Die Stadt Leipzig setzt ihre Unterstützung für ihre ukrainische Partnerstadt Kyjiw kontinuierlich fort. In Abstimmung mit nationalen Fördermittelgebern, internationalen Partnern für die Lieferung und den zuständigen Stellen in Kyjiw wurden Generatoren und kommunale Fahrzeuge beschafft und schrittweise übergeben.
Insgesamt über 1,8 Mio EUR Material wurden seit Herbst 2025 für die fast täglich unter russischen Luftangriffen leidenden Menschen der Stadt aus Bundesmitteln finanziert und über die Stadt Leipzig abgewickelt. Aktuell sind in Kyjiw über 80 Fahrzeuge mit „Leipzig-Beklebung“ aus verschiedenen Liefertranchen im Dienst für die Bevölkerung unterwegs.
Bürgermeister Ulrich Hörning, Leiter der Steuerungsgruppe Ukraine, betont: „Unser Ziel ist es, die Funktionsfähigkeit wichtiger städtischer Einrichtungen auch unter Kriegsbedingungen nachhaltig sichern zu helfen: Generatoren für Strom und Heizung in Schulen und Kliniken sowie Werkstatt- und Einsatzfahrzeuge für die Stadtwerke. So bleibt essentielle Versorgung auch unter Krisenbedingungen gewährleistet.“
Mit Fördermitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in Höhe von rund 1 Million Euro konnten 41 leistungsfähige Großgeneratoren für Kyjiw beschafft werden. Die Stadt Leipzig übernahm dabei die Organisation der logistischen Abwicklung, einschließlich Vergabe, Transport usw., sowie eine geringe kommunale Kofinanzierung.
Zwischen der Erteilung des Förderbescheids des BMZ und der Lieferung der ersten Geräte in die Partnerstadt lagen lediglich 21 Arbeitstage. Der Förderantrag wurde am 3. Februar 2026 gestellt, die ersten Generatoren konnten bereits am 4. März 2026 nach Kyjiw geliefert werden. Damit gelang eine außergewöhnlich schnelle Umsetzung, ermöglicht durch die begründete humanitäre Dringlichkeit der Beschaffung und die enge Abstimmung aller beteiligten Partner.
Die Generatoren werden bedarfsgerecht in unterschiedlichen Bereichen eingesetzt: Geräte mit einer Leistung von 200 kVA kommen insbesondere bei staatlichen Energieversorgern sowie beim kommunalen Wasserversorger „Kyjiwwodokanal“ zum Einsatz, wo eine höhere Leistung für den Betrieb von Pumpanlagen erforderlich ist. Generatoren mit einer Leistung von bis zu 130 kVA werden beispielsweise in Krankenhäusern, Schulen und Kindertagesstätten installiert.
Ein zusätzlicher Hilfstransport mit zwei Generatoren zur Stabilisierung der Stromversorgung ist erfolgreich von Berlin nach Kyjiw geliefert worden. Die Anlagen mit einer Gesamtleistung von rund 1000 kVA können etwa 200 Haushalte mit Strom versorgen und tragen dazu bei, die durch Angriffe auf die Energieinfrastruktur stark beeinträchtigte Versorgungssituation in der ukrainischen Hauptstadt zu verbessern.
Die Generatoren trafen planmäßig Mitte März in Kyjiw ein. Dieses Projekt wurde im Rahmen der Städtepartnerschaft Leipzig–Kyjiw umgesetzt. Das Gesamtvolumen betrug 50.000 Euro, wovon 90 Prozent durch die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) gefördert wurden.
Den verbleibenden Eigenanteil trugen der Verein Help for Resilience e.V. (H4R), der die Stadt Leipzig auch bei der Antragstellung sowie der organisatorischen Umsetzung des Projekts unterstützte, und die ukrainische Partnerorganisation Ukraine Aid International.
Für kommunale Zwecke wurden zusätzlich ein Multifunktionsradler sowie ein barrierefreier Minibus mit Rollstuhlrampe bereitgestellt. Diese Fahrzeuge wurden über die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) finanziert. Nach der formalen Übergabe hat die Stadt Leipzig die Organisation sowie Durchführung der Überführung verantwortet und trägt die anfallenden Transportkosten.
Die Fahrzeuge werden in Kyjiw insbesondere für flexible Einsätze im kommunalen Service sowie im Bereich der sozialen Infrastruktur genutzt und leisten damit einen konkreten Beitrag zur Aufrechterhaltung städtischer Dienstleistungen.
Ein weiterer Schwerpunkt der Unterstützung liegt auf der Lieferung von 37 Werkstattwagen, die ebenfalls aus Fördermitteln des BMZ finanziert werden. Die Werkstattwagen stärken insbesondere die technische Einsatzfähigkeit der städtischen Dienste – etwa bei Reparatur-, Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten – und tragen damit zur Sicherstellung zentraler Versorgungsstrukturen bei.
Die ursprünglich gegen Ende des Jahres 2025 bereitgestellten 800.000 Euro wurden in das Haushaltsjahr 2026 übertragen, sodass die Beschaffung und Auslieferung planmäßig erfolgen können. Die Fahrzeuge werden im ersten Halbjahr 2026 schrittweise nach Kyjiw überführt.
Mit der Beschaffung und Überführung der Generatoren sowie der Fahrzeuge setzt Leipzig ein deutliches Zeichen der Solidarität und praktischen Unterstützung im Rahmen der Städtepartnerschaft mit Kyjiw. Die Maßnahmen sind Teil der kontinuierlichen kommunalen Zusammenarbeit mit Kyjiw und unterstreichen die Verantwortung kommunaler Partnerschaften.






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