorteam 2026“ von Premiumsponsor Sparkasse Leipzig berufen und dürfen sich u.a. über ein Gutscheinheft mit vielen Angeboten freuen.

„Mit der Berufung ins Juniorteam möchten wir eine besondere Anerkennung und einen Dank an die jungen Athletinnen und Athleten aussprechen, die mit hervorragenden Leistungen im vergangenen Jahr auf sich aufmerksam gemacht haben. Gleichzeitig ist es auch eine Wertschätzung für die Arbeit, die in ihrem Umfeld geleistet wird und eine Motivation für ihren weiteren Weg“, sagte Joachim Erdmann, Vizepräsident Leistungssport.

„Joker im Ehrenamt“ für Sabine Hahn

Neben den sportlichen Ehrungen gab es eine weitere besondere Auszeichnung. Sabine Hahn erhielt für ihr jahreslanges und außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement für den SC DHfK Leipzig sowie den Sport im Allgemeinen den „Joker im Ehrenamt“ des Freistaates Sachsen. Die Ehrung sollte eigentlich im vergangenen Jahr in Dresden stattfinden. Da Sabine Hahn damals als Kampfrichterin im Einsatz und dadurch verhindert war, wurde die Auszeichnung jetzt feierlich im Rahmen der SC DHfK-Sportlerehrung nachgeholt.

Höhepunkte waren erneut auch die Kulturbeiträge. Leichtathletin Charlotte Riedel, die vor zwei Jahren selbst mit der Staffel nominiert war, begeisterte in diesem Jahr mit einem Adele-Song am Klavier. Für herzerwärmende Momente sorgten zudem die Auftritte der jungen Showakrobatik-Gruppe des SC DHfK Kindersportzentrums.

Ein großer Dank geht an die Sponsoren und vielen Unterstützer, die diese Sportlerehrung erst möglich gemacht haben, das Opitz Catering sowie an Dr. Dietmar Czekay, Vizepräsident Breitensport des SC DHfK Leipzig, der kurzfristig als Moderator eingesprungen war.

Die Sportler/innen des Jahres 2025 des SC DHfK Leipzig im Überblick

Nachwuchssportlerin des Jahres 2025:

1. Platz: Ivana Schuck (Kanurennsport)

2. Platz: Kyra Säbisch (Finswimming)

3. Platz: Jule Eisenberg (Wasserspringen)

Nominiert waren außerdem:

Jana Leonie Gerber (Faustball), Maiia Horenok, Hannah Troppschuh (beide Finswimming), Tilda Kuhn (Floorball), Mia Besser, Sherin Kimuanga, Lilly Steingaß (alle Leichtathletikzentrum), Aenna Höfer, Mia Laux (beide Rudern), Verena Milbrecht (Speedskating), Amelie Förster, Charlotte Lederer (beide Wasserspringen)

Nachwuchssportler des Jahres 2025:

1. Platz: Anton Voß (Handball)

2. Platz:  Bruno Keßler (Radsport) & Kjell Arved Brandt (Triathlon)

3. Platz: Louis Förster (Wasserspringen)

Nominiert waren außerdem:

Mato Schiefer (Faustball), Alex Michael Berger, Ben-Joseph Schoodt (beide Finswimming), Jonas Feichtinger (Floorball), Albert Sandeck (Handball), David Nedotopa (Kanurennsport), Jakob Rödel, Luis Krenzlin (beide Leichtathletikzentrum), Jakob Knapp (Rudern), Johannes Schmidt (Speedskating)

Sportlerin des Jahres 2025:

1. Platz: Nadja Barthel (Finswimming)

2. Platz: Annette Wehrmann (Kanu)

3. Platz:  Romy Kasper (Radsport)

Nominiert war außerdem:

Emily Hempler (Finswimming)

Sportler des Jahres 2025:

1. Platz: Max Poschart (Finswimming)

2. Platz: Martin Schulz (Para Triathlon)

3. Platz: Felix Straub (Leichtathletikzentrum/ Bobsport)

Nominiert waren außerdem:

Niklas Loßner, Justus Mörstedt (beide Finswimming), David Bauschke (Kanurennsport), Oliver Kreisel (Leichtathletikzentrum), Felix Groß (Radsport), Carsten Zeuke (Rollstuhl- und Behindertensport), Rico Bogen (Triathlon)

Trainer/in des Jahres 2025:

1. Platz: Lutz Riemann (Finswimming)

2. Platz: Ruben Seilnacht (Floorball)

3. Platz: Anett Schuck (Kanu)

Nominiert waren außerdem:

Niklas Cervinka (Leichtathletikzentrum), Patrick Täubrecht (Speedskating), Marc Model (Schwimmen)

Mannschaft des Jahres 2025:

1. Platz:  Herrenstaffel – Finswimming (Max Poschart, Justus Mörstedt, Niklas Loßner)

2. Platz:  1. Herrenmannschaft Floorball

3. Platz : Sprintstaffel U20 weiblich – Leichtathletik (Jamin Rothe, Lilly Heilmann, Mia Besser, Charlotte Wasser)

Nominiert waren außerdem:

U14-Faustballer, U17-Floorballer, A-Jugend Handball, Schüler K4 männlich, Kajak-Zweier weiblich, Mehrkampf-Team weibl. U16 – Leichtathletik, Sprintstaffel männl. U16 – Leichtathletik, Staffel-Speedskating, U14-Wasserballer

Ablauf der Wahl: Die SC DHfK-Sportlerinnen und -Sportler des Jahres 2025 wurden durch eine vereinsinterne Wahl ermittelt. Alle 21 Vereinsabteilungen konnten auf Grundlage festgelegter Nominierungskriterien Sportler/innen in jeder Kategorie nominieren. Anschließend fand eine geheime Wahl/Punktevergabe aller 21 Abteilungen, der Vorstandsmitglieder sowie dem Förderkreis des SC DHfK statt.

Bei der Wahl der Trainer/in des Jahres hatten die Vereinsabteilungen die Möglichkeit, Trainerpersönlichkeiten zu nominieren, die sich im Sportjahr 2025 durch besondere Leistungen oder herausragendes Engagement verdient gemacht haben. Die Entscheidung zur Auszeichnung wurde durch eine unabhängige vereinsinterne Kommission getroffen.

Ins „SC DHfK Juniorteam 2026“ wurden berufen:

Mattis Basmer, Adam Al Abaeje (beide Faustball), Hannah Troppschuh, Kyra Säbisch (beide Finswimming), Mathis Benndorf, Yoram Wolbold, Melvin Pulow (alle Floorball), Albert Sandeck, Marco Schmuck (beide Handball), Johanna Lahrsow, Lia Marder, Jonas Prehl, Kay Kraus (alle Kanurennsport), Mia Besser (Leichtathletikzentrum), Oskar Doberschütz, Carlo Brendel (beide Radsport), Mia Laux (Rudern), Mercédesz Lißner (Schwimmen), Paul Juknat (Skisport), Verena Milbrecht (Speedskating), Niklas Kapust, Arthur Fleck (beide Wasserspringen)

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