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Drei Veranstaltungen vor Festivalbeginn

Jubiläumsprogramm: DOK Leipzig wird 60

Aus Anlass der 60. Ausgabe von DOK Leipzig wird ein dreitägiges Jubiläumsprogramm zur Festivalwoche hinführen. Zudem werden während des Festivals von 30. Oktober bis 5. November weitere Veranstaltungen Bezug auf das Jubiläum nehmen. So stellt der Theaterperformer und Alleinunterhalter Jürgen Kuttner einen Abend mit Film- und Fernsehausschnitten zusammen und wird diese scharfzüngig und mit Blick fürs Detail kommentieren. Seine Performance (Mittwoch, 1.11. im UT Connewitz) ist angelegt als lehrreicher und unterhaltender Streifzug in Bild und Wort durch sechs Jahrzehnte Zeit-, Kultur- und Festivalgeschichte. Der Titel der Veranstaltung Die Angst, die Post und die Wirklichkeit reflektiert dabei auch das diesjährige Festivalmotto Nach der Angst (engl.: Post-Angst).

Auch die diesjährige DEFA Matinee hängt mit der Festivalgeschichte zusammen. Sie ist dem Festivalmitbegründer und Filmemacher Karl Gass gewidmet.

„Wir wollen zeigen, wie die Situation vor 60 Jahren war und sie mit der heutigen vergleichen. Geschichte folgt bestimmten Mustern und diese Muster wiederholen sich“, sagt Festivaldirektorin Leena Pasanen. Und weiter: „DOK Leipzig ist das älteste Festival für Dokumentar- und Animationsfilm, gleichzeitig öffnen wir uns permanent in neue Richtungen.“

Bei den drei Veranstaltungen am Wochenende vor Festivalbeginn werden Filme gezeigt, die in der Geschichte des Festivals eine wichtige Rolle gespielt haben. Jeder Abend steht unter einem anderen Motto: Politik und Geschichte, Young Eyes und Aktivkunst. „Diese drei Themen ziehen sich als rote Fäden durch die Festivalgeschichte“, sagt Programmer Ralph Eue. Now and Then – Then and Now lautet der Titel des Programms, das Filme von damals und heute in eine wechselseitige Beziehung setzt. „Diese Zeitreisen werden von Gesprächsrunden in Salonatmosphäre umrahmt“, sagt Eue. Als Gastgeber fungieren jeweils zwei Personen aus unterschiedlichen Generationen, die in enger Verbindung zum Festival stehen. „Das Jubiläumsprogramm wirft Schlaglichter auf essentielle Arbeiten aus der Festivalgeschichte, wie zum Beispiel Filme von Jürgen Böttcher und Volker Koepp, aber auch von Heddy Honigmann oder Inès Rabadán“, sagt Eue. Die Jubiläumsveranstaltungen finden an drei unterschiedlichen Orten statt, die normalerweise keine Festivalspielstätten sind: im UT Connewitz (Freitag, 27.10.), im Institut für Zukunft (Samstag, 28.10.) sowie im Grassi Museum (Sonntag, 29.10.).

Zwei Filme aus dem Politik-und-Geschichte-Programm dienten Now and Then – Then and Now als Namensgeber. „Now“ ist ein agitatorischer Dokumentarfilm des kubanischen Regisseurs Santiago Álvarez über Rassismus in den USA und wurde 1965 mit der Goldenen Taube ausgezeichnet. Bezugnehmend auf „Now“ hat die Filmemacherin Nina Wiesnagrotzki 2012 in ihrem Film „Comparing Now and Then“ Álvarez‘ historischem Material im Split-Screen-Verfahren aktuelle Nachrichtenbilder gegenübergestellt, unter anderem von Demonstrationen im Zusammenhang mit der Banken- und Euro-Krise oder mit Hausbesetzungen in Hamburg – um zu fragen: Wo sind hier Parallelen und wo die Unterschiede?

Der Eintritt für die Filmabende vor Festivalbeginn ist frei. Das Festival bittet um Spenden für die Sanierung des ehemaligen „Kino der Jugend“ in der Leipziger Eisenbahnstraße. Die Geldbeträge nimmt der Fortuna-Kino der Jugend e.V. entgegen, der sich für eine Nutzung des Gebäudes als Kulturzentrum einsetzt.

Am Abend der Preisverleihung (04.11.) heißt es dann: Dance with the Winners! Ab 22 Uhr findet die Abschlussparty des Festivals im Leipziger Westbad statt, zu der alle Interessierten herzlich eingeladen sind.

Schließlich hat der Historiker und Journalist Andreas Kötzing sein immenses Festivalwissen zu Papier bzw. ins Internet gebracht. Seinen Aufsatz „Leipzig im Herbst“ finden Sie auf unserer Homepage.

Mehr Informationen zum Jubiläumsprogramm http://www.dok-leipzig.de/de/festival/jubilaeum

Die LEIPZIGER ZEITUNG ist da: Seit 15. September überall zu kaufen, wo es gute Zeitungen gibt

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Tommy Kind in Aktion. Foto: Jan Kaefer

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