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Sächsisches Kulturministerium fördert Gedenkstätte Großschweidnitz

Von Sächsische Staatsministerin für Kultur und Tourismus
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    Die Gemeinde Großschweidnitz erhält rund 2 Millionen Euro Fördermittel vom Staatsministerium für Kultur und Tourismus. Mit den Mitteln wird die Errichtung der Gedenkstätte zu Ehren der nationalsozialistischen Euthanasieopfer in Großschweidnitz bei Löbau gefördert. Die Fördersumme beinhaltet 750.000 Euro vom Bund, der damit auch die nationale Bedeutung des Themas und des Ortes bekräftigt. Die weiteren Mittel stellt der Freistaat aus dem Vermögen der Parteien- und Massenorganisationen der ehemaligen DDR (PMO-Vermögen) zur Verfügung.

    »Es ist wichtig, dass wir mit Gedenkstätten wie in Großschweidnitz an realen Orten der Opfer der Euthanasiemorde gedenken können. Diese Gräueltaten dürfen nie vergessen werden. Gleichzeitig wird die Gedenkstätte den Besuchern die Möglichkeit geben, sich mit dem Thema der systematischen Tötung von sogenanntem »lebensunwertem Leben« während des nationalsozialistischen Regimes auseinanderzusetzen«, sagte die Staatsministerin für Kultur und Tourismus Barbara Klepsch anlässlich der Fördermittelübergabe.

    Der Sächsische Landtag hatte im Jahr 2012 beschlossen, die Gedenkstätte Großschweidnitz in das Verzeichnis der institutionell zu fördernden Gedenkstätten aufzunehmen. Anlass war die Novellierung des Sächsischen Gedenkstättenstiftungsgesetzes. Seitdem arbeiten Initiativen vor Ort, vor allem ein Förderverein und die Gemeinde an der Umsetzung dieses Vorhabens.

    Die ehemalige Heil- und Pflegeanstalt Großschweidnitz war in die Mordaktionen des nationalsozialistischen Regimes in vielfältiger Weise eingebunden. Während der Laufzeit der sogenannten »Aktion T4« diente sie als Zwischenanstalt für die »Euthanasie«-Anstalt Pirna Sonnenstein, das heißt als Sammeleinrichtung für Patienten vor deren Weiterverlegung in eine Tötungsanstalt.

    Etwa 2.500 Frauen und Männer wurden über Großschweidnitz in den Tod transportiert. Nachdem die „Aktion T4“ aufgrund von Protesten der Bevölkerung und der Kirchen 1941 offiziell beendet worden war, wurden in der Phase der sogenannten dezentralen »Euthanasie« in der Anstalt Großschweidnitz über 5.000 meist in Sammeltransporten zugeführte Patienten durch Medikamente, Mangelernährung und Vernachlässigung gezielt getötet.

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