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Die besten Praxisberater an Schulen ausgezeichnet

Das Kultusministerium hat heute (19. Juni) zum zweiten Mal erfolgreiche Praxisberater an Sachsens Oberschulen ausgezeichnet. Die Preisträgerinnen sind: Anne Vogel, Heinrich-Pestalozzi-Schule, Oberschule der Stadt Leipzig (Platz 1), Mariana Franz, 25. Oberschule Dresden (Platz 2), Nicole Wentzel, 116. Oberschule Dresden (Platz 3).

Die Preisträger bekommen insgesamt 2.750 Euro sowie einen Kompetenzpreis. Das bedeutet, sie erhalten nach ihren Wünschen ein Seminar, dessen Inhalte sie bei ihrer weiteren Arbeit mit den 13- und 14-jährigen im Bereich der Berufsorientierung, Gesprächsführung oder Stärkenermittlung weiterbringt. Insgesamt lagen 47 Nominierungen vor. Die Auszeichnung erfolgte beim ersten Fachkongress zur Beruflichen Orientierung im Internationalen Congress Center Dresden.

Praxisberater unterstützen seit dem Schuljahr 2013/2014 Schüler der Klassenstufen 7 und 8 an Oberschulen bei einer passgenauen Berufsorientierung. Derzeit gibt es 160 Praxisberater an 150 Oberschulen.

Kultusminister Christian Piwarz: „Die Arbeit der Praxisberater ist unverzichtbar für eine optimale Berufsorientierung. Mit der Auszeichnung wollen wir die Leistungen der Praxisberater würdigen und ihre Arbeit mehr ins Licht der Öffentlichkeit rücken“, so der Minister. Gerade bei den regionalen Unternehmen sei der Praxisberater als Ansprechpartner für die Zusammenarbeit mit einer Schule noch zu wenig bekannt.

Klaus-Peter Hansen, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit: „Eine gute Berufsorientierung führt zur richtigen Berufswahl und ist eine Voraussetzung für den erfolgreichen Übergang in das Arbeitsleben. Die Praxisberater leisten eine wichtige Vorbereitung, auf deren Ergebnisse die Berufsberater aufsetzen können. Dadurch wird Zeit gewonnen und die Jugendlichen entscheiden sich letztlich – gut informiert – für einen Beruf, der zu ihren Kompetenzen und Talenten passt. Aus diesen Gründen freue ich mich über die Auszeichnungen. Jede Investition in unsere Jugend ist die wichtigste Investition in unsere Zukunft.“

Für den Wettbewerb waren Schulleiter von Oberschulen aufgefordert, erfolgreich arbeitende Praxisberater, die seit mindestens einem Jahr an der Schule tätig waren, zu nominieren. Dazu wurden die Selbst- und Sozialkompetenz, die Kreativität, das Engagement, das Fachwissen und die Kommunikationskompetenz bewertet.

Zudem schaute die Jury auf die Rahmenbedingungen an der Schule, wie viele Schüler der Klassenstufen 7 und 8 in das freiwillige Projekt einbezogen werden und wer in die Bewertung der Arbeit des Praxisberaters einbezogen wurde. Berufsberater arbeiten mit den Projektergebnissen dann in den Klassenstufen 9 und 10 weiter.

Praxisberater unterstützen Schüler der Klassenstufen 7 und 8 individuell auf ihrem Weg der Berufsorientierung. Dies beginnt mit einem Potenzialanalyseverfahren, mit dem die Stärken jeder Schülerin und jedes Schülers ermittelt werden.

Diese Stärken und überfachlichen Kompetenzen sowie die Wunschvorstellungen werden in Beziehung zu passenden Berufsfeldern gesetzt. In diesen Berufsfeldern sammeln die Schüler in der Klassenstufe 8 vielfältige praktische Erfahrungen. Zudem bietet der Praxisberater zusätzliche Module zur Berufsorientierung bedarfsgerecht vor Ort an. Alle Praxisberater erhalten vorbereitend eine Fortbildung.

Das Gesamtprojekt wurde jährlich mit zwei Millionen Euro paritätisch von Kultusministerium und der Regionaldirektion Sachsen für 40 Oberschulen finanziert sowie jährlich mit weiteren rund 5,6 Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) und Mitteln der Regionaldirektion Sachsen. Ab dem 1. August 2019 werden weitere 79 Oberschulen in das Projekt „Praxisberater“ aufgenommen und mit Mitteln des Sächsischen Kultusministeriums und der Regionaldirektion Sachsen in einer Höhe von rd. 7,3 Mio. EUR bei der systematischen Berufsorientierung unterstützt.

Die Gesamtliste aller bislang in das Projekt involvierten Schulen sowie weitere Informationen sind abrufbar unter: https://www.bildung.sachsen.de/7654.htm

Die Leipziger Zeitung Nr. 68 ist da: Game over! Keine Angst vor neuen Wegen

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