Artikel zum Schlagwort Migration

Kommentar & eine Erinnerung an Dietrich Bonhoeffer aus aktuellem Anlass

Die Dummheit als Prinzip + Video

Christian Wolff. Foto: Michael Freitag

Für alle LeserBei einem Leserforum der Ostsee-Zeitung mit Bundeskanzlerin Angela Merkel am 13. August 2019 in Stralsund trat das AfD-Mitglied des Kreistags Vorpommern-Rügen, Thomas Naulin, ans Mikrophon: „Frau Merkel, Sie haben uns im Namen der Toleranz in eine Diktatur geführt … Die Grundrechte sind zurzeit massiv eingeschränkt … ‚Die Würde des Menschen ist unantastbar‘ Artikel 1, so sollte es sein. Dieses Recht aber hat man verwirkt, wenn man sich zurzeit in Deutschland zur AfD oder als Patriot bekennt. … Die Pressefreiheit ist zurzeit nicht gegeben. Wir haben eine Propagandapresse … die DDR würde vor Neid erblassen, wenn sie Weiterlesen

Daran kann auch ein Alte-Männer-Wahlkampf wenig ändern

Schon heute hat jeder zehnte Jugendliche in Sachsen einen Migrationshintergrund

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserAm Montag, 12. August, war Internationaler Tag der Jugend. Solche Tage lieben Sachsens Statistiker. Denn dann können sie sich auch einmal mit Zahlen Gedanken über die Zukunft machen. Über die Alten und Griesgrämigen wurde ja schon viel geredet und geschrieben. Aber die sterben irgendwann. Und dann werden jüngere Leute das Leben im Freistaat bestimmen. Dann normalisiert sich auch das Ungleichgewicht der Altersklassen wieder. Alles wächst sich aus. Und die Zukunft wird anders aussehen. Weiterlesen

Quartalsbericht

Leipzig wächst auch, weil es Menschen aus vielen Ländern Chancen bietet

Grafik: Stadt Leipzig, Quartalsbericht 1 / 2019

Für alle LeserStädte sind Orte des Transits, der Möglichkeiten und der Transformation. Darüber hat der Leipziger Sozialforscher Andreas Thiesen 2016 ein ganzes Buch veröffentlicht: „Die transformative Stadt“. Leipzig war ihm dafür ein ideales Forschungsfeld. Und ist es bis heute, wo die Veränderungen immer öfter an Besitzständen scheitern. An der Burgenmentalität von Leuten, denen das Ermöglichen als Strategie ziemlich fremd ist. Lieber richten sie grimmige Kontrollzonen ein. Weiterlesen

Auszug aus der aktuellen LEIPZIGER ZEITUNG, seit Freitag 19. Juli im Handel

Bei Nacht und Nebel

Foto: Michael Freitag

Für alle LeserDie deutsche Mehrheitsgesellschaft bemerkt es nicht wirklich, doch es verschwinden Menschen in diesem Land. Über Nacht, einfach so, auf behördliche Anweisungen hin von der Polizei zum Flughafen gebracht und quer durch Europa verschickt. Eine Situation, die viele nicht sehen wollen, die gleich mehrere Perspektiven auf unsere Gesellschaft, unsere Europäischen Nachbarn, aber vor allem auf die betroffenen Menschen verlangt.Ein erster Einblick in die LEIPZIGER ZEITUNG, Ausgabe 69, seit 19. Juli 2019 im Handel. Weiterlesen

Neue Studie: „Europa als Ziel? Die Zukunft der globalen Migration“

Migration hat ökonomische Gründe und bleibt meist in der Großregion

Grafik: Berlin-Institut

Für alle LeserDass heute so viele Europäer nationalistische Parteien wählen, hat auch mit dem irrationalen Versuch zu tun, für den heutigen Zustand der Welt nicht verantwortlich sein zu wollen. Auch nicht für die Folgen wie die Kinderarmut im Norden und rücksichtslose Freihandelsverträge. Und nun will man die Menschen im Meer ertrinken lassen, die teilhaben wollen am exklusiven Wohlstand der Europäer. Weiterlesen

Zwischen Endpunkten und Neustart

Die Leipziger Zeitung Nr. 68 ist da: Game over! Keine Angst vor neuen Wegen

Foto: Michael Freitag

Für alle LeserMal wieder tobt aktuell eine Debatte um die „Kraft durch Freu(n)de“-T-Shirt-Provokation von MDR-Kabarettist Uwe Steimle, Dresden kennt längst seine Causa Uwe Tellkamp und die heißt nun für Leipzig wohl Axel Krause. Spätestens seit der Ausladung des Leipziger Malers und AfD-Fans bei der 26. Leipziger Jahresausstellung dürfte einigen so langsam ein Lichtlein aufgehen, wo 30 Jahre nach „der Kehre“ die Parallelen liegen. Lange Linien hier und neue Wege bei der Jugend da. Eine Ausgabe zwischen „Game over!“ und fehlender Angst vor Neuem. Weiterlesen

Am Donnerstag gibt es die Anhörung zu den Gesetzentwürfen von Grünen und Linken im Landtag

Migration funktioniert ohne echte Integrationsangebote nicht

Foto: René Loch

Für alle LeserEs geht Menschen, die migrieren müssen, nicht anders als Menschen, die schon da sind – in Sachsen zum Beispiel – und dann trotzdem lauter Hürden und Barrieren vor sich sehen, die verhindern, dass sie sich wirklich integrieren können. Dass Integration in Sachsen überhaupt nicht selbstverständlich ist, macht gerade der Umgang mit Migranten deutlich. Die Grünen schlagen jetzt ein Gesetz für mehr Chancengleichheit vor. Am Donnerstag geht es in die Anhörung. Weiterlesen

Am 14. März im Pögehaus: Migration und die Herausforderungen des Leipziger Wohnungsmarktes

Foto: Michael Freitag

Leipzig ist attraktiv. Verstärkter Zuzug und Immobilienspekulationen sorgen für einen angespannten Wohnungsmarkt. Die Aufwertung ganzer Stadtviertel führt zunehmend zu steigenden Mieten, Verdrängung und sozialer Auslese bei der Wohnungsvergabe. Auch geflüchtete und Menschen mit anderen Migrationsgeschichten werden mit knapper werdenden Wohnraum verschärft mit Problemen konfrontiert. Weiterlesen

Gastkommentar von Christian Wolff

Sächsische Grüße vom Gartenzaun: Zum Interview mit Antje Hermenau

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserSie hat ein Buch geschrieben – Antje Hermenau, bis 2014 Landtags- und Bundestagsabgeordnete für Bündnis 90/Die Grünen, jetzt Geschäftsführerin der Freien Wähler in Sachsen. In den nächsten Tagen erscheint ihre Streitschrift „Ansichten aus der Mitte Europas. Wie Sachsen die Welt sehen“. Ob frau/man das Buch kaufen muss? Es bleibt jedem anheimgestellt. Weiterlesen

Kaum Verbesserungen bei der Unterbringung von Geflüchteten in Sachsen – Landkreis Bautzen Schlusslicht

Juliane Nagel (MdL, Linke) Foto: L-IZ.de

Laut Anfrage der Abgeordneten Juliane Nagel zur Unterbringung von Geflüchteten in Sachsen (Parlaments-Drucksache 6/16215) gab es im letzten halben Jahr kaum Verbesserungen in Bezug auf die Wohnsituation. So ist die Zahl der in Sammelunterkünften untergebrachten Schutzsuchenden stabil, die Quote derer, die in eigenen Wohnungen leben, liegt weiterhin bei 65 Prozent. Die Kapazitäten in kommunalen Sammelunterkünften liegen sachsenweit stabil bei 13078 (1. Halbjahr: 13113). Davon stehen insgesamt etwa 70 Prozent leer. Weiterlesen

Das Referat für Migration und Integration informiert:

Spezial-Angebote im Oktober im Willkommenszentrum Leipzig

Foto: Ralf Julke

Zusätzlich zu den regulären Öffnungszeiten bieten im Willkommenszentrum im Oktober 2018 verschiedene Akteure Beratung zu folgenden Themen an: Am 9. Oktober bietet die Verbraucherzentrale Sachsen von 13 bis 17 Uhr Unterstützung zu verschiedenen Themen an. Bei Schwierigkeiten mit dem Mietvertrag, dem Handyvertrag und Fragen zu anderen sozialen Angelegenheiten unterstützen die Projektmitarbeiter bei der Vermittlung in die passende Beratung. Weiterlesen

„Interkulturelle Öffnung kann nicht von oben herab verordnet werden“

Integrationsministerin Petra Köpping über interkulturelle Öffnung der Gesellschaft

Foto: Kerstin Pötzsch

Vor rund 80 Gästen sprach die Sächsische Staatsministerin für Gleichstellung und Integration, Petra Köpping, im Rahmen der Podiumsdiskussion „academy im dialog – Interkulturelle Öffnung unserer Gesellschaft: Was bedeutet das? Wo stehen wir? Wie kann sie gelingen?“ gestern im Plauener Malzhaus. Weiterlesen

Fluchthintergrund wird nicht extra registriert

Wie viele Flüchtlingskinder tatsächlich in Kitas betreut werden, kann Leipzigs Sozialdezernat gar nicht sagen

Foto: Ralf Julke

Für alle LeserEs gibt zwei Wege, wie ein Land in Zeiten reagieren kann, in denen humanitäre Hilfe für Flüchtlinge angesagt ist: Es kann in Panikmache verfallen wie die rechtskonservativen Schreihälse im Land. Es kann aber auch ruhig und besonnen die Grundlagen für echte Integration schaffen. Denn erst so hilft man Menschen wirklich, die oft viele Jahre warten müssen, bis in ihrer Heimat wieder Frieden einkehrt. Und dazu gehört auch die Integration der Kinder. Weiterlesen

Der eigentliche Motor aller Migration

Wie man Armutsquoten in der EU wirklich berechnen müsste

Karte: FES

Für alle LeserDas Problem der rechtskonservativen Populisten ist natürlich, dass sie zwar ein Phänomen richtig wahrnehmen – es sind deutlich mehr Menschen auf Wanderung als noch vor wenigen Jahren. Aber sie glauben, das Problem mit einer uralten Lösung aus dem Museumsreservoir des 19. Jahrhunderts lösen zu können: dem guten alten Nationalstaat mit seinen strengen Grenzwächtern und Zollbeamten. Aber sie begreifen den Motor dahinter nicht. Deswegen ist ihre Lösung so dumm. Weiterlesen

„Flucht, Exil, Migration“ – Wie sich Geflüchtete in eine neue Sprache einleben

Foto: Franziska Koppe

Zahlreiche Geflüchtete beherrschen bei ihrer Ankunft in Deutschland die englische Sprache deutlich schlechter als das in ihrer Eigenwahrnehmung der Fall ist. Dennoch ist Englisch für sie anfangs neben der Muttersprache das wichtigste Kommunikationsmittel. Mit Beginn des Deutschunterrichts reduziert sich der Anteil des Englischen und der Muttersprache. Weiterlesen