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Interdisziplinäre Nutzung steigt: Zweiter „da Vinci“-Operationsroboter am UKL geht in Betrieb

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    Den Ärzten des Universitätsklinikums Leipzig (UKL) steht ab sofort ein zweiter "da Vinci"-Operationsroboter für komplexe operative Eingriffe zur Verfügung. Mit dem Großgerät der neuesten Generation ("Xi"-Serie) arbeiten Urologen, Chirurgen und Gynäkologen. Investiert wurden rund drei Millionen Euro, finanziert vom Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst. Die erste Operation mit dem neuen "da Vinci" führte Prof. Jens-Uwe-Stolzenburg durch, der Erfahrenste unter den Nutzern des OP-Roboters am UKL.

    „Diese neue Generation des ‚da Vinci‘ bietet noch mehr Vorteile gegenüber dem hervorragenden und bereits gut etablierten Vorgänger“, betont Prof. Stolzenburg. Das UKL gehe damit einen konsequenten Schritt weiter in die Richtung des geplanten Zentrums für roboter-assistierte Chirurgie, in dem Urologen, Chirurgen und Gynäkologen jeweils am „da Vinci“ operieren würden, sagt der Direktor der Klinik und Poliklinik für Urologie.

    „Wir arbeiten bereits seit 2011 mit dem OP-Roboter, mehrere tausend Patienten sind seitdem erfolgreich damit operiert worden. Aufbauend auf diesen guten Erfahrungen setzen wir unseren Weg fort“, so Prof. Stolzenburg. Perspektivisch sieht er sogar die Notwendigkeit eines dritten Gerätes, um dem steigenden Bedarf gerecht zu werden: „Die Zahl und das Spektrum der Patienten, die für eine roboter-assistierte Behandlung in Frage kommen, erweitert sich, auch weil mit der Zahl der beteiligten Fachgebiete zudem die Interdisziplinarität steigt“, so der Klinikdirektor der UKL-Urologie.

    Die Assistenz des Robotersystems führt die minimal-invasive Chirurgie zu höchster Präzision. Durch die geringe Größe der Eintrittsstellen sinkt die operationsbedingte Infektionsgefahr. Weitere Vorteile bestehen in der 3D-Sicht für den Operateur und der großen Beweglichkeit aller Instrumente. Durch die schonende OP-Methode erholt sich der Patient rascher und kann schneller in den Alltag zurückkehren.
    Zusätzlich besitzt der „da Vinci Xi“ nun zwei Konsolen. Die zusätzliche Konsole kann zu Ausbildungszwecken genutzt werden. Auch ein Simulatorprogramm steht nun zur Verfügung.

    Dreieinhalb-Kilogramm-Gebärmutter minimal-invasiv entfernt

    Nach dem Premiereneinsatz des neuen Gerätes in der UKL-Urologie leistete der „da Vinci“ anschließend auch in der Gynäkologie des Universitätsklinikums Leipzig wertvolle Dienste. Bei der Operation einer adipösen Patientin gelang es Prof. Bahriye Aktas, Direktorin der Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde, mit Roboterunterstützung einen 3500 Gramm schweren Uterus minimal-invasiv zu entfernen. Normalerweise wiegt eine Gebärmutter unter 100 Gramm. Ohne dieses moderne technische Hilfsmittel hätte der Bauch dafür weit bis zum Rippenbogen geöffnet werden müssen.

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