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Lasst uns wählen-Demonstration in Leipzig

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    Im Vorfeld der sächsischen Landtagswahlen rufen der Jugendrat der Generationen Stiftung und FFF Leipzig am Samstag, den 17. August um 15 Uhr zur U18-Demonstration in Leipzig auf. Die Demonstration beginnt auf dem Willy-Brandt-Platz und führt durch die Innenstadt zum Neuen Rathaus.

    Wir fordern das Wahlrecht für alle – unabhängig vom Alter – durch die ersatzlose Abschaffung des Mindestwahlalters von 18 Jahren.

    Wir setzen ein Zeichen gegen die Bevormundung junger Menschen. Ein stiller Protest mit zugeklebten Mündern ist nicht ausgeschlossen.

    Hintergrund:

    Am 1. September 2019 wird der Sächsische Landtag gewählt. Für die Landtagswahl sind 638 323 junge Menschen unter 18 Jahre nicht wahlberechtigt. Aufgrund ihres Alters sind sie von der Wahl ausgeschlossen.

    Weil wir minderjährig sind, wird uns die Teilhabe an der Wahl verwehrt.

    Obwohl alle Menschen vor dem Gesetz gleich sind, wird bei dem Wahlrecht eine klare und harte Grenze gezogen. Zwischen “alt” und “jung”, zwischen “mündig” und “unmündig”. Seit Mai versuchen wir, im Rahmen unserer aktuellen Kampagne eine breite Diskussion über das Wahlrecht für unter-18-Jährige zu erwirken.

    Die U18-Demo in Leipzig ist Teil der Kampagne #lasstsiewählen / #lasstmichwählen

    https://wirkuendigen.de/lasstsiewaehlen-lasstmichwaehlen/

    – zugrunde liegend ist ein ausführliche Offene Brief an die Politik und alle Forderungen, der hier zu finden ist: https://wirkuendigen.de/offener-brief-2/

    Denn: viele junge Menschen sind – entgegen weit verbreiteter Auffassung der mehrheitlich älteren Bevölkerung – politisch aktiv und organisiert. Das politische Mitgestaltung endet aber an der Wahlurne, so dass sich die Wahlversprechen an 60-jährige in den Wahlergebnissen wiederspiegeln. Die Interessen junger Menschen und Anforderungen an die wichtigsten Themen der Zukunft – Klimapolitik, Bildung, Digitalisierung, Mobilität, Wohnen, Kultur werden vernachlässigt.

    Was wird sich in unserer Gesellschaft ändern, wenn auch junge Menschen Ihren Zettel in die Urne werfen dürfen?

    Das Wahlrecht ist ein erster Schritt, um junge Menschen und ihre Ideen ernst zu nehmen. Im Ergebnis und in der Wahrnehmung werden die Wünsche junger Menschen an die Politik ersichtlich und können so – elementar für eine zukunftsweisende Politik – diskutiert und umgesetzt werden.

    Was sind unsere Forderungen und Ziele der Demonstrierenden?

    Wir fordern das Wahlrecht für alle – unabhängig vom Alter – durch die ersatzlose Abschaffung des Mindestwahlalters von 18 Jahren.

    Durch die Absenkung des Wahlalters geben wir 13 Millionen jungen Menschen in Deutschland und über 600 000 jungen Menschen in Sachsen endlich eine Stimme und den Interessen dieser jungen Generation das nötige Gewicht im politischen Diskurs. Wir fordern das Wahlrecht für alle.
    Mit dem Wahlrecht für alle schaffen wir die notwendige Voraussetzung für Generationengerechtigkeit.

    Wir fordern die ersatzlose Abschaffung des Mindestwahlalters, um allen Menschen ab ihrer Geburt das Wahlrecht zu geben.

    Praktisch zu regeln ist dies durch die Einführung der Möglichkeit für alle Unter-14-Jährigen, sich aktiv im Wähler*innenverzeichnis eintragen zu lassen. Ab dem 14. Lebensjahr erfolgt die Eintragung in das Wähler*innenverzeichnis automatisch.

    Ein sogenanntes „Familien“- oder „Stellvertreterwahlrecht“, das die Stimme der Kinder auf ihre Eltern übertragen würde, lehnen wir hingegen ab. Diese Regelung würde die Fremdbestimmung junger Menschen dadurch nicht beendet würde.

    Warum vor der Landtagswahl?

    2019 ist Superwahljahr und eine Schicksalswahl für Sachsen.
    In ganz Sachsen können unter 18-Jährige seit dem 1. Juli bis zum 23. August 2019 in den so genannten U18-Wahllokalen ihre Stimme abgeben.

    Das Wahlergebnis der U18-Wahl wird eine Woche vor dem offiziellen Wahltermin am 1. September veröffentlicht.

    Doch politische Konsequenzen wird es nicht haben.

    Mit der U18-Demo zeigen wir, dass über eine halbe Million Stimmen nicht gehört werden und die jüngsten Generationen keine Chance haben Politik, Demokratie und Gesellschaft mitzugestalten.

    Hintergrund zum Jugendrat der Generationen Stiftung

    Im Jugendrat kämpfen junge Aktivist*innen für nachhaltige Wirtschaft und zukunftsorientierte Politik. Wir werden massiven Druck auf die Politik ausüben und fordern Generationengerechtigkeit. Dafür plant der Jugendrat Mehrheiten in Bewegung zu bringen.

    Der Jugendrat der Generationen Stiftung vereint bundesweit junge Aktivist*innen zwischen 14-25 Jahren und entwickelt gesellschaftspolitische Kampagnen.

    Der Jugendrat mobilisiert mit unterschiedlichen Aktionsformaten junge Menschen und debattiert und polarisiert mit dem Ziel, Aufmerksamkeit für die drängendsten Themen und Fragen der Zukunft zu wecken.

    Den Statuten der Generationen Stiftung folgend, ist die Arbeit im Jugendrat an keine Partei gebunden, unabhängig, demokratisch und transparent organisiert und zukunftsweisend. Unterstützung findet die Generationen Stiftung durch eine Vielzahl renommierter Expert*innen und Prominenter, unter ihnen TV-Größen wie Dr. Harald Lesch, Dr. Eckart von Hirschhausen, Amelie Fried, aber auch den Klimaforscher*innen Prof. Dr. Schellnhuber, Dr. Maja Göpel u.v.m.

    Wahlwerkstatt-Voting: Die Abstimmung zu den Buchkinder-Plakaten zur Landtagswahl in Sachsen + Das Ergebnis

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