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Sächsische Initiative „Literatur statt Brandsätze“ möchte mit ehrenamtlichen Lesungen zu einer besseren Willkommenskultur beitragen

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    Ein Dorf in Sachsen im Februar 2016. Menschen, die nach schlimmen Erlebnissen endlich Ruhe brauchen, können den Bus nicht verlassen, weil draußen Männer stehen und pöbeln. Ein Albtraum für Anna Kaleri. „Wir müssen irgendwas tun“, rief die in Leipzig lebende Autorin ins soziale Netzwerk und zurück kam breite Zustimmung. Binnen weniger Tage stand das Konzept, fanden sich der Titel „Literatur statt Brandsätze“ und erste Unterstützer.

    Bis Mitte April haben sich 60 AutorInnen aus Sachsen und mit Sachsenbezug dem Aufruf angeschlossen und bieten honorarfreie Lesungen. „Wir wollen damit ein Zeichen setzen“, sagt die Initiatorin, „nach außen, dass Gewalt keine duldbare Ausdrucksform ist und nach innen, dass der Faden des Dialogs nie abreißen darf.“ Das Angebot richte sich vor allem an sogenannte strukturschwache Regionen. Die Autoren wollen damit die konstruktiven Kräfte, die es in jedem Ort gibt, unterstützen und über literarisch verarbeitete Themen im Austausch mit dem Publikum stehen.

    Bis zum Oktober dieses Jahres wird es vielfältige Lesungen geben, die Spannbreite reicht von Lyrik über Belletristik, historischen Roman, Unterhaltung bis zum Sachbuch. Bisher gab es fünf Lesungen in Kooperation mit dem Netzwerk für demokratische Kultur Wurzen, dem Flexiblen Jugendmanagement Bad Lausick und dem Literaturfest Meißen. Weitere Lesungen sind terminisiert für Schulen, Bibliotheken, Vereine, auch Kirchgemeinden und Kitas haben ihr Interesse angemeldet. Jeder, der in seinem Ort eine Lesung organisieren möchte, kann das Leseangebot über die Webseite www.literatur-statt-brandsaetze.de anfordern.

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