Die Stadt Leipzig blickt als Host City Leipzig auf eine rundum erfolgreiche UEFA EURO 2024 zurück, die sowohl emotionale als auch beachtliche ökonomische Impulse gesetzt hat. Dies geht aus der in der Dienstberatung des Oberbürgermeisters besprochenen Informationsvorlage mit offiziellen Abschlussberichten sowie einer umfassenden Wertschöpfungsanalyse hervor.
„Leipzig hat nachhaltig bewiesen, dass es internationale Großveranstaltungen kompetent, sicher und wirtschaftlich erfolgreich austragen kann“, konstatiert Leipzigs Sportbürgermeister Heiko Rosenthal. „Die weitreichenden Investitionen im gesamten Stadtgebiet haben einen langfristigen Mehrwert für das Image und die lokale Wirtschaft generiert.“
Unter dem offiziellen Turniermotto „United by Football – Fußball im Herzen Europas“ hatte sich die Messestadt vom 14. Juni bis zum 14. Juli 2024 als weltoffener und hervorragend organisierter Gastgeber präsentiert. Im Mittelpunkt des Turniers standen die vier ausgetragenen Partien in der heimischen RB Arena: Insgesamt drei Vorrundenspiele sowie ein hochkarätiges Achtelfinale hatten 153.579 Zuschauer in das Stadion Leipzig gelockt, welches bei jeder Begegnung offiziell restlos ausverkauft war. Die Paarungen zwischen Portugal und Tschechien sowie den Niederlanden und Frankreich sorgten mit jeweils über 38.000 Fans für eine elektrisierende Atmosphäre.
Neben den Stadionbesuchern strömten zudem zehntausende nationale und internationale Gäste in die Stadt, während das „International Broadcast Centre“ auf der Leipziger Messe als logistisches Herzstück für die weltweite Sportberichterstattung diente.
Aus finanzieller Sicht hat sich die Fußball-Europameisterschaft für Leipzig als Gewinn erwiesen. Laut einer unabhängigen Studie des Marktforschungsunternehmens Nielsen generierte das Großereignis wirtschaftliche Auswirkungen in Höhe von stolzen 291 Millionen Euro für Leipzig. Übernachtungsgäste verweilten im Schnitt für 2,1 Nächte in den lokalen Hotels und gaben dabei durchschnittlich 214 Euro pro Tag für Unterkunft, Gastronomie und Einzelhandel aus.
Die Gesamtausgaben der Stadt Leipzig für die Planung und Umsetzung des Turniers beliefen sich von 2022 bis 2024 auf exakt 13,28 Mio. Euro. Den größten Einzelposten bildete die FanZone mit rund 5,6 Millionen Euro, gefolgt vom Rahmenprogramm und den Kosten für Sicherheit und Ordnung. Durch eine gezielte Vergabe von Aufträgen an vorzugsweise lokale Unternehmen verblieben erhebliche Teile der Investitionen direkt in der regionalen Wirtschaft.
Insgesamt 1,45 Millionen Euro an Einnahmen konnten generiert werden, darunter Fördermittel des Bundes und des Freistaates Sachsen über die Kampagne „So geht sächsisch“ sowie Erlöse aus Catering, Werbung und Vermietungen. Die tatsächlichen finanziellen Auswirkungen auf den städtischen Kernhaushalt reduzierten sich dadurch auf 11,83 Mio. Euro. Angesichts der gegenüberstehenden wirtschaftlichen Effekte und einer durch Nielsen errechneten Imagewirkung von mindestens 73 Millionen Euro zieht die Stadtverwaltung eine überaus positive Bilanz.






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