In der Tarifrunde der ostdeutschen Eisen- und Stahlindustrie endete die dritte Verhandlung am Montag, 13. Juni, ohne Ergebnis. Das aktualisierte Angebot der Arbeitgeber von 4,7 Prozent für 21 Monate, das die Arbeitgeber am Freitag auch bereits in der nordwestdeutschen Stahlindustrie vorgelegt hatten, ist zu weit von der Forderung von 8,2 Prozent entfernt, um aus Sicht der Verhandlungskommission einen Abschluss erzielen zu können.

„Grundsätzlich ist festzuhalten: Die Arbeitgeber haben verstanden, dass sie in dieser Tarifrunde an einer tabellenwirksamen – dauerhaften – Erhöhung der monatlichen Entgelte nicht vorbeikommen“, sagte Birgit Dietze, Verhandlungsführerin und Bezirksleiterin der IG Metall in Berlin-Brandenburg-Sachsen.

„Das vorgelegte Angebot ist allerdings weder in der Höhe noch in der Laufzeit ausreichend. In der Höhe ist es zu gering, in der Laufzeit zu lang. Die Verhandlungskommission wird der Tarifkommission, die heute Nachmittag tagt, die Fortsetzung der Warnstreiks empfehlen.“

Vor Beginn der dritten Tarifverhandlung hatten 300 Kolleginnen und Kollegen der Brandenburger Elektrostahlwerke (B.E.S.) in Brandenburg an der Havel für drei Stunden die Arbeit niedergelegt, um für Bewegung am Verhandlungstisch zu sorgen.

In Absprache mit der Tarifkommission werden in dieser Woche weitere mehrstündige Warnstreiks an verschiedenen Stahlstandorten in Ostdeutschland folgen.

Die nächste Verhandlungsrunde ist auf Freitag, 17. Juni, terminiert.

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