Am 9. Februar startet die Saatgutbibliothek Leipzig in die zweite Runde und ermöglicht damit wiederholt den Anbau von fünf Gemüsesorten. In der Stadtbibliothek am Wilhelm-Leuschner-Platz sowie in den Zweigstellen in Böhlitz, Grünau-Nord, Gohlis, Reudnitz, Schönefeld und Volkmarsdorf kann das Saatgut ausgeliehen werden. Angeboten werden die samenfesten Sorten Erbse, Bohne, Salat, Tomate und Gartenmelde.

Neu im diesjährigen Programm sind Salat-Samen wie „Bautzener Dauerkopf“, „Hirschzunge“ oder Erbsen namens „Prinz Albert“ oder „Groot Zuckearfen“. Insgesamt stehen rund 500 Saatguttüten zur Verfügung, die im Frühjahr entliehen werden können und mit der neuen Ernte im Sommer/Herbst wieder zurück in die Bibliothek gebracht werden. 

Mehr als 200 Leipziger nutzten das Angebot im letzten Jahr. Besonders begehrt waren Tomatensamen. Der Rücklauf von Saatgut lag im Herbst 2025 bei rund 50 Prozent, was etwa 350 Tüten entspricht. Einige Teilnehmende brachten sehr viel Saatgut zurück und engagierten sich zusätzlich mit selbstgebastelten Tüten. Dafür klappte die Ernte bei einigen Entleihern nicht – die Wetterbedingungen, zu viele Schnecken oder Fehler bei der Pflege waren die Gründe dafür. 

Über das Netzwerk erhielten die Bibliotheken weiteres Saatgut, womit Lücken geschlossen wurden. Die Leipziger Saatgutbibliothek ist ein Gemeinschaftsprojekt mit dem Amt für Stadtgrün und Gewässer und lokalen Projektpartnern: Ökolöwe Umweltbund Leipzig e.V., Netzwerk Leipziger Gemeinschaftsgärten (NELGE), Wabe e.V. Leipzig, Deutsches Kleingärtnermuseum Leipzig, Botanischer Garten der Universität Leipzig, Stadt-Umland-Landschaftspflegeverband LeipzigGrün, Kreisverband Leipziger der Kleingärtner Westsachsen e.V. und KGV „Kultur“ e.V. 

Auch in diesem Jahr erhalten die Entleiher neben dem Saatgut wieder wertvolle Informationen zum Anbau der Gemüsesorten und der Wiedergewinnung für die Aussaat im nächsten Jahr. Ziel dieses Angebotes ist es, die Sortenvielfalt zu erhalten und Wissen über Kulturpflanzen und ihre Vermehrung zu vermitteln.

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