Welche Risiken könnte die Corona-Pandemie für Patienten bedeuten, die vor einer Nierentransplantation stehen oder schon transplantiert wurden? Auf diese Hauptfrage will das Patientenseminar unter Leitung der beiden Nierenexperten des Universitätsklinikums Leipzig Prof. Dr. Daniel Seehofer und Prof. Dr. Tom Lindner Antwort geben.

„Viele Fragen bestimmte Medikamente betreffend sind aufgetaucht, und ich werde selbstverständlich darauf eingehen“, so Prof. Lindner. „Zudem werde ich die Besonderheiten, die durch Covid-19 für Dialysepatienten und für Transplantierte entstanden sind, erläutern.“

So wurde von der Deutschen Gesellschaft für Nephrologie eine Empfehlung zur Anpassung der Immunsuppression nach Nierentransplantation gegeben, wenn eine Corona-Infektion eingetreten ist. Allerdings werden keine generellen Umstellungen der immunsuppressiven Behandlung empfohlen. Vielmehr zähle die individuelle ärztliche Entscheidung in den betreuenden Transplantationszentren.

Bei der Veranstaltung gibt es auch Hinweise, welche Impfungen mit Blick auf die Gefahr durch Covid-19 zu empfehlen sind. Zudem werden Patienten schildern, wie es ihnen nach der Nierentransplantation geht.

Da das Patientenseminar wegen der gegenwärtigen Pandemie nicht im vertrauten Nebeneinander stattfinden kann, wird es erstmals online stattfinden. „Es ist für uns ein Test“, so Prof. Lindner. „Wir haben alte und gebrechliche Patienten, bei denen wir nicht in der Lage sind einzuschätzen, inwieweit sie sich auf unser Internet-Angebot einlassen wollen und können. Deshalb würde es alle Mitwirkenden freuen, wenn möglichst viele Interessenten unsere Veranstaltung anklicken.“

Info:
Patientenseminar „Nierentransplantation“
Samstag, 28.11.2020, von 10 bis 12 Uhr
www.ukl-live.de/nierentransplantation

Leipziger Zeitung Nr. 85: Leben unter Corona-Bedingungen und die sehr philosophische Frage der Freiheit

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