Pünktlich zum Beginn der Brut- und Setzzeit ist die Informationsseite www.leipzig.de/wildtiere aktualisiert worden. Sie erklärt den Leipzigerinnen und Leipzigern verständlich und kompakt, wie sie sich verhalten sollten, wenn sie ein verletztes, hilfsbedürftiges oder totes Wildtier entdecken. Ziel ist es, Unsicherheiten abzubauen, Wildtiere zu schützen und Fehlverhalten zu vermeiden.
Der Frühling hält Einzug in Leipzigs Stadtwald und die Grün- und Parkanlagen – und mit ihm beginnt die Brut- und Setzzeit. In dieser besonders sensiblen Phase bringen viele Wildtiere ihre Jungen zur Welt oder ziehen sie auf. Sowohl die Elterntiere als auch ihr Nachwuchs sind jetzt auf Ruhe angewiesen. Ein rücksichtsvoller Umgang in der Natur ist daher wichtiger denn je.
Das Amt für Stadtgrün und Gewässer bittet deshalb um besondere Rücksicht und Zurückhaltung im Umgang mit Wildtieren. Spaziergänger werden gebeten, Wege nicht zu verlassen, Hunde grundsätzlich an der Leine zu führen und keine Jungtiere mitzunehmen – auch dann nicht, wenn sie allein erscheinen.
Viele Tiere reagieren in dieser Zeit besonders empfindlich auf Störungen, und selbst gut gemeinte Eingriffe können die Tiere stark belasten oder sogar gefährden. Abstand ist deshalb oft die beste Hilfe. Die Stadt Leipzig ermutigt daher, aufmerksam zu bleiben, Abstand zu halten und in Notfällen die auf www.leipzig.de/wildtiere genannten Fachstellen zu kontaktieren.
Wildtiere gehören zur Stadtnatur. Sie teilen sich ihren Lebensraum mit uns Menschen und haben sich an das Leben in der Stadt angepasst. Viele Situationen wirken dramatischer, als sie tatsächlich sind: Jungtiere, die scheinbar allein sind, werden häufig weiterhin versorgt. Auch ungewöhnlich erscheinendes Verhalten erwachsener Tiere ist meist völlig natürlich.
Die neue Informationsseite hilft dabei, solche Situationen richtig einzuschätzen – und macht deutlich, dass Abstand oft die beste Hilfe ist. Unnötige Nähe bedeutet Stress und verbessert die Situation für das Tier in der Regel nicht. Gleichzeitig informiert die Seite darüber, wann ein Eingreifen sinnvoll ist – etwa bei offensichtlichen Verletzungen oder eindeutiger Hilfsbedürftigkeit. Sie zeigt auf, wie Bürgerinnen und Bürger sicher handeln können, welche Maßnahmen erlaubt sind und welche rechtlichen Grenzen bestehen.
Auch der Umgang mit toten Wildtieren wird erläutert – vom natürlichen Verbleib im Wald bis zu den richtigen Meldewegen oder bei Verdacht auf Tierseuchen. Besonders praktisch: Für verschiedene Tierarten sind die Ansprechpartner übersichtlich zusammengestellt, damit im Bedarfsfall schnell die richtigen Hilfsangebote gefunden werden können.






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