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Tschechisches Kulturjahr in Leipzig

Nach dem furiosen Auftakt des tschechischen Kulturjahres mit dem Leipziger Opernball folgen in den kommenden Wochen weitere Veranstaltungen in Leipzig, die tschechische Geschichte, Literatur, Politik, Designkunst und Fotografie in den Fokus rücken.

Im Neuen Leipziger Rathaus wird die bewegende Geschichte Tschechiens und der vormaligen Tschechoslowakei seit ihrer Gründung als freier Republik vorgestellt:

23.10.-2.11.2018: Ausstellung „100 Jahre Geschichte – Die Gründung der Tschechoslowakei 1918“ im Neuen Rathaus Leipzig

Die interaktive Ausstellung des Tschechischen Zentrums Berlin in Kooperation mit der Stadt Leipzig gibt bewegende Einblicke in die Politik, Kultur und Gesellschaft zur Zeit der Gründung der Tschechoslowakei, deren 100. Jahrestag am 28. Oktober 2018 gefeiert wird. Die Ausstellung informiert über die damaligen historischen Ereignisse; anhand von Texten, Ton- und Filmaufnahmen kann sich der Betrachter von den eigenen Interessen geleitet im virtuellen Raum bewegen. Neues Rathaus, Untere Wandelhalle, Martin-Luther-Ring 4-6, 04109 Leipzig.

Im Anschluss an die Ausstellung widmet sich ein Kolloquium dem legendären ersten tschechoslowakischen Präsidenten Tomáš Garrigue Masaryk:

2.-3.11.2018: Kolloquium des Instituts für Slavistik: „Staatsmann, Visionär, Intellektueller: Tomáš Garrigue Masaryk revisited“

Das Kolloquium beschäftigt sich mit dem ersten tschechoslowakischen Präsidenten sowie herausragenden Pädagogen und Philosophen, der unter anderem in Leipzig studiert hat, der Universität, die im Jahr 1409 von Studenten und Professoren der Prager Karls-Universität gegründet worden ist. Auch heute noch gilt Masaryk vielen Tschechen als bedeutendster Landsmann.

Neues Rathaus, Historischer Ratsplenarsaal (2.11.), Martin-Luther-Ring 4-6, 04109 Leipzig und Universität Leipzig, Universitätsarchiv (3.11.), Prager Straße 6, 04103 Leipzig. Aus Anlass des Kolloquiums wird im Institut für Slavistik zudem die Ausstellung „TGM in Fotografien“ (2.11.-15.12.) in Zusammenarbeit mit dem Tschechischen Zentrum Berlin gezeigt. Institut für Slavistik der Universität Leipzig, Beethovenstraße 15, 4. Etage, 04107 Leipzig

Einblicke in die tschechische Literatur bietet der Leipziger Literarische Herbst:

24.10.2018, 19 Uhr: Building Bridges – Brücken bauen: Schriftstellerin Kateřina Tučková zu Gast beim Leipziger Literarischen Herbst

Die tschechische Bestseller-Autorin Kateřina Tučková, im November Residezautorin in Leipzig, stellt ihren neu übersetzten Roman „Gerta. Das deutsche Mädchen“ (Klak Verlag) vor, der sich mit der Vertreibung der Deutschen nach dem Zweiten Weltkrieg befasst, einem Thema, das in der Tschechischen Republik auch heute noch mit großer Vehemenz diskutiert wird. Tučková lebt in Prag und Brünn.

Sie ist auch Programmdirektorin des Festivals Meeting Brno, das die künstlerische Verarbeitung aktueller und historischer mitteleuropäischer Themen zeigt. 2017 wurde sie mit dem „Preis für Freiheit, Demokratie und Menschenrechte“ des Instituts für das Studium totalitärer Regime ausgezeichnet. Leipziger Stadtbibliothek, Wilhelm-Leuschner-Platz 10-11, 04107 Leipzig.

Tschechische Designkunst steht im Fokus der GRASSIMESSE:

26.-28.10.18: GRASSIMESSE Leipzig 2018: Keramik im tschechischen Design der Gegenwart

Vorgestellt werden verschiedene Formen des Dekors, die die tschechische Handwerkskunst reflektieren. Angefangen von der traditionellen Malerei über chemische Experimente mit der Glasur und dem Material bis hin zur Gestaltung des Dekors mit neuen, vom 3 D-Druck inspirierten Strukturen.

Die vertretenen Künstler sind mit der Prager Akademie für Kunst, Architektur und Design verbunden, das Konzept wurde von der Mährische Galerie in Brno in Zusammenarbeit mit Milan Pekař entwickelt. GRASSI Museum für Angewandte Kunst, Johannisplatz 5-11, 04177 Leipzig.

Weitere Infos unter http://ahojleipzig2019.de

Tschechien – Gastland der Leipziger Buchmesse 2019 wird veranstaltet vom Kulturministerium der Tschechischen Republik und der Mährischen Landesbibliothek sowie der Leipziger Buchmesse, mit freundlicher Unterstützung der Botschaft der Tschechischen Republik in Deutschland, dem Generalkonsulat der Tschechischen Republik in Dresden, der Partnerstädte Leipzig und Brünn, der Tschechischen Zentren in Deutschland und Österreich, des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds und des Goethe Instituts Prag sowie zahlreicher weiterer Partnerinstitutionen.

Leipziger Zeitung Nr. 60: Wer etwas erreichen will, braucht Geduld und den Atem eines Marathonläufers

MelderTschechisches Kulturjahr
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© Michael Freitag

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Der Stadtrat tagt in der Kongresshalle am Zoo. Foto: L-IZ.de

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Melanie Gerhards mit einer Corona-Karikatur von Jörg Schwulst, die alles sagt. Foto: health for future Leipzig

Foto: health for future Leipzig

Für alle LeserAm heutigen Donnerstag, 9. Juli, hat der Stadtrat seine klimapolitische Stunde angesetzt. Ab 16 Uhr wollen sich Stadträtinnen und Stadträte intensiv mit den klimapolitischen Folgen für Leipzig beschäftigen. Initiativen wie „Fridays for Future“, „Parents for Future“ oder der BUND werden die Brisanz des Themas vor der Kongresshalle sichtbar machen, Und auch „health for future Leipzig“ meldet sich zu Wort. Denn viel zu oft wird vergessen, dass die Klimaerhitzung gravierende gesundheitliche Folgen haben wird.
Leipzigs Verkehrs- und Tiefbauamt arbeitet derzeit an acht Projekten zur Radwegmarkierung
Dittrichring: Hier soll jetzt endlich ein Radstreifen auf die Fahrbahn. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserGibt es eine Stagnation beim Leipziger Radwegebau? „In den letzten Monaten wurden trotz Freigabe und Anordnung kaum neue Radwege markiert“, stellte die Linksfraktion trocken in ihrer Anfrage für die Ratsversammlung fest. Schon am 10. März, noch vor dem Corona-Lockdown, veröffentlichte ja der ADFC seine Auswertung zum Leipziger Radverkehrsentwicklungsplan, der in diesem Jahr ausläuft. Die Bilanz war ernüchternd. Drei Viertel der geplanten Radfahrstreifen wurden nicht gebaut.