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Menschliche Überreste an Generalkonsul der Vereinigten Staaten übergeben

Von Sächsische Staatsministerin für Kultur und Tourismus
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    Die Karl-May-Sitftung Radebeul hat heute (12. April 2021) die menschlichen Überreste eines amerikanischen Ureinwohners an den Generalkonsul der Vereinigten Staaten von Amerika in Leipzig Ken Toko sowie an den Kulturattaché der US-Botschaft David Mees übergeben.

    Die Regierung der Vereinigten Staaten, vertreten durch das US-Außenministerium, erhält die menschlichen Überreste als Verwahrerin im Namen des Sault Ste. Marie Tribe of Chippewa Indians. Sachsens Kulturministerin Barbara Klepsch nahm als Vertreterin der Sächsischen Staatsregierung an der Übergabe teil. Während der Übergabe wurde das aktive Zusammenwirken mit der Sächsischen Staatsregierung, dem Auswärtigen Amt, der Botschaft sowie dem Generalkonsulat der Vereinigten Staaten von Amerika betont.

    „Wir begrüßen die Entscheidung des Kuratoriums der Karl-May-Stiftung, der Rückführung eines Gegenstandes zuzustimmen, der dem Sault Ste. Marie Tribe of Chippewa Indians heilig ist. Dies ist ein wichtiger Schritt für das Karl-May-Museum in Radebeul und wir freuen uns auf die künftige Zusammenarbeit“, betonte Ken Toko, US-Generalkonsul für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

    „In den letzten sechs Jahren wurden umfangreiche Untersuchungen zur Herkunft des menschlichen Überrestes durchgeführt. Es wurde keinerlei Hinweis auf einen Unrechtstatbestand oder eine koloniale Herkunft bestätigt. Die Karl-May-Stiftung hat sich im Interesse der Völkerverständigung und im guten Miteinander mit den Native Americans aus freien Stücken zu dieser Übergabe entschlossen“, unterstrich Dr. Volkmar Kunze, Vorsitzender des Vorstandes der Karl-May-Stiftung Radebeul.

    „Die Sächsische Staatsregierung hat die einvernehmliche Lösung im Geiste von Humanität und des Respekts gegenüber anderen Kulturen immer mitgetragen und unterstützt. Es ist der Weg der Völkerverständigung – ganz im May’schen Sinn. Darüber bin ich sehr glücklich und dankbar. Die sächsischen Museen sind sich ihrer Verantwortung bewusst und stehen für einen sensiblen, respektvollen Umgang mit menschlichen Überresten. Die „Ethischen Richtlinien für Museen“ des Internationalen Museumsrats sowie die Empfehlungen des Deutschen Museumsbundes zum Umgang mit menschlichen Überresten und zum Umgang mit Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten geben dafür eine Richtschnur.

    Für den Umgang mit kolonialem Erbe haben wir in der Kulturministerkonferenz eine Drei-Wege-Strategie zur Erfassung und digitalen Veröffentlichung von Sammlungs-gut aus kolonialen Kontexten verabredet. An der aktuell gestarteten Pilotphase beteiligen sich auch die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden“, sagte Sachsens Staatsministerin für Kultur und Tourismus Barbara Klepsch.

    Der Stamm der Sault Ste. Marie der Chippewa Indians hatte die Karl-May-Stiftung in Radebeul gebeten, den menschlichen Überrest in die Heimat zurückzuführen. Das US-Außenministerium unterstützt die Kooperation zwischen amerikanischen Ureinwohnern und ausländischen Institutionen zur Rückführung menschlicher Überreste und anderer sensibler Objekte. Die Karl-May-Stiftung erklärte sich bereit, dem Wunsch des Stammes nachzukommen.

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