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Die Leipziger Polizei sucht nach einer Raubstraftat in einem Supermarkt nach Zeuginnen und Zeugen. Und: Rechtsextremistin Marla Svenja Liebich sitzt nach der zwangsweisen Rückkehr aus Tschechien nach Deutschland nun in der JVA Zeithain. Die LZ fasst zusammen, was am Donnerstag, dem 16. Juli 2026, in Leipzig, Sachsen und darüber hinaus wichtig war.
Raubversuch in Supermarkt: Wer kann Angaben machen?
Einen Tag nach einem gescheiterten Raubversuch in einem Supermarkt sucht die Polizeidirektion (PD) Leipzig nach Zeugen. Wie PD-Sprecher Tom Erik Richter mitteilt, habe ein bislang unbekannter Mann gestern Abend gegen 20:00 Uhr einen Supermarkt in Leipzig-Großzschocher betreten und von einer Angestellten die Aushändigung von Bargeld gefordert haben, wobei der Täter einen „pistolenähnlichen Gegenstand“ vorgezeigt habe.
Allerdings sei der Mann nicht an das Geld gekommen und habe das Geschäft daraufhin fluchtartig verlassen. Eine Personenbeschreibung und weitere Details sowie Kontaktdaten für Zeugenhinweise sind hier zu finden. Es wird wegen einer Raubstraftat ermittelt.
Marla Svenja Liebich sitzt nun im Männergefängnis ein
Rechtsextremistin Marla Svenja Liebich ist nach ihrer Auslieferung von Tschechien nach Deutschland in ein Männergefängnis gebracht worden, um ihre Haftstrafe zu verbüßen. Zuvor hatte sich die 55-Jährige kurzzeitig in der Obhut des Frauenstrafvollzugs in Chemnitz befunden – dieser teilte jedoch heute mit, dass eine dauerhafte Unterbringung Liebichs „nach Abwägung aller maßgeblichen Aspekte des Einzelfalls in der JVA Chemnitz nicht erfolgen kann.“ Daher befände sich die Betroffene jetzt in der JVA Zeithain. Aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes könnten zum Einzelfall keine weiteren Details genannt werden.
Liebich, damals noch unter männlichem Namen bekannt, war 2023 vom Amtsgericht Halle/Saale wegen Volksverhetzung, übler Nachrede, Beleidigung und weiterer Straftaten zu anderthalb Jahren Haft ohne Bewährung verurteilt worden. Später wurde der Geschlechtseintrag auf weiblich geändert, wobei Kritiker von einer Provokation und einem Missbrauch des Selbstbestimmungsgesetzes ausgingen.
Dem Haftantritt, der schon im Spätsommer 2025 erfolgen sollte, hatte sich Liebich durch Flucht entzogen und war erst im April 2026 in Tschechien nahe der deutschen Grenze gefasst worden. Nach einem juristischen Hickhack – Liebich hatte Angst geltend gemacht, in einem deutschen Männerknast umzukommen – war die Rechtsextremistin in dieser Woche nach Deutschland ausgeliefert und an die Bundespolizei übergeben worden. Zuvor hatte ein Gericht in Pilsen (Westtschechien) grünes Licht gegeben, Liebichs Einspruch vor dem Oberlandesgericht in Prag scheiterte.
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