18.2°СLeipzig

Tag: 21. Juni 2016

- Anzeige -
Andreas K. ist vorm Landgericht wegen Kindesmissbrauchs angeklagt. Foto: Alexander Böhm

Gutachten angeordnet: Haben Kinder in Missbrauchsprozess gelogen?

Andreas K. (44) soll von September 2015 bis Januar 2016 in Leipzig-Lindenau wiederholt den Kontakt zu zwei Jungen (10, 11) gesucht haben. Beließ es der Sex-Täter zunächst beim Massieren ihrer Füße, so soll er laut Anklage später auch mit beiden Kindern den Oralverkehr vollzogen haben. Beide Opfer belasteten den Leipziger im Prozess schwer. Nun soll ein Gutachter die Glaubwürdigkeit der Geschädigten überprüfen.

Amtsgericht Leipzig. Foto: Martin Schöler

Wegen Fotoausrüstung: Betrunkener soll Passant am Hauptbahnhof gewürgt haben

Nach außen wirkte Christian K. entspannt. Lässig blickte er sich im Gerichtssaal um, wechselte nur kurz ein paar leise Worte mit seinem Anwalt Matthias Luderer. Die Staatsanwaltschaft warf dem Selbständigen vor, den ihm völlig unbekannten Frank K. am frühen Abend des 22. November 2015 in der Westhalle des Leipziger Hauptbahnhofs mit drei Tritten attackiert, an die Wand gestoßen und mehrere Sekunden lang gewürgt zu haben. Der Bauhelfer fühlte sich durch die Fotoausrüstung seines Opfers provoziert.

Auch in Leipzig müssen die Polizisten immer wieder für Demonstrationseinsätze anrücken. Foto: L-IZ.de

Anzeigen gegen sächsische Polizeibedienstete führen sehr selten zu einer Anklage

Natürlich geht man davon aus, dass Polizisten sich an Recht und Ordnung halten. Aber Polizisten sind auch nur Menschen. Und es gibt genug Geschichten aus Sachsen, in denen sich einige Polizisten durchaus als parteiisch erwiesen oder die Grenzen des Gesetzes überschritten. Was gerade im Eifer des Gefechtes während hektischer Demonstrationseinsätze passiert. Valentin Lippmann hat mal nachgefragt. Mit erstaunlichem Ergebnis.

Die einstige Streuobstwiese neben den Gleisen der Straßenbahn. Foto: Ralf Julke

Drei Stadträte beantragen Neuanpflanzung für zerstörte Streuobstwiese in Meusdorf

Wahrscheinlich kann man auch das, was im Oktober 2015 auf den Flurgrundstücken 164i und 164c in Probstheida passiert ist, unter den Folgen des sächsischen „Baum-ab-Gesetzes“ verbuchen, ein Gesetz, das CDU und FDP 2010 verabschiedeten - wie so oft mit dem Versprechen von „weniger Bürokratie“ und „Verfahrensvereinfachung“. So etwas zieht immer. Aber tatsächlich hat das Gesetz nur mehr Unklarheiten und Streitfälle produziert.

Großbritannien - „We like it.“ Foto: L-IZ.de

Einfach mal eine Liebeserklärung an die Briten im Allgemeinen und im Speziellen

Am Donnerstag, 23. Juni, stimmen die Briten über ihren Verbleib in der Europäischen Union ab. Sollten sie für den Brexit stimmen, wird das ziemlich heftige Folgen für die Wirtschaft haben - die britische zuallererst. Dabei werden die Briten ja eigentlich geliebt. Auch von uns. Gerade weil sie ihre Marotten so gern pflegen.

Beschäftigungsentwicklung in Sachsen seit 2010. Grafik: Freistaat Sachsen, Landesamt für Statistik

Sachsens Erwerbstätigenzahl wuchs im ersten Quartal 2016 wieder deutlich

Der Mindestlohn hat gewirkt. Und wie. Und sogar richtig. Denn genau das steckte ja hinter dem nur scheinbar sonderbaren Effekt des Jahres 2015, als ausgerechnet in Ostdeutschland im Allgemeinen und in Sachsen im Speziellen die Erwerbstätigenzahl deutlich zurückging. Ein Effekt, den es in Sachsen seit dem Frühjahr 2010 nicht mehr gegeben hatte. Nun steigt sie wieder. Auch das war zu erwarten.

Der Mibrag-Tagebau in Deutzen. Foto: Matthias Weidemann

Grüne fordern dringend einen Stresstest für die in Sachsen tätigen Kohlekonzerne

In Sachen Braunkohle sind die Regierungen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg wie Schlafwandler. Sie kämpfen für den Weiterbetrieb von Tagebauen und Kraftwerken noch auf Jahrzehnte, verlassen sich dabei darauf, dass die Kohlekonzerne schon genug Rücklagen gebildet haben, um die Bergbaufolgen zu beseitigen. Dabei ist gar nichts gesichert und Milliarden-Kosten könnten auf die drei Bundesländer zurollen.

Herr L.s Lieblingsfisch - heute ein wenig sorgengeplagt. Grafik: L-IZ

Diesmal steht L. ohne Unschuldsmiene, aber mit Tulpen im Flur

LeserclubAber wie hat es Herr L. geschafft, den Abend mit Oleg Blochin verbringen zu dürfen nach dieser ausgemachten Sauerei im Flur? Wie ist er um den fälligen Stubenarrest herumgekommen? Um die hochnotpeinliche Befragung hat er sich nicht drücken können. Das war klar. Immerhin hatte seine Allerschönste und Tröstende ja extra seinen Lieblingsfisch gekauft. Nie hatte sich ein Mensch sorgender um ihn bemüht, als seine Einzige.

Scroll Up