Im Tarifkonflikt bei der Deutschen Telekom ruft die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) am morgigen Dienstag (10.5.22) bundesweit Beschäftigte zu vollschichtigen Warnstreiks auf, um den Druck auf die Arbeitgeber zu erhöhen.

„Die Beschäftigten erwarten von der Arbeitgeberseite in der morgen beginnen-den dritten Verhandlungsrunde ein einigungsfähiges Angebot. Das werden sie mit ihren Aktionen noch einmal in aller Deutlichkeit klarstellen“, sagte ver.di-Arbeitskampfleiter Tim Feise.

Kerstin Chagoubi, Fachbereichsleiterin in der mitteldeutschen Region und verantwortlich für den Bereich Telekom/IT: „Das von den Arbeitgebern zuletzt vor-gelegte Angebot muss in der Prozentzahl deutlich nachgebessert werden. Unakzeptabel sind darüber hinaus die Leermonate und eine Laufzeit des Vertrages über 24 Monate.“ Das Stimmungsbild unter den Beschäftigten sei eindeutig: Das könne es nicht gewesen sein, aufgeben sei keine Option!

Auch in der mitteldeutschen Region werden die Beschäftigten zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen.

In Leipzig wird sich gegen 9:30 Uhr ein Demonstrationszug an der Sachsenseite/Brandenburger Straße formieren.

In der laufenden Tarifrunde fordert ver.di eine tabellenwirksame Entgelterhöhung und Erhöhung der individuellen Entgelte um sechs Prozent, zudem eine Komponente zur Steigerung der Einkommensgerechtigkeit, bei einer Laufzeit des Tarifvertrages von zwölf Monaten. Zudem sollen die Vergütungen für Auszubildende und für Studierende in dualen Studiengängen über-proportional um 80 Euro pro Monat steigen.

Die Tarifverhandlungen für die bundesweit rund 55.000 Tarifbeschäftigten, Auszubildenden und dual Studierenden werden am 10./11. Mai 2022 fort-gesetzt.

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