Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer unterstützt die Überlegungen von Bundeskanzler Friedrich Merz zu einer grundlegenden Reform des deutschen Arbeitszeitgesetzes. „Deutschland braucht mehr Flexibilität in der Arbeitswelt, um wettbewerbsfähig zu bleiben und den Bedürfnissen von Beschäftigten wie Unternehmen gerecht zu werden“, sagte Kretschmer am Donnerstag in Dresden und bekräftigte damit seine langjährige Position in dieser Frage

„Das Arbeitszeitgesetz stammt in weiten Teilen aus einer anderen Zeit. Es passt nicht mehr zu einer modernen Arbeitswelt, in der mobiles Arbeiten, Schichtmodelle, Pflege von Angehörigen und internationale Projektarbeit längst Alltag sind«, so Kretschmer. »Die Initiative von Friedrich Merz greift genau dieses Problem auf.“

Kretschmer sprach sich insbesondere für den Wechsel von der starren täglichen Höchstarbeitszeit hin zu einer flexibleren Wochenarbeitszeit aus. Damit könnten Betriebe besser auf Auftragsspitzen reagieren und Beschäftigte ihre Arbeitszeit stärker an persönliche Lebenssituationen anpassen.

„Mehr Flexibilität bedeutet mehr Freiheit“, betonte Kretschmer. „Es geht um mehr Selbstbestimmung für Arbeitnehmer und Arbeitgeber für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf und um die Sicherung von Arbeitsplätzen in einem zunehmend harten internationalen Wettbewerb.“

Gerade für den Wirtschaftsstandort Ostdeutschland sei eine Modernisierung des Arbeitszeitrechts entscheidend: Industrie, Handwerk und Mittelstand brauchen verlässliche, aber flexible Rahmenbedingungen und Beschäftigte wünschen sich mehr Spielräume bei der Gestaltung ihrer Arbeitszeit. Der Staat müsse aufhören, mit überholten Regelungen Innovationen zu bremsen.

„Wir dürfen nicht länger zuschauen, wie Unternehmen Investitionen ins Ausland verlagern, weil Deutschland bei zentralen arbeitsrechtlichen Fragen stehen bleibt“, so Kretschmer weiter. „Wer Wachstum, Wohlstand und sichere Jobs will, muss jetzt handeln. Die Reform des Arbeitszeitgesetzes ist kein Angriff auf Arbeitnehmerrechte – sie ist eine notwendige Modernisierung unseres Sozialstaates.“

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