Im „Melder“ finden Sie Inhalte Dritter, die uns tagtäglich auf den verschiedensten Wegen erreichen und die wir unseren Lesern nicht vorenthalten wollen. Es handelt sich also um aktuelle, redaktionell nicht bearbeitete und auf ihren Wahrheitsgehalt hin nicht überprüfte Mitteilungen Dritter. Für die Inhalte sind allein die Übersender der Mitteilungen verantwortlich, die Redaktion macht sich die Aussagen nicht zu eigen. Bei Fragen dazu wenden Sie sich gern an redaktion@l-iz.de.

Veranstaltung zu Neonazismus und rechten Strukturen in Borna

Im Mai 2016 wird das Büro des Bornaer Vereins Bon Courage e.V. mit Buttersäure angegriffen, ein Jahr später im Juni 2017 mit Steinen. Im April 2018 werden an den Vereinsräumlichkeiten rechte Aufkleber angebracht. Diese und ähnliche Vorfälle dokumentiert chronik.LE bereits seit mehr als zehn Jahren im Landkreis.

Dazu Steven Hummel, Pressesprecher von chronik.LE: „Neonazismus, Rassismus und Diskriminierung sind relevante Probleme im Landkreis Leipzig. Solche Einstellungen und Taten stehen einem demokratischen Miteinander entgegen und bauen stattdessen auf Ausgrenzung und Einschüchterung. Unsere Dokumentation soll dazu beitragen diese Phänomene sichtbar zu machen.“

Alle zwei Jahre bringt die Dokumentationsplattform eine Zeitschrift mit dem Titel „Leipziger Zustände“ heraus. Die Broschüre widmet sich in diesem Jahr u.a. den Themenkomplexen Migration und Rassismus, Geschlecht und Sexismus sowie der AfD. Lokale Phänomene wie etwa das Interview mit einem minderjährigen Geflüchteten aus Borna oder der Fokus auf den langjährigen NPD-Kader Manuel Tripp aus Geithain werden ebenfalls aufgegriffen.

„Mit der Herausgabe der Leipziger Zustände wollen wir auf rechte Phänomene und Strukturen vor Ort aufmerksam machen, eine Analysegrundlage bieten und zu einer Auseinandersetzung anregen. Daher laden wir alle Interessierten ein, mit uns ins Gespräch zu kommen“, so Hummel. Nach einer Kurz-Vorstellung der Broschüre und rechter Strukturen vor Ort wird es die Möglichkeit geben, sich über eigene Perspektiven und Erfahrungen auszutauschen.

chronik.LE ist ein ehrenamtliches Projekt des Vereins Engagierte Wissenschaft e.V. Auf der Website www.chronikle.org werden seit 2008 faschistische, rassistische und diskriminierende Ereignisse und Aktivitäten in der Stadt Leipzig sowie den Landkreisen Leipzig und Nordsachsen dokumentiert.

Eine Veranstaltung von chronik.LE in Kooperation mit Bon Courage e.V.

Ausschlussklausel: Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die neonazistischen oder rechtspopulistischen Parteien oder Organisationen angehören, der neonazistischen oder rechtspopulistischen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Wann:
Mittwoch, 20.03.2019

17.00 Uhr

Wo:
Büro Bon Courage e.V.

Kirchstraße 20

04552 Borna

MelderRechtsextremismus
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Protest bei Lindner-Vorlesung und vor Stadtwerke-Zentrale in Leipzig
Am 20. Juni soll die Entscheidung über den Liefervertrag mit Lippendorf fallen. Die Stadtwerke Leipzig an der Eutritzscher Straße. Foto: L-IZ.de

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Für alle LeserVor einigen Monaten hatte der FDP-Vorsitzende Christian Lindner gefordert, dass die „Fridays for Future“-Aktivist/-innen die Klimapolitik „den Profis“ überlassen sollen. Die Angesprochenen antworteten nun mit einer Aktion an der Universität Leipzig, wo sie einen Gastvortrag Lindners störten. Für Freitag mobilisiert „Fridays for Future“ zum „Internationalen Streik-Tag“ in Aachen. Zudem möchten Leipziger Umweltschützer am Donnerstag vor den Stadtwerken Leipzig für den Kohleausstieg demonstrieren.
Stadtwerke wollen mit der LEAG über eine Verlängerung der Lieferverträge aus Lippendorf verhandeln
Blick über den Zwenkauer See zum Kohlekraftwerk Lippendorf. Foto: Ralf Julke

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Für alle LeserEs lief schon ein wenig auf Leserverklapsung hinaus, als die LVZ am Mittwoch, 19. Juni, meldete: „Leipzig: Braunkohle-Ausstieg für das Jahr 2023 ist vom Tisch“. Man suggerierte seinen Lesern, irgendjemand hätte beschlossen, sofort 2023 aus der Fernwärmelieferung aus dem Kohlekraftwerk Lippendorf auszusteigen. Und das hätte nun die Geschäftsleitung der Leipziger Stadtwerke gekippt. Aber so etwas hatte SWL-Geschäftsführer Karsten Rogall am 5. Dezember 2018 gar nicht angekündigt.
Leipzig bewirbt sich wieder um den Titel „Hauptstadt des fairen Handels“
Auch in den Leipziger Kommunalunternehmen ist das Thema faire Beschaffung angekommen. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle Leser2015 reichte es zu einem 4. Platz. Hauptstadt des fairen Handels wurde damals Saarbrücken. Leipzigs Bemühen darum, eine Stadt fairen Handels zu werden, wurde zumindest mit einem Anerkennungspreis gewürdigt. 2019 will Leipzig nun erneut in das Rennen um den Titel „Hauptstadt des fairen Handels“ gehen. Der Weg zu einer wirklich fairen Handelswelt ist noch weit. Da müsste eigentlich die EU-Kommission in sich gehen und all ihre Freihandelsverträge auf den Prüfstand stellen.
Ab 2024 dürfen LVB-Fahrgäste vielleicht wieder aus dem Fenster gucken
Zugeklebte Fenster: Olympia-Bahn von 2016. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEin Nahverkehrsplan, wie ihn die Stadt Leipzig seit 1998 hat, beschreibt auch die Rahmenbedingungen zum Umgang eines ÖPNV-Unternehmens mit seinem Fahrpersonal und seinen Fahrgästen. Und LVB-Fahrgäste wissen, wie sehr ihnen das stadteigene Unternehmen immer wieder zeigt, dass es sie eigentlich nicht mag. Egal, ob es ständig steigende Fahrpreise waren oder völlig zugeklebte Straßenbahnscheiben, die wie ein Stinkefinger wirken: Beschwert euch doch!
Die zweite Fortschreibung des Nahverkehrsplan geht jetzt endlich zur Diskussion in den Stadtrat
Vorrang für die Straßenbahn? Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserLang hat’s gedauert. 1998 hat Leipzig seinen ersten Nahverkehrsplan beschlossen. 2007 gab es die Fortschreibung. 2015 beschloss der Stadtrat die 2. Fortschreibung zu beauftragen. Aber schon 2016 stellte sich heraus: Mit einfach Fortschreiben kommt man nicht weiter. Nicht dann, wenn die Stadt weiter so wächst und man irgendwann mal 23 Prozent ÖPNV-Anteil an den täglichen Wegen der Leipziger erreichen will.
Filmprogramm zur Jüdischen Woche vom 24. bis 28. Juni in der Cinémathèque
MENASHE (Joshua Z. Weinstein). Quelle: Cinémathèque Leipzig e.V.

Quelle: Cinémathèque Leipzig e.V.

Was bedeutet es für Holocaust-Überlebende, wenn ihre Enkel nach Deutschland auswandern? Wie ergeht es verwitweten Väter und ihren Kindern in streng jüdisch-orthodoxen Gemeinden, in denen alleinerziehende Männer nicht vorgesehen sind? Wie halten Angehörige der „zweiten Generation“ die Geschichte ihrer Eltern lebendig?
Wenn öffentliche Zivilcourage einer Rechtspartei schon zu viel der Meinungsfreiheit ist
Das Goethe-Zitat ist seit 2015 am Schauspiel Leipzig zu lesen. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserLeipzig hat das Theater schon im Jahr 2015 erlebt, als die Leipziger AfD-Fraktion versuchte, dem Leipziger Schauspiel Mund und Meinung zu verbieten. Es ist schon verblüffend, wie gern die AfD zu uralten Methoden der Einschüchterung und Zensur greift, wenn es um Meinungsäußerungen anderer Menschen geht, die nicht in ihr kleinkariertes Weltbild passen. Derzeit erleben es das Theater Freiberg und die Semperoper in Dresden.
Kommentar zur OBM-Wahl in Görlitz: Alle zusammen gegen den Faschismus
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38-Jähriger wegen Facebook-Hetze gegen Geflüchtete zu Geldstrafe verurteilt
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Seit Montag macht auch Seidels Klosterbäckerei mit beim umweltschonenden Pfandbechersystem
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Für alle LeserEs ist derzeit das Herzensprojekt des BUND Leipzig: die Einwegbecher, aus denen gedankenlose Zeitgenossen ihren Coffee-to-go schlürfen, aus dem Leipziger Straßenbild verschwinden zu lassen. Die Möglichkeiten eines Mehrweg-Becher-Systems gibt es schon. Doch im persönlichen Gespräch müssen alle Anbieter von Kaffee im Straßenverkauf jetzt überzeugt werden, mitzumachen. Denn da muss auch einiges in der Unternehmenslogistik geändert werden.
Mit „Leipzig Museum on Tour. Leipziger Schätze unterwegs“ fährt das Stadtmuseum vielsprachig auf die Stadtfeste des Sommers
Die Teilnehmer des Projekts „Museum on tour“. Foto: Stadtgeschichtliches Museum Leipzig

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Für alle LeserMuseen haben ja ein gewisses Schwellenproblem. Wer nicht sowieso ein gewohnheitsmäßiger Museumsbesucher ist, scheut sich meist, eine Museumsausstellung zu besuchen. Auch dann, wenn es eigentlich um die Geschichte seiner Stadt geht. Das Stadtgeschichtliche Museum dachte sich an dieser Stelle: Wenn die jungen Leute nicht kommen, fahren wir eben hin zu ihnen. Und nehmen ein paar schöne Anschauungsstücke mit: Museum on Tour eben.
SPD-Fraktion fordert die Verwaltung auf, die Leipziger Unfallschwerpunkte tatsächlich zeitnah zu entschärfen
Erinnerung an den tödliche Radunfall am Kleinmessegelände. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserDas Unfallgeschehen in Leipzig ist eigentlich nicht wesentlich dramatischer geworden als in den Vorjahren. Aber da immer mehr Leipziger mit dem Rad auch im Alltag unterwegs sind, werden auch immer öfter Radfahrer Opfer von Unfällen, die sich an einigen Stellen im Stadtgebiet auffällig häufen. Die SPD-Fraktion im Stadtrat stärkt jetzt dem OBM den Rücken, diese Unfallschwerpunkte systematisch zu entschärfen.
Am heutigen Dienstag demonstrieren die Grünen wieder für durchgängige Radstreifen in der Jahnallee
Die rechtlich wahrscheinlichste Zukunft auf der inneren Jahnallee. Foto: Michael Freitag

Foto: Michael Freitag

Für alle LeserAm heutigen Dienstag, 18. Juni, demonstriert der Kreisverband von Bündnis 90/Die Grünen erneut für sicheren Radverkehr in der Inneren Jahnallee ab Leibnizstraße stadtauswärts. „Die Menschen nehmen die Verkehrswende inzwischen in die eigenen Hände und fahren verstärkt in Leipzig mit dem Fahrrad“, stellt Katharina Krefft, die Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen im Leipziger Stadtrat, dazu fest.
West-Ost-Route durch die Beethovenstraße ist seit Montag Fahrradstraße
Die Beethovenstraße ist jetzt offiziell Fahrradstraße. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEigentlich sollte es ein klein wenig anders ablaufen am Montag, 17. Juni. Die Schilderfirma sollte mit Montagewagen am Kreisverkehr an der Beethovenstraße stehen. Die Montage des ersten Schilds „Fahrradstraße“ sollte fotogen ins Bild gesetzt werden. Aber die Jungs vom Schilderdienst waren schneller, auftragsgemäß hatten sie um 12 Uhr schon den größten Teil der Beethovenstraße im Musikviertel umgeschildert.
Verschwunden: Die verhinderte Suche nach zwangsadoptierten Kindern aus der DDR
Sylvia Kabus: Verschwunden. Foto: Ralf Julke

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEs waren nicht nur fünf Fälle, wie lange Zeit kolportiert wurde. Eher waren es einige hundert Fälle, in denen Kinder in der DDR ihren Eltern weggenommen und zwangsadopiert wurden. Seit 2018 ist das Thema endlich auf der Tagesordnung. Doch Gesetze, die eigentlich wichtig sind, schützen in diesem Fall auch die Täter und verhindern, dass Eltern ihre verschwundenen Kinder wiederfinden. Leicht ist die Spurensuche von Sylvia Kabus nicht.