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Einigung über Stadion erzielt – Stadtrat entscheidet im Oktober

Auf seiner Sitzung im Oktober wird der Stadtrat über die Zustimmung zur Veräußerung der Geschäftsanteile am Stadion entscheiden. Dies geht aus der Sitzung der Verwaltungsspitze hervor. Demnach haben der bisherige Eigentümer Dr. Michael Kölmel, die neuen Eigentümer, die Red Bull GmbH und RasenBallsport Leipzig e. V., sowie die Stadt Leipzig Einigung über den Kauf der Red Bull Arena erzielt.

„Die wichtigste Botschaft für die Leipzigerinnen und Leipziger: Das Stadion bleibt im Herzen unserer Stadt. RB Leipzig ist ein Glücksfall für den Fußball in Leipzig“, sagt Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung. „Ich bin fest davon überzeugt, dass unser Stadion ein Beispiel für die Zukunft ist. Es besitzt eine gute Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln und ist ein Ort, an denen Menschen sich begegnen.“ Das Stadtoberhaupt erinnert auch daran, dass das Stadion und seine Entwicklung bis heute vor allem privatem Engagement zu verdanken ist: „Es war Michael Kölmel, der mit Stadtratsbeschluss aus dem Jahr 2000 das Stadion übernahm – zunächst ohne Aussicht auf erstklassigen Fußball und ökonomischen Erfolg.“

Der Einigung vorausgegangen waren bilaterale Verhandlungen zwischen alten und neuen Anteilseignern der Besitzergesellschaft. Seitens der Stadt Leipzig begleitete Sportbürgermeister Heiko Rosenthal das Verfahren. So bleiben Bund und Stadt beispielsweise wie bisher Nutzungen von Stadion und Festwiese eingeräumt. Es ist zugesagt, dass das Stadion – auch im Falle eines Umbaus zu diesem Zeitpunkt – für das Internationale Deutsche Turnfest 2021 zur Verfügung gestellt wird. Sollte die Besitzgesellschaft ab 2040 die Nutzung als Fußball-Stadion beenden wollen, wird der Kommune ein zeitlich befristetes Sonderwiederkaufsrecht ohne Anrechnung von Grund und Bodenwert eingeräumt.

„Wir freuen uns sehr, dass wir nach langen und stets vertrauensvollen Verhandlungen mit Dr. Kölmel und der Stadt Leipzig eine Einigung über den Kauf der Red Bull Arena durch die Red Bull GmbH und den RB Leipzig e.V. erzielt haben“, sagt Oliver Mintzlaff, Geschäftsführer der RasenBallsport Leipzig GmbH. „Durch die zukünftige, enge Partnerschaft mit Dr. Kölmel wird die Red Bull Arena neben Fußballspielen und Sportevents auch weiter ein wichtiger Veranstaltungsort für nationale und internationale Musiker sein. Die Stadt Leipzig hat die Kaufverhandlungen dabei von Anfang an konstruktiv begleitet und so einen wichtigen Anteil an der Realisierung dieses großen Projekts. Wir wissen, dass die Entscheidung zum Kauf für unsere Fans, für unsere Mannschaft, aber insbesondere auch für viele Menschen in Leipzig und Umgebung einen hohen symbolischen Wert hat. Für uns ist das auch ein klares und nachhaltiges Bekenntnis zum Standort Leipzig und zu einem Stadion im Herzen der Stadt. RB Leipzig hat die Stadt nach vielen Jahren in die Bundesliga und darüber hinaus auch international zurück auf die Landkarte des Fußballs gebracht – diese Strahlkraft ist für die ganze Region wichtig. Im nächsten Schritt werden wir den Standort dann im Dialog mit der Stadt und den Anwohnern modernisieren und weiterentwickeln, um RB Leipzig zukunftssicher aufzustellen.“

Dr. Michael Kölmel: „Ich freue mich, dass der phantastische Innenstadtstandort der Red Bull Arena erhalten bleibt. Bei den immer fairen Verhandlungen mit der Red Bull GmbH und RB Leipzig e.V. war dies ein wichtiges Anliegen für mich. RB Leipzig kann nun mit dem gewünschten Ausbau der Red Bull Arena beginnen. Ich freue mich, dass wir den Konzertbetrieb in der Red Bull Arena und auf der Festwiese Leipzig langfristig weiter veranstalten.“

Durch den Erwerb des Stadions wird die langfristige Nutzung der Red Bull Arena durch RB Leipzig sowie die avisierte Kapazitätserweiterung  des Stadions  gewährleistet. Mit elf ausverkauften von insgesamt 17 Heimspielen in der Bundesliga-Saison 2016/17 und im Schnitt mit knapp 40.000 Zuschauern war das Stadion auf hohem Niveau ausgelastet.

MelderRed Bull ArenaZentralstadion
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