Sachsens Kunstministerium unterstützt die Bewerbung der Stadt Leipzig mit dem Vorhaben "Leipzigs Musikerbe-Stätten (Leipzig's Musical Heritage Sites)" um das Europäische Kulturerbe-Siegel. Das bekräftigte Kunstministerin Dr. Eva-Maria Stange heute bei der Ausstellung "Leipziger Notenspur - Musik bewegt die Stadt", die mit einer Midissage offiziell im Sächsischen Landtag präsentiert wird. Landtagspräsident Dr. Matthias Rößler lud dazu in das Bürgerfoyer des Sächsischen Landtags ein.

Der Leipziger Antrag wurde vom Kunstministerium begutachtet und an die Kultusministerkonferenz weitergeleitet. Dort wird ein unabhängiges Expertengremium aus allen deutschen Vorschlägen zwei auswählen und der EU-Kommission übermitteln. In deren Auftrag kürt eine europäische Jury dann die Stätten, die sich mit dem Europäischen Kulturerbe-Siegel schmücken dürfen.

Ministerin Stange erklärte in ihrem Grußwort: “Dem Leipziger Bürgersinn ist es zu danken, dass mit diesem Kulturprojekt eine Spur lebendiger Erinnerung zu den Stätten europäischer Musikgeschichte gelegt wird, die den Leipzigerinnen und Leipzigern sowie den Menschen von außen die Musikstadt nahe bringt. Ich unterstütze nachdrücklich die Notenspur-Bewerbung für das Europäische Kulturerbesiegel.” Sie wünscht den Leipziger Musikerbe-Stätten viel Erfolg bei der Bewerbung um das Europäische Kulturerbe-Siegel. Es sei richtig, dass die Stadt mit ihrer Bewerbung der Empfehlung der Fachleute gefolgt sei. “Leipzig ist als Geburts-, Arbeits- und Lebensort vieler berühmter Komponisten, als Heimat wichtiger Orchester, Chöre und Musikverlage ein bedeutender Teil der deutschen und europäischen Kunstgeschichte im allgemeinen sowie der Musikgeschichte im speziellen”, begründet Ministerin Stange

Unter dem Titel “Leipzigs Musikerbe-Stätten” sind herausragende Institutionen der Leipziger Musikgeschichte und -gegenwart zusammengefasst, wie Thomaskirche, Nikolaikirche, Alte Nikolaischule, Bach-Archiv, Hochschule für Musik- und Theater “Felix Mendelssohn Bartholdy”, Mendelssohn-Haus, Schumann-Haus, Verlagshaus C. F. Peters mit Grieg-Begegnungsstätte sowie Gewandhaus. Mit diesen Orten verbinden sich die Namen international ausstrahlender Musikerpersönlichkeiten: Johann Sebastian Bach, Felix Mendelssohn Bartholdy, Robert Schumann, Edvard Grieg, Leoš Janá?ek, Richard Wagner und Gustav Mahler. Um eine öffentliche Wahrnehmung des Leipziger Musiklebens im städtischen Raum engagiert sich seit vielen Jahren die “Leipziger Notenspur”, die einen wichtigen Vermittlungsaspekt innerhalb der Bewerbung übernimmt.

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