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2,7 Millionen Euro für zukünftige Fusion zweier Ortsfeuerwehren

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    Kommunaler Brand- und Katastrophenschutz neu gedacht: Die benachbarten Ortsfeuerwehren Mehlteuer (Gemeinde Hirschstein) und Seerhausen (Gemeinde Stauchitz) agieren zukünftig als eine Ortsfeuerwehr und sichern gemeinsam den Brand- und Katastrophenschutz. Diesem gemeindeübergreifenden Schulterschluss wohnt der Sächsische Staatsminister des Innern Prof. Dr. Roland Wöller heute bei und weiht das neue interkommunale Feuerwehrgerätehaus ein.

    Prof. Dr. Roland Wöller, Staatsminister des Innern: „Wenn es darauf ankommt, rettet der ehrenamtliche Einsatz der Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Leben. Sie sind besonders im ländlichen Raum die tragenden Säulen in der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr. Deshalb setzen wir alles daran, gute Bedingungen für gute Feuerwehrarbeit zu schaffen und die interkommunale Zusammenarbeit zu fördern. Dass sich zwei Ortsfeuerwehren benachbarter Gemeinden zu einer Ortsfeuerwehr zusammenschließen, ist ein echtes Novum und hat Vorbildcharakter für unser Land.“

    Die Gesamtkosten des neu erbauten interkommunalen Feuerwehrgerätehauses Mehltheuer-Seerhausen belaufen sich auf 2.885.695 Euro. Das Sächsische Staatsministerium des Innern bezuschusste das Vorhaben mit 2.767.335 Euro im Sinne der Richtlinie Feuerwehrförderung (RLFw). Der Standort umfasst neben dem Feuerwehrgerätehaus auch einen Übungsturm und eine Übungsstrecke.

    Durch die gemeindeübergreifende Zusammenarbeit wird die gleiche Qualität der Gebietsabdeckung beibehalten und eine bessere Tageseinsatzbereitschaft gewährleistet. Zudem werden Einsparpotentiale bei den Investitionskosten erzielt.

    Conrad Seifert, Bürgermeister Gemeinde Hirschstein: „Als kommunale Aufgabe stellt der Brand- und Katastrophenschutz die (ländlichen) Kommunen vor große Herausforderungen. Deshalb ist es wichtig in der Aufgabenerfüllung auch neue, vielleicht ungewohnte Lösungen zu denken. Interkommunale Zusammenarbeit kann ein Weg sein – auch bei der Gefahrenabwehr. Für unsere Gemeinden Hirschstein und Stauchitz bietet dieser Lösungsansatz mit Unterstützung des Freistaates Sachsen die Möglichkeit, nicht nur für die betroffenen Ortswehren beste Voraussetzungen für die Einsatzfähigkeit zu schaffen, sondern vor allem für die Region die Sicherheit im Bereich Brand- und Katastrophenschutz für die Bürgerinnen und Bürge langfristig zu sichern.“

    Dirk Zschoke, Bürgermeister Gemeinde Stauchitz: „Auf dem Lande lebt man schon immer von unkonventioneller Nachbarschaftshilfe, so auch bei den Feuerwehren. Daher war der Zusammenschluss der beiden Ortsfeuerwehren unserer beiden Nachbargemeinden Hirschstein und Stauchitz ein logischer und zukunftsweisender Schritt, den wir mit Unterstützung des Freistaates Sachsen gegangen sind. Dieser Schritt sichert die Zukunft des Brand- und Katastrophenschutzes im ländlichen Raum weitab der Metropolregionen.“

    Ingo Nestler, Kreisbrandmeister Landkreis Meißen: „Als Kreisbrandmeister freue ich mich insbesondere, dass wir in der Zusammenarbeit beider Gemeinden (Hirschstein / Stauchitz), dem Landkreis Meißen und Freistaat Sachsen unkompliziert und zügig dieses Projekt entwickeln durften. Mit der Übergabe am Freitag übernehmen die Kameraden in Mehltheuer – Seerhausen das modernste Gerätehaus im Landkreis Meißen.

    Solche Projekte als interkommunales Gerätehaus werden zukünftig in Sachsen an Bedeutung gewinnen, insbesondere im ländlichen Raum. Eine Konzentration von Ressourcen für die taktische Einsatzabarbeitung als auch Ausbildung an einem modern ausgebauten Standort war die richtige Entscheidung beider Kommunen.“

    Hintergrundinformationen zum Feuerwehrgerätehaus und zu den beiden Ortsfeuerwehren:

    Die Bildung einer gemeinsamen Ortsfeuerwehr, die Bestandteil beider Gemeinden ist, wird erstmalig im Freistaat Sachsen in dieser Form gestaltet. Das bislang einzige geförderte Projekt dieser Art war das gemeinsame Feuerwehrgerätehaus der Gemeinde Dürrröhrsdorf-Dittersbach und der Stadt Stolpen. Es sah die Unterbringung von zwei Ortsfeuerwehren in einem gemeinsamen Feuerwehrgerätehaus vor.

    Die Feuerwehr Mehltheuer wurde 1940 gegründet und zählt derzeit 23 Mitglieder. 2020 wurde die Feuerwehr zu zehn Einsätzen alarmiert, aktuell in 2021 zu vier Einsätzen. Die Feuerwehr Mehltheuer besitzt einen TSF-W (Baujahr 2008) und einen MTW (Baujahr 2007).

    Die Feuerwehr Seerhausen wurde 1941 gegründet und zählt 18 Mitglieder. Aktuell gibt es eine Jugendfeuerwehr mit elf Mitgliedern. 2020 wurde die Feuerwehr zu 22 Einsätzen alarmiert, 2021 zu zwei Einsätzen. Die Feuerwehr Mehltheuer besitzt einen TSF-W (Baujahr 2003).

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