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Klinikum St. Georg mahnt: Symptome müssen rechtzeitig erkannt werden

Tuberkulose bleibt für Deutschland eine Herausforderung

Die Tuberkulose gehört weltweit immer noch zu den häufigsten Infektionskrankheiten. Obwohl die Infektionszahlen in Sachsen rückläufig sind und somit deutlich unter dem Bundesdurchschnitt liegen, gibt es mit ca. 6000 Neuinfektionen pro Jahr deutschlandweit doch eine erhebliche Anzahl an Tuberkulose-Erkrankten. Das Klinikum St. Georg als Sächsisches Kompetenzzentrum für Infektionskrankheiten und Tropenmedizin betreut jährlich weit mehr als 100 Tuberkulosefälle stationär und setzt dabei neue Medikamente ein.

Nur knapp mehr als 100 Jahre nach der Entdeckung des Erregers durch Robert Koch fallen dem Tuberkel-Bazillus immer noch mehr als 1 Millionen Menschen jährlich zum Opfer. Insbesondere in den weniger entwickelten Ländern spielt die Tuberkulose oft zusammen mit der HIV-Infektion eine wichtige Rolle, was Krankheitslast und Lebenserwartung anbetrifft. Doch auch in Deutschland verzeichnen Ärzte jährlich ca. 6000 Neuinfektionen.

Das Klinikum St. Georg als Sächsisches Kompetenzzentrum für Infektionskrankheiten und Tropenmedizin betreut jährlich weit mehr als 100 Tuberkulosefälle stationär und kümmert sich in einer Spezialambulanz zudem um die Versorgung von Patienten, die ein hohes Risiko haben, an aktiver Tuberkulose zu erkranken.

„Dieser prophylaktische Ansatz stellt nicht nur einen erheblichen Gewinn an Lebensqualität für die behandelten Patienten dar, sondern auch eine Reduktion des epidemiologischen Risikos für die gesamte Bevölkerung“, erklärt Dr. Thomas Grünewald, Oberarzt der Klinik für Infektiologie/Tropenmedizin, Nephrologie und Rheumatologie.

Neue Medikamente in der Behandlung und Prophylaxe der Tuberkulose sorgen für verkürzte Behandlungszeiten, so dass eine erfolgreiche Therapie früher und einfacher abgeschlossen wird. Wichtig dabei ist, dass niedergelassene Ärzte, als meist erste Anlaufstelle bei Beschwerden, die Symptome richtig erkennen, um die Behandlung in der Spezialklinik schnellstmöglich zu beginnen zu können.

„Bei der Erforschung und auch der Versorgung, insbesondere der multiresistenten Tuberkulose (Resistenzen gegen die zur Tuberkulose angewandten Medikamente) arbeitet das Klinikum St. Georg eng mit dem nationalen Referenzzentrum, dem Deutschen Zentrum für Infektionsforschung, der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie und internationalen Behörden (WHO, CDC) zusammen“, führt Geschäftsführerin Dr. Iris Minde weiter aus.

In den letzten Jahren hat sich die Forschung wieder mehr auf die Tuberkulose konzentriert. Neben neuen Medikamenten, die mittlerweile auch weltweit zum Einsatz kommen und kommen werden, spielt die Entwicklung neuer, sicherer und wirksamerer Impfstoffe eine zentrale Bekämpfung bei der Tuberkulose.

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