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Helios Park-Klinikum Leipzig etabliert Konzept zur Reduktion von Zwang und Gewalt in der Psychiatrie

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    Das Helios Park-Klinikum Leipzig setzt sich für die Reduzierung von Zwangsmaßnahmen in psychiatrischen Kliniken im Sinne des Patientenwohls ein. Hierzu wurde ein Bereich geschaffen, der versucht, die Autonomie von Patienten noch stärker aufrechtzuerhalten, Gewalt und Zwang zu reduzieren und gleichzeitig aber auch die Sicherheit der Betroffenen und Mitarbeiter uneingeschränkt im Blick behält.

    In einem neu gestalteten und deutschlandweit einzigartigen Raumkonzept in der Allgemeinpsychiatrie, schafft das Zentrum für Seelische Gesundheit am Helios Park-Klinikum Leipzig einen besonderen Rückzugsort für Menschen, die sich in einer akuten, nicht selten lebensbedrohlichen psychischen Krise befinden. Das Besondere: Der Patient behält dabei seine Selbstständigkeit und wird vom therapeutischen Team angeleitet, ohne dabei Zwangsmaßahmen zu erfahren.

    „Zwangsmaßnahmen, wie körperliche Fixierung, Isolierung oder Zwangsmedikation, werden im psychiatrischen Alltag als letztes Mittel eingesetzt, um eigen- oder fremdgefährdendes Verhalten von Patienten zu unterbinden“, erklärt Dr. Susanne Aresin, Bereichsleitende Oberärztin Allgemeinpsychiatrie der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie am Helios Park-Klinikum Leipzig. „Für den Behandlungserfolg ist ein vertrauensvolles Verhältnis zum therapeutischen Team essentiell. Dieses wird durch den Einsatz von Zwangsmaßnahmen jedoch nachweislich gestört“, so die Psychiaterin.

    In einem Pilotprojekt untersucht das Team und Dr. Aresin seit Mitte dieses Jahres, wie sich das neu gestaltete Raumkonzept auf die Behandlung auswirkt. Ein wichtiges Modul des Raumes ist eine therapeutisch unterstützende Medienwand. „Die Patienten haben die Möglichkeit in einer akuten Krankheits- und Behandlungssituation die Medienwand selbstständig via Touchscreen zu bedienen und unter verschiedenen, individuell bedarfsangepassten Apps zu wählen.

    Zur Auswahl stehen dabei Entspannungsangebote sowie kreativ-aktive Optionen zum Zeichnen oder Schreiben und die Inanspruchnahme von Telefon- und Fernsehmodulen“, erläutert Dr. Susanne Aresin das Konzept. Die Nutzung der Medienwand sowie des Raumes ist freiwillig und kann durch das Therapie-Team begleitet werden. Die strukturelle und räumliche Komponente ist ein integraler Bestandteil einer neuen Haltung und eines milieutherapeutischen Gesamtkonzepts.

    „Mit dem neuen Raumkonzept konnten wir den Einsatz von Zwangsmaßnahmen in unserer Einrichtung deutlich reduzieren“, fasst Prof. Dr. Katarina Stengler, Chefärztin der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie, die ersten Ergebnisse der internen Evaluation zusammen.

    „Sowohl Patienten als auch unsere Kolleginnen und Kollegen der allgemeinpsychiatrischen Station berichten von besseren und schnelleren Therapieerfolgen und einer harmonischeren Beziehung. Das bestärkt uns in unserem Bestreben, eine moderne Psychiatrie zu schaffen und mit Tabu-Themen, zu denen die Zwangsmaßnahmen immer noch zählen, zu brechen und Konzepte zur Verbesserung des Patientenwohls zu etablieren.“

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