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Der Zoo im Ausnahmezustand – Löwenjungtiere lernen Löwensavanne Makasi Simba kennen

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    Seit einer Woche ist der Zoo Leipzig aufgrund der Schutzmaßnahmen zur Eindämmung von Covid-19 für Besucher komplett geschlossen. „Es fühlt sich sehr surreal und gespenstisch an, durch den Zoo zu gehen und keinen einzigen Besucher zu sehen. Aber es ist notwendig, um die weitere Verbreitung der Pandemie einzuschränken. Ich hoffe, dass jeder Einzelne diese Maßnahmen auch ernst nimmt und umsetzt“, sagt Zoodirektor Prof. Jörg Junhold.

    Während es für die im Zoo lebenden Tiere in gewohnter Art und Weise weitergeht, weil die Pfleger sich tagtäglich intensiv um ihre Schützlinge kümmern, muss der Zooalltag ansonsten komplett neugestaltet werden. „Wir versuchen die Zeit durch interne Umorganisation bestmöglich zu überbrücken, arbeiten in anderen Bereichen, in denen es möglich ist, im Homeoffice und stellen die Versorgung unseres wertvollen Tierbestandes trotz der Einschränkungen im täglichen Leben sicher“, erklärt Junhold.

    Die Entwicklungen und Entscheidungen der Bundesregierung rund um den Virus verfolge man sehr intensiv und adaptiere den Zoobetrieb entsprechend. Fakt ist aber auch, dass der Zoo bis auf Weiteres, zunächst bis zum 19. April, auf mehr als 90 Prozent seiner Einnahmen verzichten muss.

    „Ziel ist es, dass wir keinen Mitarbeiter verlieren müssen. Wir werden wirtschaftliche Herausforderungen haben, die wir nur gemeinsam schultern können“, blickt Zoodirektor Junhold voraus und ergänzt: „Den Übergang in diesen Ausnahmezustand haben wir intern als Team gut organisiert und umgesetzt.“

    Löwenjungtiere & Vater Majo

    Löwe Majo kümmert sich seit zwei Wochen um seine Jungtiere. „Er hat diese Rolle gut angenommen und ist ein wirklich guter und liebevoller Vater. Die Jungtiere vertrauen ihm und schlafen gemeinsam dicht bei ihm“, erzählt Bereichsleiter Jens Hirmer. Tagsüber sind sie seit einigen Tagen auch im Außenbereich auf Entdeckungstour und lernen die Löwensavanne Makasi Simba kennen.

    Das Frühlingswetter und die Sonne wirken sich gut auf die Entwicklung der drei Jungtiere aus. Der Kater und seine beiden Schwestern spielen gemeinsam draußen, während Majo sich das muntere Treiben vom Eingang der Höhle aus anschaut. „Diese Konstellation hat den Vorteil, dass er den Nachwuchs zurückrufen kann, wenn er zu mutig wird“, erklärt Jens Hirmer.

    Mutter Kigali ist immer in unmittelbarer Nachbarschaft und sieht und riecht den Nachwuchs. Sie wirkt wieder zunehmend entspannter. Diese Konstellation soll sich noch einige Zeit einspielen und die Jungtiere weiter an Gewicht und Geschick zunehmen, bevor die nächsten Schritte unternommen werden, das kleine Rudel zu vereinen.

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