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Unfallchirurgen erinnern an Schicksale jüdischer Kollegen während des Nationalsozialismus

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    Die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie e.V. (DGU) möchte an ihrem Gründungsort, der Alma Mater Lipsiensis, mit 36 Stolpersteinen und 2 Stolperschwellen an das Schicksal ihrer 36 ehemaligen jüdischen Mitglieder erinnern und ihnen damit ein sichtbares Denkmal errichten. Diese Ärzte wurden während der Zeit des Nationalsozialismus von 1933 bis 1945 gedemütigt und entrechtet, indem man ihnen die Promotion, Approbation bzw. die Kassenzulassung entzog oder ihnen ein Lehrverbot erteilte. Viele von ihnen flohen ins Ausland. Einige wurden deportiert und ermordet.

    Die Stolpersteine und Stolperschwellen werden vor dem Haupteingang des Universitätsklinikums Leipzig in der Liebigstraße vom Künstler Gunter Demnig verlegt. Er ist Initiator der STOLPERSTEINE – ein Projekt, das von ihm 1992 ins Leben gerufen wurde und zwischenzeitlich als größtes dezentrales Mahnmal der Welt gilt. Mittlerweile sind über 63.000 Stolpersteine, nicht nur in Deutschland, sondern in weiteren 21 europäischen Ländern verlegt.

    Die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie wurde am 23.09.1922 im Auditorium 30 der Universität Leipzig gegründet. 6 der 36 jüdischen Ärzte waren Gründungsmitglieder. Andere engagierten sich als Schriftführer, Schatzmeister oder 1. Vorsitzender. Die Fachgesellschaft möchte mit diesem Mahnmal ihrer 36 früheren Mitglieder mit Dank, Hochachtung und in Demut gedenken.

    30. November 2017 um 11:30 Uhr
    Universitätsklinikum Leipzig (Haupteingang), Haus 4
    Liebigstraße 20
    04103 Leipzig

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    1 KOMMENTAR

    1. Man kann nur herzlichst „DANKE!!!“ für diese Initiative sagen!
      Eventuell gibt so ein Stolperstein ein kleines Stück menschlicher Würde zurück, welche diesen Menschen damals einfach aberkannt wurde!
      Zumindest „stolpert“ man nun auch an diesem Ort über menschliche Schicksale – und kommt (hoffentlich) zum Nachdenken!

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