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Wissenschaftsministerium fördert Forschung zur jüdischen Emigration aus Osteuropa

Von Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst
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    Die jüdische Emigration aus der Sowjetunion und weiteren osteuropäischen Staaten steht im Mittelpunkt eines vom Sächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst (SMWK) geförderten Forschungsprojekts. Das in Leipzig ansässige Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow untersucht die Wirkungen und Rückwirkungen der Emigration aus Osteuropa auf die Jüdischen Studien seit den 1960er Jahren.

    »Zahlreiche Menschen jüdischen Glaubens haben ihre alte Heimat verlassen und eine neue gefunden. Die Effekte für die Menschen und die Gesellschaften zu erforschen, halte ich für einen wichtigen Aspekt jüngerer jüdischer Geschichte«, begründet Dr. Eva-Maria Stange, Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, die Bewilligung des Förderantrags.

    Sie ergänzt: »Das Forschungsvorhaben ist unter anderem mit einer Ringvorlesung und einer Publikation verbunden. Wir sind froh, dass wir dieses international anerkannte Institut in Sachsen haben und wollen mit dafür sorgen, dass es noch stärker in unsere Forschungslandschaft und die Gesellschaft ausstrahlen kann. Zudem bietet das Projekt gute Chancen, die Zusammenarbeit des Instituts mit Kooperationspartnern im östlichen Europa weiter zu vertiefen und es liefert wichtige Erkenntnisse für ein besseres Verständnis jüdischer Geschichte, Gegenwart und Kultur.«

    Die am Dubnow-Institut beschäftigte Historikerin Dr. Angelique Leszczawski-Schwerk geht der Frage nach, wie sich die Wissenschaftslandschaft Deutschlands, aber auch anderer Zielländer der jüdischen Emigration, wie Israel oder den USA, durch »Wanderndes Wissen« bis heute verändert hat. In der Bundesrepublik wurden im Bereich der Jüdischen Studien in den vergangenen drei Jahrzehnten bedeutende Institute neu gegründet, so etwa das Leipziger Dubnow-Institut im Jahre 1995.

    Auch in Ostmittel- und Osteuropa führten die politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Umbrüche, die mit der Wende von 1989/1991 einhergingen, zu einer neuen institutionellen Blüte der Erforschung jüdischer Geschichte und Kultur.
    Im Rahmen des Forschungsprojekts sind eine Ringvorlesung mit namhaften internationalen Expertinnen und Experten im Sommersemester 2020 und ein wissenschaftlicher Workshop im Herbst kommenden Jahres geplant. Die Forschungsergebnisse werden in Form einer Ausstellung präsentiert und in einer Publikation veröffentlicht.

    Der intensive internationale Austausch stärkt das Dubnow-Institut und den Wissenschaftsstandort Sachsen und festigt seine Wahrnehmung als wichtiges Zentrum der Erforschung jüdischer Geschichte und Kultur mit besonderem Blick auf Ostmittel- und Osteuropa.

    Die Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushalts.

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