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Donnerstag, 21. Januar 2021
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Wassermanagement von heute im UNESCO-Welterbe: Historische Stauanlagen erfüllen auch künftig wichtige Aufgaben

Von Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft

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    Umweltminister Thomas Schmidt hat heute (29. Juli 2019) den Unteren sowie den Oberen Großhartmannsdorfer Teich besucht und sich über den Betrieb und die Aufgaben der Revierwasserlaufanstalt Freiberg informiert, zu denen die beiden im 16. bzw. im 18. Jahrhundert künstlich angelegten Stauanlagen gehören.

    „Wenn wir uns heute gemeinsam über die Aufnahme der ‚Montanregion Erzgebirge‘ in das UNESCO-Weltkulturerbe freuen, dann haben die alten wasserwirtschaftlichen Anlagen der Revierwasserlaufanstalt einen großen Anteil daran, dass der Bergbau das Erzgebirge über Jahrhunderte prägen konnte“, so der Minister.

    „Erst die Nutzung der Wasserkraft hat den wirklichen Bergbau möglich gemacht – die Entwässerung der Grubensysteme sowie den Transport und die Bearbeitung des gewonnenen Erzes. Sie war damit auch eine wichtige Grundlage für die Blüte des Erzbergbaus und für die Entwicklung Sachsens zu einer Industrieregion.“

    Das heute aus zehn Kunstteichen mit insgesamt 5,7 Millionen Kubikmetern Volumen, 51 Kilometern Kunstgräben sowie 23 Kilometern Röschen, also Wassertunneln, bestehende System der Revierwasserlaufanstalt wurde vor mehr als 500 Jahren für den Freiberger Silberbergbau begonnen und entsprechend den sich ändernden Nutzungen immer weiterentwickelt.

    Heute werden die Anlagen unter anderem für die Rohwasserbereitstellung zur Trinkwasserversorgung im Chemnitzer sowie für die Brauchwasserversorgung der Industrie im Freiberger Raum genutzt. Insbesondere zur Niedrigwasseraufhöhung und Wassergütesicherung leistet die Revierwasserlaufanstalt wichtige Beiträge. Gleichzeitig erfüllt sie wichtige Funktionen für die Fischereiwirtschaft und als Angelgewässer, für den Natur- und Denkmalschutz sowie als Badegewässer und Wanderziel.

    Der Staatsbetrieb Landestalsperrenverwaltung bewirtschaftet und unterhält neben zahlreichen größeren modernen Talsperren auch die Anlagen der Revierwasserlaufanstalt. Der Freistaat Sachsen hat seit dem Jahr 2000 rund 33 Millionen Euro für Bau- und Unterhaltungsmaßnahmen allein dieser Anlagen aufgewendet.

    „Ich bin sehr froh, dass wir die erforderlichen Finanzmittel und Personalkapazitäten auch für den Unterhalt der historischen Anlagen der Revierwasserlaufanstalt mit den Entscheidungen des Sächsischen Landtags zum Doppelhaushalt 2019/2020 sichern konnten. Es handelt sich um anspruchsvolle Aufgaben. Der UNESCO-Welterbetitel ist ein wichtiger Ansporn, diesen Aufgaben auch weiter gerecht zu werden“, so der Minister abschließend.

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