Tag: 30. Oktober 2017

In blaues Licht getaucht: das Wrack der Titanic. Foto: Ralf
Leben·Gesellschaft

Gastmanns Kolumne: Gedanken zum Reformationstag 2017

Ich komme gerade aus einer Filiale der Drogeriekette, die so heißt wie ein berühmter Fußballer der Nationalmannschaft oder wie zwei Millionen andere Deutsche auch. Dort jedenfalls stapelten sich förmlich die Menschen in der Halloween-Artikel-Abteilung, die zur Stunde vielleicht nicht restlos leer gekauft war, aber doch schon anständig geplündert. Nur noch ein paar Strumpfhosen mit Skelett-Aufdruck, ein, zwei Vampirgebisse und ein Haarreif aus roten Rosen, aus denen ein kleiner Totenschädel hervorlugte, waren noch zu haben. Nur um es vorweg zu sagen: Ich verstehe, dass Kinder auf jedes Kostümfest abfahren, das sich ihnen bietet. Logo.

„Die Leiche ist weg“. Foto: Constanze Burger
Veranstaltungen·Bühne

Horroratmosphäre im Theatrium: „Die Leiche ist weg“

Wie an jedem Arbeitsplatz gibt es auch in der Rechtsmedizin einen ganz normalen Arbeitsalltag. Auch wenn dieser diktiert wird vom cholerischen Professor, der naiven, aber ehrgeizigen französischen Praktikantin, genervten Kollegen, die vielfach ein Faible für Abgründigkeit pflegen – und natürlich Leichen. Zurzeit ist mal wieder Hochkonjunktur, alle Boxen im Leichenraum sind belegt.

Was Eltern bei der Bildung ihrer Kinder wichtig ist. Grafik: Stiftung Lesen
Leben·Familie & Kinder

Beim Vorlesen passiert viel mehr, als es sich Bildungspolitiker jemals träumen lassen

Für FreikäuferAm 24. Oktober gab es auch noch eine ganz spezielle Meldung zu einer Studie: einer Vorlesestudie. Man hat mal wieder die Eltern kleiner Kinder gefragt, ob und wann sie den Kindern vorlesen. Das Ergebnis klang dann erst einmal bedrückend: „55 Prozent aller Eltern lesen ihren Kindern in den ersten zwölf Monaten nicht regelmäßig vor. In 28 Prozent der Familien ist das sogar innerhalb der ersten drei Jahre nicht der Fall.“

Wohnadresse: Parkhäuschen. Foto: Ralf Julke
Politik·Leipzig

Haben Obdachlose überhaupt erfahren, dass sie wählen durften?

Zur Bundestagswahl am 24. September brandete auch deutschlandweit die Diskussion auf, ob bestimmte Bevölkerungsgruppen unrechtmäßig von der Wahl ausgeschlossen waren. Darunter zum Beispiel Obdachlose. Oder Menschen, die aus anderen Gründen keinen festen Wohnsitz haben. Wie geht die Leipziger Wahlbehörde mit solchen Menschen um, wollte die Linksfraktion im Leipziger Stadtrat wissen.

Bagger der Mibrag im Tagebau Espenhain. Foto: Matthias Weidemann
Wirtschaft·Metropolregion

LEAG und Oberbergamt spielen weiter Katz und Maus mit Landtagsabgeordneter

Wohin es führt, wenn ein Ministerpräsident nicht wirklich den Mumm hat, Leitplanken zu setzen und sich alles notwendige Wissen über Wohl und Wehe des ihm anvertrauten Landes zu besorgen, zeigt das Beispiel Rückstellungen für die Braunkohletagebaue. Wenn schon der „Landesvater“ nicht wissen will, was da auf Sachsen zukommt, dann spielt der verantwortliche Konzern auch mit Jana Pinka Katz und Maus.

Eine Aktion der Giordano Bruno Stiftung: Der alte Luther auf dem Kirchentag in Leipzig. Foto: L-IZ.de
Bildung·Forschung

Wie kann man den Bürgern Großveranstaltungen in ihrer Stadt wieder schmackhaft machen?

In den letzten Jahren sind in Deutschland einige Großereignisse mit großer Resonanz durchgezogen wurden, andere prallten bei den Bürgern ab, die sich zum Beispiel wie in München und Hamburg gegen die Bewerbung der Austragung Olympischer Spiele wehrten. Verlieren also Großveranstaltungen an Akzeptanz? Die jüngste Studie des Hitschfeld Büros für strategische Beratung ist zumindest ein bisschen zweischneidig.

Lydia Daher: Wir hatten Großes vor. Foto: Ralf Julke
Kultur·Musik

Lydia Dahers poetisch-lapidare Sicht auf eine heile Welt, die grade auseinanderfällt

Für FreikäuferNatürlich ist es besser, die ganzen Waschzetteltexte nicht zu lesen. Und die ganzen Texte von Musikkritikern, die alles so schön in Schubladen packen. Und die kleinen Jubelarien von Leuten, die ihre Bonbons gnädig unter die Künstler verteilen. Lydia Daher ist. Sie ist einfach. Auch wenn sie manchmal sagt und singt, dass sie sich nicht so recht da fühlt. Und nicht weiß, wohin das führt.

Melder vom 30.10.2017

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Wortmelder

Sachsenforst rechnet mit großen Schäden und warnt Waldbesucher vor den Gefahren im Wald

Der Herbststurm Herwart hat im sächsischen Wald große Schäden hinterlassen. Durch orkanartige Böen im Tiefland und insbesondere in Mittelgebirgslagen wurden zahlreiche Bäume im Wald entwurzelt oder gebrochen. Das genaue Ausmaß der Schäden wird erst in den kommenden Tagen abschätzbar sein. Fest steht aber: Herwart wird der folgenreichste Sturm für den sächsischen Wald in diesem Jahr.

NoLegida, Polizei und Legida am 27. April 2015. Foto: L-IZ.de
Polizeimelder

Polizeibericht, 30. Oktober: Kellerbox ausgeräumt, Diebstahl von Fahrzeugen, Ins Rad gefahren

In der Diakonissenstraße räumte ein Einbrecher ein Hochseeschlauchboot, zwei Außenbordmotoren und diverses Angelzubehör aus einer Kellerbox +++ In der Heiterblickallee wurde die Scheibe eines Fahrzeugs einer Wohnungsbaugenossenschaft eingeschlagen, darin ein Schlüssel zu einem anderen Fahrzeug entwendet und anschließend gestohlen +++ Auf der Pleißebrücke fuhr eine Radfahrerin in das Rad eines 78-Jährigen, der strauchelte und stürzte – In allen Fällen sucht die Polizei nach Zeugen.

Foto: Polizei Sachsen
Polizeimelder

Premiere: Aus Wachpolizisten werden Polizisten

Die Kolleginnen und Kollegen der Wachpolizei haben bereits viel Erfahrung sammeln können. Nach einer mindestens einjährigen Dienstzeit besteht für sie nun zum ersten Mal seit Bestehen der Wachpolizei die Chance, über eine verkürzte Ausbildung den Einstieg in die sächsische Polizei zu schaffen. Am 1. November 2017 werden insgesamt 185 ehemalige Wachpolizistinnen und -Polizisten erstmalig in die 24-monatige Ausbildung zum Polizeimeister gehen. Normalerweise dauert diese Ausbildung an einer der sächsischen Polizeifachschulen 30 Monate.

Privatdozent Dr. Christoph Lübbert wurde mit dem Präventionspreis der Deutschen Stiftung Innere Medizin und der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin e.V. (DGIM) ausgezeichnet. Foto: Stefan Straube / UKL
Wortmelder

Tropenmedizinisches Symposium am Universitätsklinikum Leipzig blickt aus medizinischer Sicht auf gesellschaftliche Herausforderungen

65 Millionen Menschen in der Welt sind auf der Flucht. Mit 4,4 Millionen kommt ein kleiner Teil dieser großen Migrationsbewegung bis nach Europa. Welche Herausforderungen stellen sich in diesem Zusammenhang der Medizin? Was bedeutet das für die Gesundheitsversorgung und die Gesellschaft? Aus dieser Perspektive heraus thematisiert das Tropenmedizinische Symposium am UKL am 4. November hochaktuelle gesellschaftliche Fragen von Nothilfe für Flüchtlinge bis Integration.

Foto: Ch. Sandig
Wortmelder

Leipzig im Wandel? – Vortrag von Prof. Enno Bünz in der Alten Börse

Zu einem hochinteressanten, die Ausstellung Luther im Disput ergänzenden Vortrag lädt das Stadtgeschichtliche Museum am kommenden Donnerstag, 02.11., 18 Uhr in der Alten Börse ein. Leipzig im Wandel? Was hat sich durch die Reformation im Erscheinungsbild der Städte, in der Ausgestaltung der Kirchen und im Alltag der Leipziger wirklich verändert? Der geschätzte Historiker Professor Enno Bünz wird ausführen, wie sich die veränderten theologischen Standpunkte in den Niederungen des kirchlichen Alltags ausgewirkt haben.

Fahne mit der Aufschrift ver.di
Wortmelder

Streik am 30.10.2017 bei Amazon in Leipzig

Mit diesen, zum Reformationsjubiläum passenden und etwas modifizierten Worten, ruft ver.di am 30.10.2017 die Kolleginnen und Kollegen von Amazon in Leipzig zum Streik auf. Diese Worte sind von den Streikenden bewusst in Anlehnung an den berühmten Spruch von Martin Luther gewählt. Den Beschäftigten bei Amazon geht es nicht anders. Sie treten für ihre Überzeugung ein, gegen einen harten Widerstand.

Der Universitätschor unter der Leitung von Universitätsmusikdirektor (UMD) David Timm bei einem Auftritt in der Peterskirche Leipzig. Foto: Randy Kühn/Universität Leipzig
Wortmelder

Leipziger Universitätschor gibt vorerst letztes Konzert in der Peterskirche

Der Leipziger Universitätschor beendet am Ewigkeitssonntag, dem 26. November 2017, gemeinsam mit dem Pauliner Barockensemble in der Leipziger Peterskirche das Kirchenjahr. Auf dem Programm stehen Werke von Johann Walter, Johann Sebastian Bach und Henry Purcell. Für die Sänger bedeutet dieses Konzert zugleich Abschied und Neuanfang: Es ist der vorerst letzte Auftritt des Universitätschores in der Peterskirche, bevor er am 1. Dezember 2017 um 19:30 Uhr mit einem feierlichen Konzert seine alte und neue Wirkungsstätte am angestammten Platz im neuen Paulinum - Aula und Universitätskirche St. Pauli in Dienst nimmt.

Das Projekt „LZ TV“ (LZ Television) der LZ Medien GmbH wird gefördert durch die Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

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