Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft die Beschäftigten des CineStar Leipzig und Magdeburg am heutigen Donnerstag (19.03.2026) im Rahmen der bundesweiten Tarifverhandlung erneut zu einem Warnstreik auf. Die Beschäftigten beider Standorte führen damit den zweiten Warnstreik in der Tarifrunde durch.
„Nach nunmehr 2 Verhandlungsrunden hat CineStar gerade einmal ein Angebot in Höhe von fünf Cent über dem gesetzlichen Mindestlohn als Einstiegsgehalt vorgelegt. Der Arbeitgeber sagt, Kino sei ein Niedriglohnsektor und wer mehr wolle, könne ja woanders arbeiten. Das lassen sich die Beschäftigten nicht bieten und setzen mit dem Warnstreik, der gleichzeitig an beiden Standorten stattfindet, ein deutliches Zeichen dagegen.“ sagt Lucas Munzke, stellvertretender Landesbezirksfachbereichsleiter A im ver.di Landesbezirk Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.
Der Warnstreik wird voraussichtlich Auswirkungen für eine erhebliche Anzahl von Kinobesucherinnen und Kinobesuchern haben und bis zum 20.03.2026 um 03:00 Uhr andauern. Für die Beschäftigten am Magdeburger Standort ist dies bereits der zweite Warnstreik in dieser Woche.
„Die Geschäftsführung hat durch ihre Investitionen in IMAX-Säle und aufwendige Umbaumaßnahmen gezeigt, dass das Kinogeschäft weiterhin lukrativ und vor allem Geld vorhanden ist. Den Angestellten, die ihre Einnahmen erwirtschaften und dadurch diese Investitionen erst ermöglichen, nun mit einem Tarifangebot in Höhe von 5 Cent über dem Mindestlohn abzuspeisen, ist eine bodenlose Frechheit, die wir uns nicht länger gefallen lassen!“ so die Beschäftigten des Leipziger CineStar.
Die Beschäftigten von CineStar fordern:
- Die Tarifgehälter der Beschäftigten des CineStar Kinos werden in der Eingangsstufe um 3 auf 16,00 Euro angehoben
- Für Beschäftigte, die länger als 10 Jahre beschäftigt sind, werden die Tarifgehälter um 3,50 Euro angehoben
- Für Beschäftigte, die länger als 25 Jahre beschäftigt sind, werden die Tarifgehälter um 4,50 Euro angehoben
- Die prozentualen Abstände der übrigen Stufen werden beibehalten.
- Die Jahressonderleistung wird auf 880,00 Euro erhöht
- Die Laufzeit beträgt 12 Monate






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