Die sogenannte freie Szene ist heute aus dem Leipziger Kulturleben nicht mehr weg zu denken. 1990 war das ganz anders. Einige Pioniere, motiviert durch die Erfahrung der friedlichen Revolution, fingen an, Theater zu machen mit neuen Formen, in neuen Räumen, frei und wild.

Erst langsam bildeten sich Strukturen heraus, sowohl bei den Theatermachern als auch in der Kulturverwaltung, verfestigten sich Räume und wurden nicht nur der Zwischennutzung zugeführt, sondern in manchen Stadtteilen gar zu Ankern der (sozio-)kulturellen Entwicklung. Die Schaubühne ist ein Paradebeispiel dafür.

Über diese Anfangszeiten des freien Theaters möchten wir reden mit Menschen, die dabei waren und diese Zeit geprägt haben. Und die sie geprägt hat.

Auf dem Podium sind:

Susanne Kucharski-Huniat (Kulturamtsleiterin a.D.)
Stefan Kanis (MDR-Hörspielredaktion)
Thomas Kuhnert (Theater Titanick)
Rene Reinhardt (Schaubühne Lindenfels)
Moderation: Torben Ibs (Kulturjournalist)

Die Veranstaltung wird gefordert durch die Bundesstiftung Aufarbeitung und ist eine Kooperation mit dem asa-ff e.V.
Der Einritt ist frei.
Do, 5. März | 18 Uhr

Von der Diskussion in die Performance: Im Anschluss an das Podiumsgespräch ist, Wolfgang Krause Zwieback, Pionier der Szene und Künstler Original, in einer Premiere zu erleben: Der Sprachakrobat präsentiert sein neues Solo „6G Ray pur“. Seit 1978 arbeitet er als Autor, Regisseur, Schauspieler, Bühnen- und Kostümbildner, erfand 1983 das „Kabasurde Abrett.“ und eroberte mit seinen Programmen die deutschen Bühnen. 1991 erhielt er den Deutschen Kleinkunstpreis.

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