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Auerbachs Keller Leipzig: Verlorenes Gästebuch ist zurückgekehrt

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    Glückliche Gesichter in Auerbachs Keller und bei dessen Eigentümer, der Mädler KG: Ein verlorenen geglaubtes historisches Gästebuch hat durch ungewöhnliche Umstände seinen Weg zurück in das Traditionsgasthaus gefunden. Mehr als zwei Jahrzehnte galt der Band, der die Jahre 1859 bis 1866 umfasst, als verschollen. Mit dem Wiederauftauchen hat sich eine wichtige Lücke geschlossen. Bis auf einen Band (1871 bis 1875), sind nun alle Gästebücher wieder dort, wo sie hingehören. Kellerpächter Bernhard Rothenberger und Haushistoriker Bernd Weinkauf präsentierten den Fund jetzt der Öffentlichkeit.

    Die Geschichte des Verschwindens und Wiederauftauchens ist spannend wie ein Krimi und führt von Leipzig bis ins Rheinland. In Frechen bei Köln betrieb Herr F., der seinen vollen Namen nicht nennen möchte, eine Druckerei. Anfang der 1990er Jahre kam ein Mann zu ihm und stellte sich als Einkaufsleiter eines Kölner Hotels vor. Mit dabei hatte er ein historisches Gästebuch. Er erklärte Herrn F., dass das Buch aus Auerbachs Keller Leipzig stamme, wo er zuvor als Geschäftsführer tätig gewesen sei. Sein Auftrag an den Drucker: Nach diesem Vorbild sollte er ein neues Gästebuch für das Kölner Hotel herstellen. Doch der Auftraggeber kam nie wieder.

    Das ihm anvertraute Muster bewahrte der Drucker jahrzehntelang in seiner Werkstatt auf. Wahrscheinlich geriet es zwischenzeitlich sogar in Vergessenheit. Vor ein paar Wochen dann erzählte ein Nachbar von Herrn F., dass er nach Leipzig fahren und in Auerbachs Keller eine Fasskellerzeremonie besuchen wollte. Diese Geschichte nahm Herr F. zum Anlass, seinem Nachbarn das historische Gästebuch zu überlassen. Er bat ihn, es bei seinem Besuch in Auerbachs Keller abzugeben.

    Und so kam es, dass der Gast aus dem Rheinland bei seinem Besuch ein Paket abgab und fragte, ob dessen Inhalt denn wohl echt sei und ob man es gebrauchen könnte? Mit fachkundigem Blick stellte Haushistoriker Bernd Weinkauf schnell die Echtheit des in Kalbspergament gebundenen Buchbandes im stabilen Leinenschuber fest. „Der Zustand ist sehr gut“, sagt Weinkauf. „Das Buch wurde über die Jahre sehr sorgfältig aufbewahrt.“

    Ein erster Blick offenbarte bereits interessante Gäste, die sich in dem Band verewigt haben. Darunter der bekannte norwegische Pianist und Komponist Edvard Grieg. Bernd Weinkauf freut sich schon auf das intensive Studium des Bandes. Schließlich hat er erst vor einem Jahr nach mehrjähriger Forschung sein Buch „Gäste in Auerbachs Keller 1851-1912“ veröffentlicht. Einige Kapitel der Gäste-Geschichte können nun sicherlich ergänzt werden.

    www.auerbachs-keller-leipzig.de

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