In den letzten Wochen haben die Markkleeberger Verwaltungsgremien in nicht öffentlichen Sitzungen über den Bebauungsplan „An der Hafenstraße“ diskutiert. Für Leipziger und Markkleeberger Bürger waren die bedrohlichen Planentwurfe für den Cospudener See erst Ende vergangener Woche öffentlich einsehbar. Schon jetzt, am kommenden Mittwoch, den 7. Oktober, soll der Markkleeberger Stadtrat den Bebauungsplan absegnen, wenn es nach dem Willen der Stadtverwaltung geht. Dann wäre der Entwurf gebilligt, die Rodung von 1,3 Hektar Wald für 220 neue Parkplätze am Hafen Zöbigker beschlossene Sache.

„Die Stadt Markkleeberg will einen lebendigen Wald auf Teufel komm raus plattmachen, um 220 neue Parkplätze an den See zu pflastern. Das ist ein Schlag ins Gesicht für alle, die am Cossi Ruhe und Naherholung suchen,“ zeigt sich Tino Supplies, Geschäftsführer des Ökolöwe e.V., empört.

Für den Ökolöwen steht nun fest, dass die Stadt Markkleeberg den Bürgerwillen missachtet und stur in die Übernutzung des Cospudener Sees hineinplant. Das Vorgehen, die Pläne in nicht öffentlichen Verfahren durch die Ausschüsse zu peitschen werde am Ende allen schaden – zuerst dem Cospudener See und dem Wald, den Anwohnern, aber natürlich auch allen Erholungsuchenden.

Der Umweltverband fordert die Stadträtinnen und Stadträte auf, das Vorgehen der Stadt in der Sitzung am Mittwoch nicht zu unterstützen, den Wald zu retten und gegen den Bebauungsplan zu stimmen. Auf der Website des Ökolöwen können alle den Appell an Stadt und Stadtrat unterzeichnen.

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