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Sachsen ist Hochburg des Fahrraddiebstahls

ADFC fordert sichere Abstellmöglichkeiten in den Städten und mehr Personal bei der Polizei

Immer mehr Menschen in Sachsen fahren im Alltag Fahrrad, auch der Wert der Fahrräder legt von Jahr zu Jahr zu. Leider steigt auch im gleichen Maße der Fahrraddiebstahl an. Wie aktuelle Zahlen des LKA Sachsen zeigen, sind in Sachsen besonders Dresden und Leipzig von Fahrraddiebstahl betroffen. In Dresden kommen auf 1000 Einwohner knapp 7 gestohlene Fahrräder, in Leipzig wurden letztes Jahr 9.642 Räder als gestohlen gemeldet, was mehr als 18 Rädern pro 1.000 Einwohnern entspricht. Innerhalb der letzten zehn Jahre entspricht das einer Steigerung um über 100 % in der Messestadt. Im bundesweiten Durchschnitt kommen auf 1.000 Einwohner lediglich 4 gestohlene Fahrräder.

Mit 12 % der Fälle liegt die Aufklärungsquote auf einem niedrigen Niveau. „Das ist im deutschen Vergleich zwar nicht der schlechteste Wert, zeigt aber dass der Druck auf Fahrraddiebe äußerst gering ist“, erklärt Konrad Krause, Geschäftsführer des ADFC Sachsen. Über 18.000 der in Sachsen letztes Jahr gestohlenen 20.795 Fahrräder seien von der Polizei nicht gefunden werden. Bundesweit entsteht durch Fahrraddiebstahl ein jährlicher Schaden von 177 Mio. Euro.

Für Krause ist der geringe polizeiliche Kontrolldruck nur ein Teil des Problems. Um dem Problem Herr zu werden, muss an weiteren Punkten angesetzt werden. Oft fehlen sichere Fahrradständer, an denen nicht nur das Vorderrad, sondern auch der Fahrradrahmen angeschlossen werden könne. Hier haben aus Sicht des ADFC die sächsischen Städte noch viel aufzuholen. So fehlten einerseits an vielen Stellen im öffentlichen Raum Fahrradbügel, andererseits würden Bauherren keine Vorgaben zum sicheren Fahrradparken gemacht. „Wer seinen Bürgern billige Felgenkiller anbietet, an denen nur das Vorderrad angeschlossen werden kann, braucht sich über die hohe Anzahl von Fahrraddiebstählen nicht zu wundern“, so der ADFC-Geschäftsführer. Neben der von der Sächsischen Staatsregierung bereits angekündigten Investition in Radstationen an Bahnhöfen sind deshalb auch klar definierte Standards zum Fahrradparken in der Sächsischen Bauordnung erforderlich.

„Auch auf der polizeilichen Seite muss mehr getan werden“, fordert Krause. „Warum gibt es keine Sonderermittlungsgruppen, die an Stellen mit häufigem Diebstahl aktiv werden und moderne Ermittlungsmethoden einsetzen? Auch Fahrräder lassen sich mit GPS orten oder das Internet nach Hehlerware überwachen. Mehr Sichtbarkeit der Polizei, gern auch auf dem Fahrrad, hilft dabei, Dieben das Geschäft zu erschweren.“ All dies erfordert mehr Personal bei der Polizei. Der ADFC stimmt deshalb in den Chor von Experten und Politikern ein, die einen Stopp der Personaleinsparungen bei der sächsischen Polizei fordern. „Weniger Polizeipräsenz und eine größere Zentralisierung wird wahrscheinlich nicht zu einer Verringerung des Fahrraddiebstahls im Freistaat führen“, sagt der ADFC-Geschäftsführer.

Aber auch Radfahrer selbst könnten sich oft besser gegen Fahrraddiebstahl schützen. Wer sein Rad abstellt sollte immer darauf achten, den Rahmen an einem festen Gegenstand anzuschließen, dass es von Fahrraddieben nicht weggetragen werden kann. Der ADFC empfiehlt, 10 % des Kaufpreises in die Sicherheit des Fahrrads zu investieren (Fahrradschloss, kodierte Verschraubungen, Versicherung etc.). Als weiteren Baustein zum Diebstahlschutz bieten die ADFC-Ortsgruppen in Dresden, Bautzen, Görlitz und Zittau eine Fahrradcodierung an.

Mehr zum Thema Diebstahlschutz: http://www.adfc.de/diebstahl

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