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Nach 18 Jahren Intendanz und internationalen Erfolgen

Jürgen Zielinski verabschiedet sich vom Theater der Jungen Welt und fährt der Sonne entgegen

Mit der aktuellen Spielzeit endete im Juli die Intendanz von Jürgen Zielinski am Theater der Jungen Welt Leipzig (TdJW). 2002 hatte der Regisseur die Leitung des ältesten professionellen Kinder- und Jugendtheaters in Deutschland übernommen, das unter seiner Intendanz deutschlandweit und international zu einem der führenden Theater für junges Publikum wurde.

Für die hohe künstlerische Qualität am TdJW unter Zielinskis Leitung spricht die Vielzahl an Festivaleinladungen und Auszeichnungen der letzten 18 Jahre. So gewann das Haus u.a. 2006 den Wettbewerb „Kinder zum Olymp“, wurde 2012 mit dem Kinder- und Jugendtheaterpreis des INTHEGA-Vorstandes ausgezeichnet und erhielt 2015 den Theaterpreis des Bundes.

Internationalität

Auch international hat das Theater seit Beginn der Intendanz von Jürgen Zielinski an Profil und Renommee gewonnen. Zahlreiche Gastspiele führten das TdJW nach Japan, Großbritannien, Frankreich, Italien und viele andere Länder. Im Rahmen des „Capital of Culture“ inszenierte Zielinski 2016 eine Großproduktion im Botanischen Garten in Breslau (Polen) Die szenische Installation „Marmolada // Home Sweet Home“ fand beim Flow-Festival im Rahmen der Feierlichkeiten zur Kulturhauptstadt Europa statt.

Das internationale Showcase „Crossing Borders“ mit Theaterschaffenden aus Polen, Georgien, Schweden, Niederlande, Israel, Algerien, Belgien, Frankreich und Deutschland fand im Januar 2017 am TdJW in Leipzig statt. Mit Unterstützung des Goethe-Institutes konnte Jürgen Zielinski 2018 die deutsch-georgische Koproduktion „Splikifant“ mit Premieren in Tiflis und Leipzig realisieren. Die Koproduktion des TdJW und des Nodar Dumbadze Theater über Einschlafrituale in unterschiedlichen Kulturkreisen war auch in Jerusalem zum PSIK-Festival 2019 eingeladen.

Im Januar 2020 nahm Jürgen Zielinski als Delegierter am Festival K-PAP 2020 der ASSITEJ Südkorea (Internationale Vereinigung des Theaters für Kinder und Jugendliche) in Seoul teil. Er gab im Rahmen des Festivals einen Workshop zum Thema Regie im Kinder- und Jugendtheater.

Zusammenarbeit mit Israel

Neben diesem vielfältigen internationalen Austausch prägte vor allem die Zusammenarbeit mit Theatern und Künstlern aus Israel die Intendanz von Jürgen Zielinski. 2010 gastierte „Kinder des Holocaust“ – eine Inszenierung mit Schauspielern und Jugendlichen, die auf Zeugnissen von Überlebenden des Holocaust basierte – als Gastspiel in Leipzigs israelischer Partnerstadt Herzliya.

Mit „Pionier // Out of the Box“ startete das TdJW 2015 anlässlich der Konferenz „LivingFuture!“ der Stiftung Deutsch-Israelisches Zukunftsforum eine mehrjährige Kooperation mit Vorstellungen in Deutschland und Israel. 2018 verantwortete Jürgen Zielinski in Kooperation mit der Galerie für Zeitgenössische Kunst das Sommertheaterfestival „Welt im Zelt“, das mit sieben israelischen Gastspielen und Workshops offizieller Beitrag der Stadt Leipzig zum 70. Jubiläum der Staatsgründung Israels war.

Antirassismus

Die Auseinandersetzung mit deutscher Geschichte, Nationalsozialismus und dem Rechtsruck in der heutigen Gesellschaft war seit 2002 ein zentrales Themenfeld für Intendant und Regisseur Jürgen Zielinski, der Theater als Erfahrungsraum versteht, um persönliche Entwicklung, Toleranz und demokratisches Verständnis zu fördern. Mit der Inszenierung „Ab heute heißt du Sara“ nach der Biografie der Holocaustüberlebenden Inge Deutschkron realisierte das TdJW eine große musikalische Jugendtheaterinszenierung.

George Taboris „Mein Kampf“ inszenierte Jürgen Zielinski 2010 selbst, als klares Bekenntnis für Toleranz und Demokratie in Abgrenzung zu einem NPD-Büro, das zu dieser Zeit in unmittelbarer Nähe des Theaters existierte. Für die Produktion „Brennpunkt: X“, in der Geflüchtete auf der Bühne standen, wurde das TdJW 2016 mit dem Sonderpreis des Sächsischen Förderpreises für Demokratie ausgezeichnet.

Lebensnahe Theaterkunst für alle Generationen

Mit 50 eigenen Inszenierungen prägte der Regisseur Jürgen Zielinski seit 2002 das künstlerische Gesicht des TdJW maßgeblich. Seine Inszenierung von Lessings „Nathan der Weise“ stand 15 Jahre im Repertoire und wurde in dieser Zeit in über 180 Vorstellungen von mehr als 25.000 Besuchern gesehen. Seine Kindertheaterinszenierung „Ginpuin. Auf der Suche nach dem großen Glück“ war 2015 für den Faust-Theaterpreis nominiert und 2016 zu den Ruhrfestspielen Recklinghausen eingeladen.

Mit „Juller“ – einem Stück nach dem Leben des deutsch-jüdischen Fußballnationalspielers Julius Hirsch – gastierte das TdJW deutschlandweit unter der Schirmherrschaft von Claudia Roth (Vizepräsidentin des 19. Deutschen Bundestages) mit 30 Vorstellungen in 10 Städten.

Ein zentrales Anliegen war Jürgen Zielinski das TdJW zu einem Theater für alle Generationen zu machen. Der Spielplan des TdJW umfasste unter seiner Intendanz Stücke für Zweijährige ebenso, wie einen abwechslungsreichen Abendspielplan.

Stücke zur Erinnerungskultur als soziale Parabel über den Zoo neben dem Konzentrationslager Buchenwald („Was das Nashorn sah, als es auf die andere Seite des Zauns schaute“); gefühlvoller Umgang mit dem Tabu-Thema „Sterben“ im Puppentheater ab sieben Jahren („Die Seiltänzerin“), und ein Monodrama über das Asperger-Syndrom („Regarding the Bird“ – von Zielinski auf einem Festival in Israel entdeckt) waren im Spielplan genauso zu finden, wie neue, generationsübergreifende Stoffe zu lebensnahen und teilweise angstbesetzten Themen wie Krieg, Schulstress, Demenz und Wut.

Ausgebaut wurde unter seiner Leitung auch die Theaterpädagogische Abteilung am TdJW „Junge Wildnis“. Sie bietet mit zehn unterschiedlichen Spielclubs eine Plattform zum Ausprobieren für alle Generationen und entwickelte zahlreiche Begleitformate der unterschiedlichen Inszenierungen sowie vielfältige Projekte im Theater und Stadtraum.

Nachhaltige Partnerschaften

Ein wichtiger Bestandteil der künstlerischen Ausrichtung des Theaters unter Jürgen Zielinski waren nachhaltige Kooperationen. Dabei arbeitete das TdJW zur Realisierung von Projekten mit Partnern wie der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“, der DFB Kulturstiftung oder der Robert-Enke-Stiftung zusammen.

Auch in der Stadt selbst erschloss sich das Haus immer wieder neue Gestaltungsräume. 2006 steuerte das Theater mehrere Beiträge zum Kulturprogramm Leipzigs anlässlich der FIFA Weltmeisterschaft bei. Seit 2008 wurde mehrmals und mit großem Erfolg der Karl-Heine-Kanal bespielt. Mit dem Kultur- und Begegnungszentrum Ariowitsch-Haus konnte 2014 das Sommertheaterprojekt „Das glickliche Haus“ realisiert werden.

Hohe Auslastung und Investionen

Auch die Zahlenbilanz von Jürgen Zielinskis Intendanz kann sich sehen lassen. Kontinuierliche Auslastungszahlen von über 90%, eine Vielzahl an Gastspielreisen in den vergangenen Spielzeiten und gesunde wirtschaftliche Zahlen verschafften ihm Respekt und Anerkennung unter Kolleg*innen und Kulturpolitiker/-innen gleichermaßen. Das TdJW war in den letzten Jahren meistspielender Kulturbetrieb der Stadt Leipzig.

Bedingt durch die Einschränkungen der Corona-Pandemie ab Mitte März 2020 musste allerdings auch das TdJW gravierende Veränderungen in seiner Arbeit sowie wirtschaftliche Einbußen hinnehmen. Insgesamt 196 Vorstellungen mussten ausgerechnet in der letzten Saison der „Zielinskizeit“ abgesagt werden. Doch seine Intendanz hinterlässt substanzielle Investitionen in die Zukunft: 2003 konnte der Große Saal im Theaterbaus am Lindenauer Markt eröffnet werden, womit das Theater der Jungen Welt nach fast 15-jährigen Interimslösungen wieder über eine eigene Spielstätte verfügte.

Mit der Übernahme des Kleinen Saals ab 2018 gibt es im TdJW drei Spielstätten unterschiedlicher Größe, gebündelt in einem Haus. Zudem konnten neue Probenräume in der Leipziger Baumwollspinnerei bezogen und damit die künstlerischen Arbeitsbedingungen deutlich verbessert werden.

Tschüss!

Jürgen Zielinski führte bei über 150 Produktionen im In- und Ausland Regie und ist Preisträger der ASSITEJ (International Association of Theatre for Children and Young People). Vor seiner Intendanz leitete er das Jugendtheater auf Kampnagel internationale Kulturfabrik in Hamburg, organisierte internationale Festivals und arbeitete als Juror und Kurator (u.a. für das Festival „Augenblick mal!“).

Außerdem baute er das Kinder- und Jugendtheater am Landestheater Tübingen auf und arbeitete 8 Jahre lang als freier Regisseur, vornehmlich im Abendspielplan an Stadt- und Staatstheatern. Zielinski ist Mitglied des ITI (Internationales Theaterinstitut), der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste und des Ausschusses für künstlerische Fragen des Deutschen Bühnenvereins. Von 2016 bis 2018 war er auch Berichterstatter des Deutschen Theaterpreises „Der Faust“. Aktuell ist Zielinski Mitglied der 5 – köpfigen Jury der Akademie der Darstellenden Künste zur Verleihung der Faustpreise 2020.

Jürgen Zielinski verneigt sich vor seinem Publikum und allen Wegbegleitern und Förderern:

„Theater ist ein Mannschaftsspiel und nur in einem positiven Umfeld von Wegbegleitern und Förderern kontinuierlich zum Erfolg zu bringen. Dafür sage ich von Herzen Danke, und dann bin ich auch mal weg – in die Sonne, mit Abstand auf fette und einzigartige 18 Jahre TdJW zurückschauen und genießen!

Der Trainerwechsel ist vollzogen und ich freue mich, dass unsere erfahrene Dramaturgin Winnie Karnofka die Leitung übernimmt und sich in cornoabedingt schweren Zeiten in die nächsten Theaterabenteuer stürzt. Ich werde das auch tun – vornehmlich im Ausland, wenn es dann hoffentlich bald wieder möglich ist. Mehr wird noch nicht verraten.“

Unter der Leitung der neuen Intendantin Winnie Karnofka startet das Theater der Jungen Welt mit dem Spielzeitmotto KOSMOS!CHAOS in die neue Saison 2020/21.

Die neue Leipziger Zeitung Nr. 81: Von verwirrten Männern, richtigem Kaffee und dem Schrei der Prachthirsche nach Liebe

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© Frank Schletter

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