Seit fast 30 Jahren findet südlich von Leipzig das Highfield-Festival statt – in diesem August aber zum vorerst letzten Mal. Die Veranstalter*innen teilten am Donnerstag in den sozialen Medien mit, dass sie eine „kreative Pause einlegen“ werden. Ob und in welcher Form das Festival künftig wieder stattfinden wird, ist offen.
Die konkreten Gründe für die unbefristete Pause benennt das Festival in seinem Statement nicht. Dort ist allgemein davon die Rede, dass sich die Rahmenbedingungen für Festivals in den vergangenen Jahren „spürbar verändert“ hätten. Die „kreative Pause“ wolle man nutzen, um „innezuhalten“ und „an einer Konzeption zu arbeiten, die den veränderten Anforderungen gerecht wird“.
Dass es das Highfield-Festival zumindest am angestammten Platz am Störmthaler See nicht mehr lange geben könnte, war bereits absehbar. Erst am Mittwoch hatte die LVZ darüber berichtet, dass die Gemeinde Großpösna die entsprechenden Flächen perspektivisch anders nutzen möchte. Das sei aber frühstens in drei Jahren der Fall.
In dem Text finden sich auch mögliche Gründe für das jetzt überraschend frühe Aus. Laut Veranstalter*innen seien die Kosten für Personal, Material und Energie im Vergleich zur Zeit vor Corona um fast 50 Prozent gestiegen. Gleichzeitig würden die Gagen für Bands steigen und die Kaufkraft der Besucher*innen sinken.
Das Highfield findet seit 1998 jährlich statt; zunächst am Stausee Hohenfelden und seit 2010 am Störmthaler See im Landkreis Leipzig. Mehrere zehntausend Besucher*innen kamen regelmäßig im August, um Künstler*innen aus den Genres Rock, Pop und Hip-Hop zu hören.
Zu den bekanntesten Headlinern der Highfield-Geschichte gehören Die Ärzte, Placebo, Die Toten Hosen, Arctic Monkeys und Foo Fighters. Bei der vorerst letzten Ausgabe Mitte August sollen unter anderem Kraftklub, Marteria und die Beatsteaks auftreten.
Empfohlen auf LZ
So können Sie die Berichterstattung der Leipziger Zeitung unterstützen:










Keine Kommentare bisher