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Deutsches Kinderhilfswerk zeichnet Geschwister-Scholl-Grundschule in Leipzig als Kinderrechteschule aus

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    Das Deutsche Kinderhilfswerk zeichnete gestern die Geschwister-Scholl-Grundschule in Leipzig offiziell als Kinderrechteschule aus. In diesem bundesländerübergreifenden Projekt werden ausgewählte Grundschulen in Deutschland bei der Vermittlung und Umsetzung von Kinderrechten fachlich begleitet und unterstützt.

    Zentrale Zielstellung ist, die Kinderrechte zu einem Leitgedanken ihrer Einrichtung zu machen und die Mitbestimmung von Kindern nachhaltig im Schulalltag zu verankern. Wichtig ist dabei vor allem, die in der UN-Kinderrechtskonvention festgeschriebenen Kinderrechte mit den Schülerinnen und Schülern nicht nur abstrakt zu diskutieren, sondern sie konkret auf ihre eigene Lebenswelt zu beziehen und die Kinderrechte im Schulalltag gemeinsam zu verwirklichen.

    Neben der fachlichen Beratung durch das Deutsche Kinderhilfswerk bietet die Teilnahme an diesem Qualifizierungsprogramm den Grundschulen die Möglichkeit, sich in einem bundesweiten Netzwerk mit anderen Bildungseinrichtungen regelmäßig auszutauschen, vielfältige themenbezogene Praxismaterialien zu erhalten sowie verschiedene Fortbildungsangebote wahrzunehmen. Die Auszeichnung wird im Rahmen des vom Bundesfamilienministerium geförderten Modellprojektes „Kinderrechteschule“ verliehen.

    „Mehr als 30 Jahre nach Verabschiedung der UN-Kinderrechtskonvention müssen die Kinderrechte jetzt endlich in allen Lebensbereichen verwirklicht werden. Zentral ist dabei die Diskussion über Kinderrechte im Unterricht, aber ebenso wichtig ist für uns die Umsetzung im Lebensumfeld der Kinder. Das betrifft die Schule genauso wie ihr Zuhause. Leider werden die Kinderrechte im Alltag an vielen Stellen noch nicht ausreichend umgesetzt. Und hier braucht es Verbindlichkeit.

    Die Situation der vergangenen Monate hat gezeigt, wie schnell die Interessen und Bedürfnisse in herausfordernden Zeiten aus dem Blick geraten können. Deshalb wollen wir durch die aktive Einbindung der Schülerinnen und Schüler dazu anregen, dass die Kinder auch über die Schule hinaus für ihre Rechte eintreten und ihre Lebenswelt so kinderfreundlicher machen“, betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.

    „Kinderrechte sind ein großes Thema, das alle kennen sollten. Wenn man für die Kinder da sein will, ist es wichtig, dass auch Erwachsene die Kinderrechte kennen. Durch die Kinderrechte bildet sich in der Schule eine Aura von Gemeinschaft. Schule wird sonst zu einem Ort, wo die Kinderrechte fehlen. Kinderrechte können Kindern helfen, ihre Rechte zu bekommen. In unserer Schule erhalten alle Kinder das Recht auf Lernen“, sagt Larissa aus der 4. Klasse. Und weiter zum praktischen Alltag: „Es gibt Aktionen und Spiele für Kinder. Wir haben für alle Kinder Spielekisten, für die jede Woche eine andere Klasse verantwortlich ist und die Spiele für die Kinder ausgibt.“

    „Wir sind eine Grundschule im Aufbruch und möchten dabei unter anderem die Kinderrechte nachhaltig im Unterricht sowie im Leitbild der Schule verankern. Wir haben daher in diesem Schuljahr unseren Leitsatz ,Wir leben Demokratie.‘ für alle an unserer Schule Beteiligten präzisiert. Dies bedeutet vor allem, dass Schüler, Eltern, Lehrer, Erzieher sowie alle weiteren Mitglieder unseres multiprofessionellen Teams sich dazu verpflichten, unsere Schule in Zukunft immer weiter demokratisch zu entwickeln und nach demokratischen Grundsätzen und Werten zu leben, zu arbeiten und zu handeln“, sagt Kathrin Riedel, Leiterin der Geschwister-Scholl-Grundschule.

    „Das soziale und demokratische Lernen ist uns sehr wichtig. Darum leben und lernen wir seit sechs Jahren das Konzept der Lernhäuser. Jedes Lernhaus wird durch je eine 1. bis 4. Klassenstufe gebildet. Die Lernhäuser bilden eine räumliche und organisatorische Einheit innerhalb der Schule. Hier gestalten und erleben die Kinder verschiedene Lernphasen miteinander, zum Beispiel in einer gemeinsamen Werkstatt-Zeit, im Projektunterricht, bei gemeinsamen Ausflügen und in den Stunden mit der jeweiligen Patenklasse, in denen jedes Kind einen Paten aus einer höheren bzw. niedrigeren Klasse zur Seite gestellt bekommt. Dies ermöglicht ein altersübergreifendes Lernen und gibt den Kindern ein Gefühl der Zugehörigkeit und Gemeinschaft innerhalb unserer großen Schule“, sagt Gerda Staufenbiel, Inklusionsassistentin der Geschwister-Scholl-Grundschule und Mitarbeiterin in der AG Demokratieerziehung.

    Das Projekt „Kinderrechteschule“ wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert und von der Kultusministerkonferenz unterstützt. Bisher sind im Rahmen des Modellprojektes 13 Schulen in Berlin, Brandenburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt als Kinderrechteschulen ausgezeichnet worden.

    Weitere Informationen zum Modellprojekt Kinderrechteschule unter www.kinderrechte.de/kinderrechteschulen.

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