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„Führende Nullen“ gewinnen HHL-MPI-Leibniz-Mathe-Olympiade 2017

Große Freude bei den Schülern Karl Hellig, Margarete Ketelsen, Sebastian Meyer vom Martin-Andersen-Nexö-Gymnasium Dresden. Als Sieger der HHL-MPI-Leibniz-Mathe-Olympiade 2017 erhielten die Mathe-Asse mit dem Team-Namen „Führende Nullen“ gestern (21. Juni 2017) neben dem von der HHL Alumni Association gesponserten Geldpreis in Höhe von 1.500 Euro einen Gutschein über eine Wissenschaftstour durch das Max-Planck-Institut MPI und das Leibniz-Institut für Troposphärenforschung in Leipzig. Den zweiten Platz, dotiert mit 900 Euro, belegte ein Dreierteam des Wilhelm-Ostwald-Gymnasiums Leipzig. Den dritten Preis über 600 Euro und, genau wie der zweite Preis, von der KARL-KOLLE-Stiftung gesponsert, gewann ein Schüler-Team des Landesgymnasiums Sankt Afra Meißen.

Die Siegerehrung fand am Geburtstag des Namensgebers, des Universalgelehrten Gottfried Wilhelm Leibniz, am Leibniz-Denkmal im Innenhof der Universität Leipzig statt. Volker Rodekamp, der Direktor des stadtgeschichtlichen Museums, beleuchtete in seiner Rede die Rolle von Leibniz in Leipzig und seine Verbindung zur hiesigen Universität. Eine Einführung in das Wirken des aktuellen Leibniz-Professors an der Universität Leipzig erhielten die Gäste zudem vom Sprachforscher Prof. Dr. Stefan Grieß.

Mit-Initiator der Mathe-Olympiade und HHL-Professor André Casajus sagte: „Mit dem bereits zum zweiten Mal ausgetragenen Mathe-Wettbewerb möchten wir Schüler inspirieren, sich mit mathematischen Fragestellungen auseinanderzusetzen. Zudem soll auch die Brücke zur Mathematik in der Management-Ausbildung geschlagen werden.“ Prof. Casajus weiter: „Mathematiker sind analytisch begabt, können abstrakt denken, Zusammenhänge schnell erkennen und sind auf der Suche nach Vollkommenheit.“ Diese Vollkommenheit, mindestens eine elegante Herangehensweise an Lösungswege von Funktionsgleichungen, wurde innerhalb der Aufgabenstellung zur HHL-MPI-Leibniz-Mathe-Olympiade 2017 verlangt. Neun Schüler-Teams aus Sachsen und Sachsen-Anhalt sind dafür am 20. Mai 2017 gegeneinander angetreten.

Das Sieger-Team Karl Hellig, Margarete Ketelsen und Sebastian Meyer vom Martin-Andersen-Nexö-Gymnasium Dresden besucht einen speziellen Mathe-Leistungskurs, fahren gemeinsam zu Mathe-Olympiaden und sind weit über Mathe hinaus sehr gut miteinander befreundet. „Als ganz anders“ empfand Margarete Ketelsen die Herangehensweise an die gestellten Aufgaben der HHL-MPI-Leibniz-Mathe-Olympiade, da die Aufgaben, nicht wie gewöhnlich alleine, sondern im Team zu lösen waren. Erfreut über den ersten Preis, der von der HHL Alumni Association gestiftet wurde, sagte sie: „In Kürze möchte ich mit dem Mathematik-Studium starten. Da kann ich das Geld sehr gut gebrauchen.“ Anders ihr Teamkollege Karl Hellig: Er möchte das Preisgeld entweder für den anstehenden Urlaub verwenden oder sparen.

Die HHL-MPI-Leibniz-Mathe-Olympiade 2017 unter der Schirmherrschaft von Leipzigs Oberbürgermeister Burghard Jung (SPD) wurde unterstützt durch HHL Alumni Association, die KARL-KOLLE-Stiftung, die Sächsische Bildungsagentur (SBA) sowie das Landesschulamt Sachsen-Anhalt.

Die HHL Leipzig Graduate School of Management ist eine universitäre Einrichtung und zählt zu den führenden internationalen Business Schools. Ziel der ältesten betriebswirtschaftlichen Hochschule im deutschsprachigen Raum ist die Ausbildung leistungsfähiger, verantwortungsbewusster und unternehmerisch denkender Führungspersönlichkeiten. Die HHL zeichnet sich aus durch exzellente Lehre, klare Forschungsorientierung und praxisnahen Transfer sowie hervorragenden Service für ihre Studierenden. Das Studienangebot umfasst Voll- und Teilzeit-Master in Management- sowie MBA-Programme, ein Promotionsstudium sowie Executive Education. Die HHL ist akkreditiert durch AACSB International. www.hhl.de

Das 1996 gegründete Leipziger Max-Planck-Institut für Mathematik in den Naturwissenschaften arbeitet an der Schnittstelle von Mathematik und Naturwissenschaften. Das Institut gilt heute als eine der weltweit führenden mathematischen Forschungseinrichtungen und ist durch zahlreiche Kooperationen – unter anderem mit der Universität Leipzig – auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene hervorragend vernetzt.
Mathematische Modelle und Methoden gewinnen in unserer heutigen Gesellschaft immer mehr an Bedeutung und bilden die Basis grundlegender Abläufe und Prozesse, sei es in Wirtschaft, Produktion, Medizin, Politik oder Ökonomie. Andererseits lassen sich die Mathematiker wiederum von fundamentalen Fragen in den Naturwissenschaften inspirieren, um nach neuen mathematischen Strukturen und Methoden zu suchen. Diese Interaktion bildet den Kernpunkt der Arbeit des Instituts. Die Wissenschaftler beschäftigten sich dabei mit einem breiten Spektrum an Fragestellungen der reinen und angewandten Mathematik. Hierzu gehören beispielsweise die Untersuchung zufälliger dynamischer Systeme, die mathematische Analyse von Materialien, die Untersuchung komplexer biologischer Systeme und ökonomischer Prozesse, Fragestellungen der Geometrie und der theoretischen Physik, sowie die Informationstheorie kognitiver Systeme. www.mis.mpg.de

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