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agra: Ehrenpreise für Tierzüchter – Staatsminister Schmidt zeichnet verdiente Tierzüchter aus

Von Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft
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    Die mitteldeutsche Landwirtschaftsausstellung „agra“ ist seit jeher eine Leistungsschau der Tierzucht. Rund 1 000 landwirtschaftliche Nutztiere werden den Messebesuchern in zahlreichen Leistungs- und Tierschauen präsentiert. Staatsminister Thomas Schmidt zeichnete heute (25. April 2019) auf der „agra 2019“ in Leipzig zwei Züchter mit dem tierzüchterischen Ehrenpreis aus.

    Mit dieser Auszeichnung werden besonders verdienstvolle Tierzüchter verschiedener Nutztierarten geehrt, die aufgrund ihrer langjährigen und erfolgreichen Tätigkeit maßgeblich zur Verwirklichung der Zuchtprogramme und damit zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit der sächsischen Tierzucht beigetragen haben.

    „Ich bin davon überzeugt, dass die Tierhaltung ein wichtiger Bereich der Landwirtschaft bleiben wird. Heutige Zuchtziele setzen nicht mehr nur auf hohe Milch- oder Fleischmengen. Zunehmend geht es darum, gesunde, robuste, langlebige und fruchtbare Tiere zu züchten“, sagte Staatsminister Schmidt.

    „Diese überwiegend ehrenamtliche Tätigkeit der Tierzüchter ist nicht selbstverständlich. Jeder einzelne Züchter trägt mit seiner Arbeit entscheidend dazu bei, dass die breite Palette regionaler landwirtschaftlicher Produkte aufrechterhalten werden kann. Dafür danke ich allen Züchtern und Zuchtverbänden.“

    Der sächsische Landwirtschaftsminister zeichnete mit dem tierzüchterischen Ehrenpreis zum einen Wolfram Haselhoff (Agrargenossenschaft Doberschütz e. G.) aus. Von 2003 bis 2015 wurde unter seiner Geschäftsführung erheblich in die Schweineproduktion investiert. Schwerpunkt bildet die Schweinezucht mit dem Verkauf von rund 4 000 Jungsauen und rund 2 500 Zuchtläufern pro Jahr (Dänische Genetik) sowie die Produktion von 30 000 Läufern für fünf Mastanlagen.

    Mit den Zuchttieren werden 30 Betriebe in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Thüringen, Bayern und Nordrhein-Westfalen beliefert. Die Genetik überzeugt unter anderem durch eine hohe Fruchtbarkeit sowie eine gute Futterverwertung. Alle Tiere werden im Direktbezug von Erzeugern zum Endkunden verkauft, wobei vor Ort eine Besichtigung und Auswahl der Tiere erfolgen kann.

    Den zweiten Ehrenpreis erhielt Thomas Tillig (Landwirtschaftsbetrieb Thomas und Antje Tillig) aus Ebersbach. Er betreibt einen Basiszuchtbetrieb der Rasse Deutsches Edelschwein und hat sich auf Zucht und Produktion von Ebern dieser Rasse spezialisiert – als einziger in Mitteldeutschland.

    Im Mittelpunkt steht der Verkauf der Eber an Besamungsstationen und der Export, etwa nach Kasachstan oder die Philippinen. Außerdem erzeugt er Kreuzungssauen des Deutschen Edelschweins mit der Deutschen Landrasse für Kunden in Sachsen, Brandenburg und Niedersachsen. Diese Sauen zeichnen sich durch sehr ausgeglichene Würfe mit nahezu konstanten Zahlen gleichmäßig entwickelter Ferkel aus.

    Darüber hinaus durch beste Aufzuchtergebnisse, hohe Milchleistung, große Wachstumsveranlagung bei niedrigem Futteraufwand sowie ein stabiles robustes Fundament, also Klauen. Sie erfüllen bestens Tierwohlkriterien, wie die freie Abferkelung und erweiterte Gruppenhaltung. Die Sauen kommen auch in Biobetrieben zum Einsatz.

    Hintergrund:

    In Sachsen gibt es ein gutes Zusammenspiel von Betrieben, Zucht- und den Kontrollorganisationen. Viele Züchter sind in Verbänden organisiert, wie beispielsweise beim Sächsischen Rinderzuchtverband e. G. im Verbund der Masterrind GmbH mit über 1 000 Mitgliedsbetrieben, im Pferdezuchtverband Sachsen-Thüringen mit rund 3 000 Züchtern, beim Sächsischen Schaf- und Ziegenzuchtverband e. V. mit etwa 170 Züchtern oder im Sächsischen Landeskontrollverband e. V. mit rund 620 Mitgliedsbetrieben.

    Vor allem Privatpersonen finden sich zudem zusammen im Sächsischen Rassegeflügelzüchterverband e. V. mit etwa 8 000 Mitgliedern und im Landesverband Sächsischer Rassekaninchenzüchter e. V. mit fast 7 200 Mitgliedern.

    Die Basis der sächsischen Tierzucht stellen folgende Zuchttierbestände dar:

    – 122 749 Herdbuchkühe in 407 Betrieben bei durchschnittlich 10 055 kg Milchleistung je Kuh (Zuwachs von 234 kg im Vergleich zum Vorjahr);

    – 70 800 Zuchtsauen und 300 Reinzucht- bzw. Endstufeneber in 170 Betrieben;

    – 3 873 eingetragene Zuchtstuten und 232 eingetragene Hengste bei 3 056 Züchtern;

    – 4 986 eingetragene Zuchtschafe und 1 239 eingetragene Zuchtziegen bei 170 Züchtern;

    – 5,2 Millionen Hühner (3,8 Millionen Legehennen), 25 600 Gänse, 77 000 Enten, 207 000 Puten;

    – neuartige Zuchttierbestände bei Lamas, Alpakas, Wasserbüffeln und Straußen.

    Auf der Grundlage leistungsfähiger und gesunder Zuchttierbestände wurden im Jahr 2018 im Freistaat Sachsen 1,7 Millionen Tonnen Milch und 965 Millionen Eier erzeugt.

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