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Rückblick Gedenkveranstaltungen Universitätskirche & Vorankündigung ökumenischer Gottesdienst

Rund 600 interessierte Teilnehmer, ein tiefgründiger, hochaktueller Vortrag zum Thema "Staat ohne Gott?" sowie hierzu eine lebhafte und respektvolle Disputation in der Aula und Universitätskirche St. Pauli zu Leipzig am 29. Mai 2019: Das erste PaulinerForum war ein Auftakt mit durchweg positiver Resonanz, die allen Beteiligten Motivation für die Planung der Folgeveranstaltung im Mai 2020 gibt.

Die Stiftung dankt allen Mitwirkenden – nicht zuletzt auch dem Veranstalter, der Universität Leipzig vertreten durch die Theologischen Fakultät – für die partnerschaftliche Kooperation.

Am 51. Jahrestag der Sprengung der alten Universitätskirche besuchten ebenfalls rd. 600 Menschen den Himmelfahrtsgottesdienst am 30. Mai in der neuen Aula und Universitätskirche St. Pauli. Auf Einladung der Universitätsgemeinde wurde bei diesem Gottesdienst ein Grußwort verlesen, das wir auf unserer Homepage im Downloadbereich zum Abruf bereitgestellt haben und auch dieser E-Mail hinzufügen.

Das Grußwort geht auf aktuelle Themen zur Universitätskirche ein. Es enthält zugleich die Abkündigung für ein nächstes wichtiges Ereignis: den ökumenischen Gedenkgottesdienst am 11. Juni 18 Uhr zu Ehren von Pater Gordian Landwehr, dessen Todestag sich am 11. Juni das 21. Mal jährt. Die Predigt dieses Gottesdienstes hält Pater Josef Kleine Bornhorst OP; als Liturgen agieren Propst Gregor Giele und Universitätsprediger Professor Dr. Peter Zimmerling. Die Pressevertreter sind gebeten, diesen Gedenkgottesdienst an prominenter Stelle bekannt zu machen.

Dominikanerpater Gordian hat in den Jahren vor ihrer Sprengung die alte Universitätskirche zu einem DDR-weit beachteten Pilgerort der Jugend dieses Landes gemacht. Seine Jugendpredigten können als eine der frühen Wurzeln der Friedlichen Revolution von 1989 in Leipzig gelten. Nach Überlieferungen, die u.a. der frühere Universitätsprediger Heinz Wagner vom Architekten der Oper Leipzig, Nierade, hörte und aufschrieb, hat Walter Ulbricht vom Balkon der Oper aus den großen Zulauf zu einem der Jugendgottesdienste von Pater Gordian beobachtet, sich zu den Hintergründen erkundigt und dann spontan mit Blick auf die Universitätskirche St. Pauli ausgesprochen „Die Kirche muss weg“!

Auch hieran soll in Verbindung mit der Einladung zum Gedenkgottesdienst am 11. Juni erinnert sein, gerade weil Pater Gordian die Überwindung des unfassbaren Willküraktes der Vernichtung der alten Kirche durch die neue Universitätskirche und Aula selbst nicht mehr miterleben konnte.

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Karte: Stadt Leipzig, Amt für Geoinformation und
Bodenordnung, Verkehrs- und Tiefbauamt

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Berg der investiven Ausgabereste wuchs in Leipzig 2019 um 68 Millionen Euro an
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Das Plangebiet zwischen Ludwig-Hupfeld-Straße (unten) und dem ehemaligen Straßenbahndepot der LVB (oben). Grafik: Stadt Leipzig

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Für alle LeserEigentlich sollte am Donnerstag, 9. Juli, Tim Elschner reden zum Änderungsantrag der Grünen-Fraktion zum Bebauungsplan Nr. 452 „Bahnbogen Leutzsch“. Da er verhindert war, sprach Kristina Weyh für ihn und warb für eine Neuaufnahme des Bürgerbeteiligungsprozesses in Leutzsch, der nach zwei Workshops zu den Georg-Schwarz-Brücken abgebrochen worden war. Und wenn man den Grünen-Antrag liest, steht das auch nicht anders darin.
Der Stadtrat tagte: Klimareferat soll jetzt aller zwei Jahre über die Erfolge seine Arbeit berichten + Video
Klimademo vor der Kongresshalle. Foto: L-IZ.de

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Für alle LeserAm 9. Juli ging es ja nach der Klimapoltischen Doppelstunde hoch her, als die Entscheidung des Stadtrates zum Sofortmaßnahmenprogramm zum Klimanotstand noch einmal um eine ganze Woche verschoben wurde, weil noch am Morgen des 9. Juli acht Änderungsanträge eingereicht worden waren. Ein Unding, fand Jürgen Kasek, umweltpolitischer Sprecher der Grünen-Fraktion. Doch eine Mehrheit im Stadtrat hat ja bekanntlich der Verschiebung doch zugestimmt.
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Sylvia Deubel (AfD). Foto: L-IZ.de

Foto: L-IZ.de

Für alle LeserAuch diese Abstimmung im Leipziger Stadtrat ging am 9. Juli schnell über die Bühne und zeigte eigentlich, wie völlig aus der Zeit gefallen das Autodenken von AfD und CDU mittlerweile ist. Im April, mitten im Corona-Shutdown, hatte die AfD-Fraktion im Stadtrat die Aussetzung der Leipziger Umweltzone beantragt. Auf die Idee muss man erst einmal kommen, wenn nur noch 3,5 Prozent aller registrierten Fahrzeuge keine Grüne Palette haben. Die Zahl sinkt seit Jahren.
Scherbenhelden: Johannes Herwigs Punk-Roman aus den 1990er Jahren in Leipzig
Johannes Herwig: Scherbenhelden. Foto: Ralf Julke

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Für alle LeserWahrscheinlich muss man wirklich jung gewesen sein in dieser Zeit. Wer sonst sollte so über die 1990er Jahre in Leipzig berichten? Über diese Jahre, die die Erwachsenen als Zusammenbruch aller Konstanten in ihrem bisherigen Leben erlebten. Nicht ahnend, wie diese Jahre nachwirken werden. Später. Also heute. „Und doch hatte ich das Gefühl, etwas wäre verloren gegangen. Etwas Wichtiges“, lässt Johannes Herwig seinen Helden Nino denken. Kurz vor Schluss, bevor er mit einem kleinen Funken Hoffnung endet.