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Starker zweiter Bildungsweg: Erwachsene lernen für Schulabschluss

In Sachsen verlassen laut Statistik (2018) rund 2.600 Schüler (8,7 Prozent) die Schule ohne Hauptschulabschluss. Unter den 8,7 Prozent sind 923 Schüler, die einen Abschluss im Förderschwerpunkt Lernen (3 Prozent) und 352 Schüler, die einen Abschluss im Förderschwerpunkt geistige Entwicklung erworben haben (1,2 Prozent).

»Jeder Schüler zählt und jeder Schüler ohne Abschluss ist einer zu viel. So verschieden und individuell die Gründe für das Verlassen der Schule ohne Abschluss sind, sind auch unsere Unterstützungsangebote« sagte der Minister. Piwarz machte besonders auf die Abendoberschule aufmerksam. »Wir haben in Sachsen einen starken zweiten Bildungsweg, der für jeden Absolventen alle Türen offen hält«. Neben der Abendoberschule sei auch das Berufsvorbereitungsjahr ein wichtiger Bildungszweig, um den Hauptschulabschluss nachzuholen und so im Beruf durchstarten zu können. »Die Chancen werden genutzt. 96 Prozent aller 20- bis 30-jährigen Sachsen verfügen über einen Schulabschluss«, stellte Piwarz dar. Deutschlandweit sind es rund 95 Prozent.

Abendoberschule:

Fast 900 Frauen und Männer lernen derzeit nach Feierabend an einer Abendoberschule. Im letzten Jahr holten so 47 ihren Hauptschulabschluss, 46 ihren qualifizierten Hauptschulabschluss und 136 den Realschulabschluss nach. »Als Erwachsener noch einmal auf die Schulbank zurückzukehren ist kein leichter Weg, aber die Anstrengungen lohnen sich. Bessere Schulabschlüsse eröffnen neue Chancen“, erklärte Kultusminister Christian Piwarz.

Seit dem Schuljahr 2000/2001 hat sich die Zahl der Abendoberschüler nahezu verdoppelt. Während vor rund 20 Jahren 468 Erwachsene das Angebot nutzten, sind es in diesem Schuljahr 878 Frauen und Männer. »Ich freue mich, dass so viele Erwachsene die Möglichkeit nutzen«, betonte Piwarz. In Sachsen gibt es sechs Abendoberschulen, wo nicht mehr schulpflichtige Jugendliche/Erwachsene neben dem Beruf ihren Abschluss nachholen können. Die Lehrgänge dauern ein oder zwei Jahre.

Berufsvorbereitungsjahr:

Derzeit nehmen 3.400 Schüler an einem Berufsvorbereitungsjahr teil. Knapp 51 Prozent davon schaffen den Hauptschulabschluss. In den letzten 20 Jahren haben so knapp 30.000 Absolventen ihren Hauptschulabschluss nachgeholt. Aufgabe des Berufsvorbereitungsjahres (BVJ) ist es, Jugendliche ohne Abschluss bei der Berufswahl zu unterstützen und auf die Aufnahme einer Berufsausbildung vorzubereiten. Standorte sind abrufbar unter: https://www.schule.sachsen.de/2330.htm

Weitere Hilfsangebote für abschlussgefährdete Schüler:

• Produktives Lernen wendet sich an abschlussgefährdete Schüler der 8. und 9. Klassenstufe – mehr dazu unter: https://www.schule.sachsen.de/11918.htm

• TeachFirst: Vision, dass jede und jeder von ihnen einen Abschluss erreicht und die Schule mit dem festen Glauben an den eigenen Erfolg verlässt, ein großes Stück näher zu bringen; Grund- und Oberschulen; Anzahl: 61

• die Berufseinstiegsbegleiter (individuell, bis in die Ausbildung hinein) an Oberschulen und allgemeinbildenden Förderschulen haben sich als sinnvolles Instrument erwiesen, um leistungsschwächere Schüler bzw. Schüler mit Defiziten in ihrer Motivation doch zu einem schulischen Abschluss und zu einem erfolgreichen Übergang in die Ausbildung zu führen.

• Lerncamps mit starken praktischen Bezügen, die ebenfalls die Motivation am Lernen steigern sollen und den Lernrückstand ausgleichen

•Verschiedene Ganztagsangebote mit Förderunterricht •Möglichkeiten den Abschluss auf dem zweiten Bildungsweg nachzuholen •Möglichkeit für leistungsfähige Schüler der Schule zur Lernförderung den Hauptschulabschluss zu erwerben (zwischen 200 und 300 Schüler pro Jahr).

• Multiprofessionelle Teams an Schulen (siehe PM). Als präventive Maßnahme sind auch die Erziehungspartnerschaften sinnvoll. Ziel ist es, die vorhandenen Kooperationen mit den Elternhäusern auszubauen.

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Deutsche EU-Ratspräsidentschaft: Leipzig als „Nutznießer der europäischen Idee“
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Interview mit Projektleiter Alexander Mennicke: „Der AKS hat nicht das Geleckte wie in der Bundesliga“
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Der Abgang von Gordian Meyer-Plath und die ungelösten Probleme des Sächsischen Landesamtes für Verfassungsschutz
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Für alle LeserEs war eine zumindest unglückliche Entscheidung, dass die sächsische Regierung nach dem Bekanntwerden des in Sachsen untergetauchten NSU-Terror-Trios 2012 ausgerechnet Gordian Meyer-Plath zum neuen Chef des sächsischen Landesamtes für Verfassungsschutz berief. Er stand eben leider nicht für einen Neuanfang. Sein Abgang war eigentlich schon nach der Sachsenwahl 2018 fällig. Doch erst am Dienstag, 30. Juni, gab der ebenfalls in der Kritik stehende Innenminister Roland Wöller seine Ablösung bekannt.
Der ernüchternde Blick in die Peanuts-Welt der Leipziger Solo-Selbstständigen
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Grafik: Stadt Leipzig, Bürgerumfrage 2018

Für alle LeserDie Kommunale Bürgerumfrage informiert regelmäßig über die Entwicklungen der Stadt und schildert ein Bild der Meinungen und Vorstellungen ihrer Bürgerinnen und Bürger, auch wenn aufgrund mehrerer großer Wahlen die Veröffentlichungen zuletzt etwas stotterten, sodass jetzt die Kurzauswertung der Bürgerumfrage 2019 zusammen mit der Gesamtauswertung der Bürgerumfrage 2018 erscheint. Die Daten spiegeln die Stadtgesellschaft also in der Zeit vor ca. 0,5 bis 1,5 Jahren wider, somit vor der COVID-19-Pandemie.
It is like it is: Ein Mahnmal zur Coronakrise vor dem Leipziger Gewandhaus
Der Künstler Dennis Josef Meseg. Foto: Dennis Josef Meseg

Foto: Dennis Josef Meseg

Für alle LeserEinerseits ist es verständlich. Der Mensch hält es nicht ewig aus in seinen vier Wänden. Er möchte mit anderen zusammen sein, möchte feiern und das Leben genießen. Und so machen „alarmierende“ Party-Geschichten aus Stuttgart, München und Berlin die Runde. Andererseits aber zeigen immer neue Ausbrüche von Corona, dass das Virus weder besiegt noch verschwunden ist. Dass wir also gut daran tun, weiterhin vorsichtig und achtsam zu sein. Der Kunststudent Dennis Josef Meseg aus Bonn macht das zu seinem Thema.
Mehrheit der befragten Leipziger/-innen gibt dem 365-Euro-Ticket Rückenwind
Wie stehen Sie zum 365-Euro-Ticket? Grafik: Stadt Leipzig, Bürgerumfrage 2019

Grafik: Stadt Leipzig, Bürgerumfrage 2019

Für alle LeserAm Dienstag, 30. Juni, stellte das Amt für Statistik und Wahlen gleich zwei wichtige Veröffentlichungen vor: zum einen die lang erwartete Auswertung der „Bürgerumfrage 2018“, zum anderen schon einmal den kleinen Schnellbericht zur „Bürgerumfrage 2019“. Der hat es natürlich in sich, auch weil er zum Beispiel ein großes Diskussionsthema aufgreift: das 365-Euro-Jahresticket.