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Flache Klinikhierarchie: Seit mehr als fünf Jahren erfolgreich

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    Kliniken sind oftmals noch geprägt von strengen, wenig durchlässigen Hierarchien und einer damit verbundenen hohen Fluktuation sowohl junger Oberärzte als auch angehender Führungskräfte. Flache Strukturen auf Augenhöhe und größere Chancen zur fachlichen Weiterentwicklung können dies verhindern. 2014 etablierte das Universitätsklinikum Leipzig erstmals eine solche Struktur – mit Erfolg, wie sich reichlich fünf Jahre später konstatieren lässt.

    2014 wurde dazu die Klinik für Orthopädie und die Klinik für Unfallchirurgie / Plastische Chirurgie zu einer Klinik mit fünf Fachbereichen zusammengelegt. Die Leitung der Bereiche übernahmen jeweils erfahrene Spezialisten mit herausragender Expertise auf ihrem Fachgebiet. Damit wurde ein Bereichsleiter-Team geschaffen, das gleichberechtigt die Leitungsaufgaben wahrnimmt. Aus ihrer Runde wählen diese Bereichsleiter einen geschäftsführenden Direktor, der diese Aufgabe jeweils für drei Jahre mit der Option auf Verlängerung  übernimmt und dann auf die Bereichsleiterposition zurückkehren kann.

    „Das ist ein sehr demokratisches System, das es uns ermöglicht, ausgewiesenen Experten Raum für eine eigenständige Entwicklung zu geben, und zwar mit ganz unterschiedlichen Spezialisierungen“, beschreibt Prof. Christoph-Eckard Heyde. Der Bereichsleiter Wirbelsäulenchirurgie ist aktuell geschäftsführender Klinikdirektor. Er folgt in dieser Funktion auf Prof. Christoph Josten, der als Direktor der Unfallchirurgie die neue Struktur mit ins Leben rief und inzwischen Medizinischer Vorstand des UKL ist.

    „Damals wurde eine sehr moderne Struktur nach anglo-amerikanischem Vorbild geschaffen, deren Erfolg sich nach nunmehr über fünf Jahren zeigt“, sagt Prof. Josten, zum einen in den steigenden Leistungszahlen der Klinik, zum anderen aber auch in einer deutlichen Erhöhung der Publikationszahlen und der eingeworbenen Drittmittel. Diese haben sich seit der Strukturänderung verdreifacht. „Dahinter steht eine Teamleistung, die jeder Bereich für sich allein nicht hätte erbringen können“, ist Josten überzeugt.

    In der Praxis bedeutet dies, dass alle relevanten übergreifenden Entscheidungen im monatlichen Klinikboard gemeinsam diskutiert und getroffen werden. „Auf diese Weise praktizieren wir eine sehr enge Zusammenarbeit, die uns viel Spielraum unter anderem für die Nachwuchsförderung und Ausbildung eröffnet“, so Prof. Heyde. Voraussetzungen für den Erfolg sind gegenseitiges Vertrauen und verlässliche Absprachen innerhalb des Führungsteams.

    Auch mit Blick auf die Patientenversorgung wird klinikübergreifend als Team gearbeitet. Ein Patient mit Erkrankungen des Bewegungsapparats erhält hier eine enge interdisziplinäre Versorgung, statt mehrere Kliniken aufsuchen zu müssen. Verbesserungen können schnell breit ausgerollt werden. „Aktuell beschäftigen wir uns damit, wie wir unsere Abläufe im Interesse der Patientenzufriedenheit weiter standardisieren und optimieren können“, erklärt Wirbelsäulenchirurg Heyde. Dazu gehört auch der Einsatz technischer Neuerungen, die den Operateur direkt im Operationssaal unterstützen – durch Echtzeit-Messungen der Nerven oder Echtzeit-Bildgebung während einer Wirbelsäulenoperation oder -Navigation bei komplexen Gelenkeingriffen.

    Dadurch kann sicherer und mit besseren Ergebnissen für den Erhalt der Funktionen operiert werden. Insgesamt bietet die neue Struktur deutliche Vorteile, für Ärzte wie auch für Patienten. Inzwischen ist dieses „Leipziger Modell“ auch Vorbild für andere deutsche Universitätsklinika. Zudem wird dieses Modell einer stärker integrativen Führung durch mehrere fachlich Verantwortliche zunehmend auch auf andere Kliniken am UKL übertragen.

     

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