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Geflüchtete diskutieren mit Leipziger Politiker*innen – Politische Bildung und Demokratie Leben im Südcafé Leipzig

Was macht eigentlich der Stadtrat? Das konnten Geflüchtete, Migrant*innen, Ehrenamtlichen und Mitarbeiter*innen des Südcafés am vergangenen Dienstag, den 2. April, bei Leipziger Politiker*innen nachfragen – und sich so bei Kaffee und Kuchen über gelebte Politik weiterbilden.

Von 16 bis 18 Uhr trafen sich rund 40 Teilnehmer*innen in der Mensa des Evangelischen Schulzentrum zur Veranstaltung „Pro Dialog – Wir fragen nach: Was macht eigentlich der Stadtrat? Gespräche mit Vertreter*innen des Stadtrates sowie Migrantenbeirat Leipzig“. Sie konnten Fragen an die Politiker*innen stellen und im Gegenzug bekamen die Politiker*innen direkte Information über die Lage der Geflüchteten und Migrant*innen in Leipzig.

Die Fragen wurden auf Arabisch, Persisch und Deutsch gestellt. Die Gäste wurden beim Antworten sprachlich von dolmetschenden Teilnehmer*innen unterstützt. In gemischten Arbeitsgruppen ging es um persönliche Eindrücke von Leipzig wie „Leipzig ist eine offene, nette Stadt“, Probleme beim Finden von Ausbildungsplätzen und Ungewissheiten bei Duldung, Wohnraum und Familiennachzug. Zudem ging es bei den Gesprächen um die konkreten Aufgaben des Stadtrates, die Kommunalwahl im Mai und die Vertretung der Migrant*innen durch den Migrantenbeirat.

Alle Stadtratsfraktionen waren eingeladen. Anwesend waren: Petra Cagalj (Bündnis 90, Grüne), Christopher Zenker (SPD) und Hassan Zeinel Abldine (Migrantenbeirat). Juliane Nagel (Die Linke) und Sven Morlock (FDP) waren verhindert und hatten sich entschuldigt. Die Stadtratsfraktionen von CDU und AfD hatten sich, leider, nicht auf unseren Anfragen zurückgemeldet. Aus dem Landtag nahm Frau Cornelia Blattner, CDU-MdL teil. Ebenfalls Herrn Julian Schröder Mitglied von den Christdemokraten und Stadtrat Kandidat.

Das Nachmittagsgespräch war Teil des „LET´S TALK“ Programmes vom Südcafé, das in Kooperation mit dem Leipziger Verein MEPa e.V. (Migration, Entwicklung und Partizipation), dem Lokalträger des bundesweiten Projektes Samofa (Stärkung der Aktiven aus Migrantenorganisationen in der Flüchtlingsarbeit), stattfand.

Das „Südcafé Leipzig“ ist ein Begegnungsort und empfängt, zweimal in der Woche 30 bis 40 Geflüchtete und Migrant*innen, Menschen aus verschiedenen Stadtteilen. Neben Hilfestellungen, wie zum Beispiel bei schulischen Hausausgaben oder behördlichen Schreiben planen und veranstalten die Geflüchtete, Mitarbeiter*innen und Ehrenamtlichen kulturelle Aktivitäten und Angebote für die Demokratiestärkung und politischer Bildung, bei denen Information über Menschen- und Grundrechte und politische Partizipationsmöglichkeiten vor Ort vermittelt werden.

Als Ort der Begegnung bietet das Café die Gelegenheit, durch gegenseitigen Austausch, Anerkennung und Respekt die nachhaltige soziale Entwicklung und den Zusammenhalt der Stadtgesellschaft zu sichern.

Das „Südcafé Leipzig“ wird von der Ev.Luth. Bethlehemgemeinde als Hauptträger gestaltet. Es findet jeden Dienstag und Donnerstag von 16 bis 18 Uhr in der Cafeteria des Evangelischen Schulzentrums in Südvorstadt Leipzig statt.

 

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