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Weniger Wespen, viele Holzbienen: Nasses Wetter wirkt sich auf Sichtungen beim Insektensommer 2021 aus

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    Sie ist die ungekrönte Königin des Insektensommers: Die Ackerhummel wurde bei der Augustzählung sachsen- und bundesweit am häufigsten gemeldet – wie auch in den vergangenen Jahren. Bei der Mitmachaktion des NABU haben sich in beiden Zählzeiträumen insgesamt über 13.000 Menschen beteiligt und eine Stunde lang Insekten beobachtet und sie dem NABU gemeldet. Über 430 Meldungen stammten aus Sachsen.

    „Wir freuen uns, dass sich so viele Menschen Zeit für die Natur genommen haben. Interesse und das Engagement für unsere heimischen Insekten sind auch dringend nötig, wie das weiter fortschreitende Insektenschwinden zeigt“, sagt Bernd Heinitz, Landesvorsitzender des NABU Sachsen. „Wer jetzt seinen Garten oder Balkon insektenfreundlich gestaltet, kann dieser wichtigen und faszinierenden Tiergruppe auch ganz praktisch helfen.“

    Artenreiche Gärten

    Die Gärten zeigten sich bei  Betrachtung der verschiedenen Meldeorte auch mit am artenreichsten: Mehr als zehn verschiedene Insektenarten wurden dort im Schnitt gefunden – nur am Teich gab es mit elf Arten pro Meldung mehr. Auf Balkonen wurden durchschnittlich sechs unterschiedliche Arten gesichtet.

    Was bei den Meldungen besonders auffällt: Im Gegensatz zu den sehr warmen und trockenen Vorjahren wurden 2021 deutschlandweit deutlich weniger Wespen gesichtet. 2020 waren es im Schnitt 11,5 Wespen pro Meldung, 2021 nur 4,5.

    „Eine mögliche Erklärung dafür ist, dass es sehr nass im Frühjahr und im Hochsommer war“, sagt Daniela Franzisi, NABU-Projektleiterin des Insektensommers, „Daher gab es weniger Wespenstaaten und möglicherweise auch weniger Individuen pro Staat. Zusätzlich war die Woche des Zählzeitraums im August selbst relativ kalt, weshalb speziell in dieser Woche weniger Wespen gemeldet wurden.“

    Derzeit seien aber etwas mehr Wespen unterwegs. „Wespen-Staaten erreichen Ende August, Anfang September ihren Höhepunkt. Dann sehen wir mehr Tiere, die uns auch mal beim Eis essen oder Grillen stören“, so Franzisi.

    Blaue Holzbiene in Sachsen wieder auf Platz 2

    Weiter aufwärts ging es für die Holzbiene. Die Sichtungen hatten bisher in jedem Jahr zugenommen, nun hat sie es erstmals in die Top Ten – auf Platz 8 – geschafft. In Sachsen konnte sie sogar ihren 2. Platz vom Vorjahr behaupten. Erneut mischt die schwarz-blau gefärbte, wärmeliebende, größte heimische Wildbienenart, die erst seit einigen Jahren auch sächsische Gefilde für sich erobert, im Freistaat ganz vorn mit.

    Bei der Entdeckungsfrage zeigt sich, dass der Asiatische Marienkäfer mit 51 Prozent und Siebenpunktmarienkäfer mit 49 Prozent etwa gleich häufig gefunden wurden. Franzisi erläutert: „Das spricht für eine friedliche Koexistenz dieser beiden Arten. Der Asiatische Marienkäfer, der vor etwa 40 Jahren nach Deutschland zur Blattlausbekämpfung eingeschleppt wurde, scheint also den heimischen Siebenpunkt bisher nicht zu verdrängen. Wir werden das aber weiter beobachten.“

    Eine deutliche Tendenz zeigt sich wie in jedem Jahr auch diesmal: Im Frühsommer wurden mehr Asiatische, im Spätsommer mehr Siebenpunktmarienkäfer gemeldet. Ebenso war es in Sachsen, wo im August insgesamt sehr wenige Marienkäfer gezählt wurden. Der Siebenpunkt landete auf Platz 11 mit 160 gesichteten Exemplaren, der Asiatische sogar nur auf Rang 29 mit 85 gezählten Tierchen.

    In der Rangliste der fünf am häufigsten gemeldeten Arten für den Insektensommer 2021 folgen bundesweit nach der erstplatzierten Ackerhummel: Siebenpunktmarienkäfer, Asiatischer Marienkäfer, Steinhummel, Wildbiene. In Sachsen bilden diese Insekten die Top Five: Ackerhummel, Blaue Holzbiene, Großes Heupferd, Kleiner Fuchs und Tagpfauenauge.

    Mehr Infos: www.insektensommer.de

    Die Ergebnisse im Einzelnen: https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/insektensommer/ergebnisse/ergebnistabelle.html

    Tipps für einen insektenfreundlichen Garten: www.NABU.de/Insektengarten

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